Wann kommt endlich ein Auto mit Android-OS?

Am 24. September 2012

Autohersteller kooperieren ja schon seit geraumer Zeit mit Google und Apple um z.B: bessere Kartendienste in ihre Bordcomputer zu installieren. Auch Spracherkennung ist in vielen Autos schon keine Seltenheit mehr. Als ich vor ein paar Wochen den Werbespot zum Skoda Citigo (Ja, der mit Anastacia) sah und die Benutzeroberfläche im App-Stil sah, fiel der Groschen.

Warum gibt es noch kein Auto mit optionalen Android-OS? 

Damit wäre mir das Bordsystem des Autos sofort vertraut und würde sich mit meinem Account syncronisieren. Emails könnte mir das Auto während der Fahrt vorlesen und die Navigation erfolgt über Maps und Streetview. Die Motorsteuerung könnte ich zusammen mit meinen Fahrleistungen in Google Motors verwalten und auswerten. Die Idee ist natürlich nicht ganz neu. Es gibt bereits ein paar nachrüstbare Autoradios mit Android. Mir geht es aber darum, dass es von einem großen Hersteller angeboten wird und dadurch eine besser Anbindung an die Autoelektronik gewährleistet wird. Außerdem hätte dies zur Folge, dass Softwarehersteller gezielt Apps für Autos entwickeln würden und erst damit macht es wirklich Sinn Android im Auto zu haben.

Für die Autofirmen, Zulieferer und andere Firmen rund um das Fahrzeug würden sich außerdem ganz neue Möglichkeiten auftun, da diese ihre Dienste über Apps anzubieten.

Hier meine Ideen für Car-Apps:

Knight-Rider-Mods
Optional sollte mein Auto mich mit “Michael” ansprechen und drei rote Equalizer-Balken auf dem Screen sowie die aktuelle Geschwindigkeit anzeigen. Wenn die Geschwindigkeitsbegrenzung überschritten wird sollte KIT mich mit “Michael, das halte ich für keine so gute Idee. Meine Sensoren melden eine Einschränkung in der legal zulässigen Höchstgeschwindigkeit.” warnen.

Smartphone-Steuerung
BMW macht es bereits mit der BMW-App für das iPhone vor: Das Auto kann über das Smartphone angesteuert werden. Bei BMW ist das auf Funktionen wie Auf- und Zusperren, Licht anschalten, Hupen etc. beschränkt. Das ist meiner Meinung nach zwar ein schritt in die richtige Richtung, ist aber noch ausbaufähig. Das Auto in Schrittgeschwindigkeit mit dem Smartphone zu “ziehen” und zu “schieben” um in eine enge Parklücke zu kommen ohne sich danach aus dem Auto schälen zu müssen ist nur eine von vielen Anwendungen. Um der Sicherheit gerecht zu werden sollte das Auto beim “ziehen” und “schieben” einfach den Warnblinker anschalten und das “Piep, Piep, Piep” wie ein Lastwagen ertönen lassen.

Virtueller KFZ-Versicherungsagent
Im Falle eines Unfalls wäre es wünschenswert, dass das Auto selbstständig Hilfe, einen Abschleppdienst und danach die KFZ-Versicherung verständigt. Meine KFZ-Versicherungen von Directline würde dann praktisch gleich einen Schadensbericht von der Software erhalten, den Wagen in eine von ihnen geprüfte Vertragswerkstatt abschleppen lassen und praktisch alles ohne meine Hilfe regeln. Als eingefleischter Gadget-Nutzer habe ich eine Papierkram-Allergie :-)

Verkehrsteilnehmer-Benachrichtigungssystem
Ein in der Heckscheibe eingelassenes OLED-Display, das mit einer App verknüpft ist, sollte den hinter mir fahrenden Verkehrsteilnehmer über meine Gemütslage aufklären. “Polizei. Bitte folgen.” einzutippen wäre zwar sehr verlockend aber wahrscheinlich auch ebenso illegal. Ein “Porschefahrer haben zu kleine Penisse große Egos.” Wäre auch OK.

Parkschein-Emulator
Ein in die Frontscheibe eingelassenes “Head-Up-Display”, das aus der Perspektive der Politesse immer einen gültigen Fahrschein mit E-Ink projiziert wäre wünschenswert, wird aber wohl leider Zukunftsmusik bleiben.

Nutzerdaten anderer Fahrzeuge
Dank eines Studienkollegen weiß ich, dass an einer ähnlichen Lösung bereits gebaut wird. Ich fände es jedenfalls sehr nützlich, wenn ein vorausfahrendes Fahrzeug mein Auto über eventuelle Gefahren wie Schlaglöcher, Eis oder Ölspuren warnt. Das müsste bei einem einheitlichen Softwarestandard (Android) ja nicht zu schwer sein.

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