Mit Hightech dem Sommer entgegen

Am 27. Juli 2012 von
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Was haben Speiseeis und Supercomputer miteinander zu tun? Nichts, so mag der geneigte Leser denken und diesen Artikel den derzeit vorherrschenden Hochsommertemperaturen zuschreiben.

Dr. Alan Gray von der Universität Edinburgh sieht das jedoch anders. Wissenschaftler der Universität nutzen einen Supercomputer um die Struktur von Speiseeis molekular zu untersuchen. Laut Dr. Gray ist Speiseeis deutlich komplizierter aufgebaut als der Konsument vermuten mag. Die im Speiseeis verarbeiteten Substanzen (hoffentlich nur natürliche Zutaten) interagieren auf vielfältigste Art und Weise und erzeugen so das einzigartige Geschmackserlebnis.

Um diese geschmacksprägenden Zusammenhänge besser verstehen zu können werden diese am Computer simuliert. Ein Haushalts-PC wäre mit dieser Arbeit über Jahre ausgelastet, hier kommt also der Supercomputer zum Einsatz. Ursprünglich wurde hier mit einer Cray mit 200.000 CPU´s gerechnet, mittlerweile aber hat sich herausgestellt das kleinere Recheneinheiten mit GPU-Beschleunigung das gleiche Leistungsniveau erreichen.

Derzeit wird ein Supercomputer mit 936 NVIDIA Tesla GPUs mit der Standard x86 CPU eingesetzt. Die Forscher haben herausgefunden das der Tesla-beschleunigte Rechner 2 ½ mal schneller arbeitet als die GPU-freie Lösung.

Selbstverständlich kann diese Analysemethode auch auf andere Materialien wie Farben, Öle und diverse andere Flüssigkeiten angewendet werden.

Hoffentlich hat das nun nicht den Appetit auf Speiseeis verhagelt. Ich werde mal Italiener bei uns am Ort fragen ob er diese Technik zur Speiseeisproduktion bereits einsetzt.

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Ein Kommentar zu “Mit Hightech dem Sommer entgegen”

  1. Saskia sagte am 28.07.2012 um 11:03

    JAMMY!°! Leckeres Eis!

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