Mit Lichtgeschwindigkeit ins Internet

Am 14. August 2012 von
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Die ersten Kunden in 12 außerwählten Städten können nun ihren Glasfaseranschluss bei der Telekom bestellen. Durch die neuen Glasfaseranschlüsse kann der Kunde mit Geschwindigkeiten von bis zu 200 Megabit pro Sekunde (MBit/s) Daten herunterladen. Der Upload hingegen erfolgt mit bis zu 100 MBit/s.

Das wird ermöglicht durch das sogenannte „Fiber to Home“ (FTTH) Verfahren. Für den Kunden bedeutet das, dass das Glasfaserkabel nicht wie bisher im Verteilerkasten vor dem Haus endet, sondern direkt im seinem Wohnzimmer.

Laut Niek Jan van Damme, Deutschland Chef der Deutschen Telekom, gehört dem Glasfasernetz die Zukunft. Das Glasfasernetz ist somit eine Erweiterung an schnellen Internetanschlüssen für die Telekom. Dadurch bietet die Deutsche Telekom derzeit die schnellsten Übertragungsmöglichkeiten im Festnetz, wie auch im Mobilfunk.

Doch was ist Glasfaser überhaupt. Eine Glasfaser ist dünner als ein menschliches Haar und reiner als Glas. Daten werden mittels Lichtwelle in ihr übertragen. Da das Licht nahezu verlustfrei in der Glasfaser übertragen wird, erreicht man hohe Datengeschwindigkeiten, und das auch über lange Strecken. Zudem soll in Zukunft die Geschwindigkeit auf über 200MBit/s steigen.

Der Ausbau der Glasfaser ist sehr aufwändig. Neben der Zustimmung der Immobilieneigentümer müssen Tiefbaumaßnahmen, sowie Hausverkabelungen durchgeführt. Die Kosten für den Ausbau trägt die Deutsche Telekom im Moment alleine.

Die Deutsche Telekom führt derzeit mit mehreren Städten Gespräche über einen Ausbau des Glasfasernetzes im Jahre 2013. Doch ist der Ausbau an Voraussetzungen geknüpft, um eine Sicherheit zu gewährleisten. Die Bedingungen sind, dass 80 Prozent der Immobilieneigentümer bereit sind, ihre Immobilie kostenlos anschließen zu lassen. Des Weiteren müssen 10 Prozent der potentiellen Kunden einen Vorausvertrag abschließen.

Die ersten 12 Städte in denen die Telekom ihr Glasfasernetz startet sind:

  • Braunschweig
  • Brühl/Baden
  • Hannover
  • Henningsdorf
  • Ingolstadt
  • Kornwestheim
  • Mettmann
  • Neu-Isenburg
  • Offenburg
  • Potsdam
  • Rastatt
  • Stade

Endlich ist es soweit und die ersten Städte können mit Lichtgeschwindigkeit im Internet surfen. Im Moment baut die Deutsche Telekom mit eigenen Mitteln, doch muss das auch wirklich so bleiben? Wir sind ein High-Tech-Land und da sollte auch der Staat den Ausbau finanziell unterstützen, um so eine Flächendeckende Versorgung mit schnellem Internet zu gewährleisten. Heutzutage ist zwar ein flächendeckendes Netz vorhanden, jedoch nicht überall in einer akzeptablen Geschwindigkeit.

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Autor :

Als Allrounder kümmert sich Niklas bei Newgadgets.de um alle Themengebiete der Technik

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