Steelseries Siberia Neckband – Abzüge in den Haltungsnoten?

Am 26. August 2012 von
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Das Steelseries Siberia Neckband fällt auf. Nicht nur durch seine für ein Headset ungewöhnliche weisse Farbe, sondern vor allem durch die bereits im Namen erwähnte Art der Fixierung, nämlich im Nacken, welche man so größtenteils noch nicht kannte.

Normalerweise erlangen Kopfhörer mit Nackenfixierung ihren Halt dadurch, dass der Bügel so gefertigt ist, dass die Ohrmuscheln fest an die Ohren gepresst werden. Das Siberia Neckband handhabt das anders, nämlich durch eine Feder im Bügel, die es ermöglicht, dass das Headset sich individuell zusammenzieht, sodass es, theoretisch jedenfalls, optimal sitzt.

In der Praxis verhält sich dies leider anders, die Feder ist nicht stark genug um das Gewicht des Siberia in einer für den Träger angenehmen Position zu halten und so rutscht es immer wieder herunter, bis auf Höhe der Ohrläppchen. Sollten diese allerdings in irgendeiner Weise, zum Beispiel durch Haare verdeckt sein, rutscht das Siberia Neckband auch gerne mal komplett von den Ohren.

Doch auch wenn es sich zwar noch auf den Ohren, allerdings bereits weiter unten als vom Hersteller gedacht befindet ist der Sound dadurch suboptimiert, denn der Lautsprecher der Ohrmuschel sitzt nicht über dem Ohrkanal und somit hört man den Sound leicht gedämpft.

Will man die Lautstärke dann etwas nach oben setzen, kommt die im Kabel eingebaute Fernbedieung wie gerufen. Hier könnt ihr bspw. Songs auf eurem iPod starten und stoppen, Anrufe entgegennehmen oder wie erwähnt die Lautstärke regeln.

Wenn man diese Probleme dann irgendwann, nach einer gewissen Eingewöhnungsdauer verwunden hat, folgt der nächste Tiefschlag… Nach etwa 2 Stunden fangen die Ohrläppchen an zu schmerzen, da von ihnen praktisch das ganze Headset getragen wird und nicht wie in der Theorie vom kompletten Ohr.

In der Verarbeitung überzeugt das Produkt auf ganzer Linie, die Qualität des Kunsstoffs und des Textils am Nackenbügel, sowie an den Ohrmuscheln wirken sehr hochwertig.

Die Wiedergabequalität des Siberia Neckband glänzt durch die guten Bässe. Nach ein paar Einstellungen am Equalizer sind auch klare Höhen drin, welche den Sound noch einmal perfektionieren, doch der Durchschnitts-User benutzt es so wie es kommt und das ist auch gar nicht mal schlecht. Mich hat der Sound des Siberia Neckband jedenfalls überzeugt, hier gibt es wenig zu bemängeln…

Im Gegensatz dazu steht es mit dem Mikrofon, welches durch ein nerviges Hintergrundrauschen auffällt, was anscheinend auch der vergoldete 3,5mm-Klinkenstecker nicht verhindern kann. Hierzu hört ihr euch am besten selbst einmal die Audio-Probe unter diesem Artikel an. Übrigens ist das Mikrofon vollständig einfahrbar, sodass es in der Öffentlichkeit nicht sichtbar ist.

Im Grunde genommen befürworte ich den Weg, den Steelseries mit dem Siberia Neckband beschreitet, die Haltevorrichtung ist innovativ und hat Potenzial, wenn man sie weiter optimiert. Dennoch bekommt das Headset von meine keine Kaufempfehlung. Es eignet sich weder zum Dauereinsatz, noch zum professionellen Einsatz. Nutzt man es allerdings gar nicht stationär zu Hause, sondern unterwegs als Kopfhörer und nicht länger als 2-3 Stunden, so ist es durchaus eine Überlegung wert, denn es bietet einen satten Sound, sieht gut aus und ist zudem nicht allzu auffällig. Wer nicht ohne Cap oder ausgefallener Frisur aus dem Haus geht, der könnte Gefallen an der Siberia Neckband finden, da sie ja eine andere Trageposition ermöglicht.

Die von Steelseries gewählte UVP von 79,99€ halte ich persönlich für unangemessen, etwa 30€ weniger halte ich für fair und das ist auch genau der Preis, für den ihr es bspw. auf Amazon über folgenden Link erhaltet:

 

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SIBERIA NECKBAND IN ZAHLEN

Kopfhörer
 Frequenzumfang: 18 – 28.000 Hz
 Impedanz: 40 Ohm
 Maximaler Schalldruckpegel @ 1kHz, 1 Vrms: 104 dB
 Kabellänge: 1m
 Anschlüsse: 3,5 mm TRRS Stecker für iDevices.
Mikrofon
 Frequenzumfang: 80 – 15.000 Hz
 Richtcharakteristik: Uni-direktional
 Sensitivität: -38 dB
 Impedanz: 2K Ohm

Autor :

PC-Gaming und Gaming-Peripherie, das sind die Hauptgebiete von Laurin

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