Toshiba arbeitet an einem Kamerasensor mit dem man nachträglich fokussieren kann

Am 29. Dezember 2012 von
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Nachträgliches fokussieren, dass scheint ja so einige Fotografen zu interessieren wie es scheint. Erstmals aufmerksam bin ich darauf geworden als die Lytro Lichtfeldkamera vorgestellt wurde. Dank eines interessanten Projektes kann man aber auch ohne die Lytro und mit seiner DSLR solche Bilder erstellen und mit seinen Freunden teilen. Nun nimmt sich der japanische Hersteller Toshiba dieser Technik an und arbeitet an einem speziellen Sensor der diesen Effekt ermöglichen soll – man soll nach der Aufnahme nachträglich den Fokus des Bildes ändern können.

Dadurch werden ja Bilder beinahe komplett verändert, da durch die Unschärfe der Rest des Bildes “verschwindet”. Dabei ist der Sensor nicht einmal für die teuren Spiegelreflexkameras vorgesehen sondern für die Kameras von Smartphones, also Kameras die wirklich sehr oft verwendet werden, denn die meisten Schnappschüsse entstehen laut den großen Fotoseiten wie Flicker oder Picasa eben mit dem Smartphone. Realisiert wird das Ganze dann mittels 500.000 winziger Linsen die sich in einer 1cm dicken Einheit befindet, die vor dem Sensor angebracht ist. Es werden viele Bilder mit verschiedenen Linseneinstellungen gemacht, die dann mit der Software von Toshiba verarbeitet werden können und es dann ermöglichen ein Bild nachträglich zu fokussieren. Ausserdem kann die Kamera auch die Entfernung zu dem Objekt messen. Laut Toshiba kann der Effekt auch auf Videos angewandt werden.

Foto vom DOF-Projekt

Vor allem die Möglichkeit ein nachträgliches fokussieren auch bei Videos zu ermöglichen hat mein Interesse geweckt. Das klingt beinahe schon zu schön um wahr zu sein. Allein schon bei Bildern finde ich diesen Effekt sehr interessant, denn wie bereits erwähnt kann man so aus einem Motiv so einiges rausholen und es somit verändern. Videos bei denen man den Fokus nachträglich verändern könnte, würden einfach so viele neue Möglichkeiten ermöglichen, man könnte in seinem Videobearbeitungsprogramm beispielsweise einen FollowFocus realisieren, was derzeit eigentlich nur manuell direkt an der Kamera mittels einer Schärfeziehvorrichtung möglich ist.

Nur bleibt noch abzuwarten wie dieser Sensor von Toshiba arbeiten wird. Ich kann mir nicht vorstellen dass hier hohe Auflösungen realisiert werden können, wenn der Sensor eine Vielzahl an Bildern beinahe gleichzeitig aufnehmen muss. Zwar haben wir leistungsfähige Prozessoren und auch schnellen Speicher, aber bei einem 1080p Video mit 30 Bildern / Sekunde, das ich mit meinem Smartphone aufnehme könnte es schon fast wieder zuviel werden. Vielleicht wird Toshiba hier ja auch einen Hybridsensor entwickeln, einmal mit einer hohen Auflösung und einmal für das nachträgliche Fokussieren mit einer niedrigen Auflösung wie 3-Megapixel.

Foto der Lytro Kamera

Aber wenn Toshiba es schafft bei dieser Technologie hohe Auflösungen bei Bildern und Videos zu realisieren, dann ziehe ich meinen Hut! Ich bin schon sehr auf das erste Gerät mit diesem besonderen Sensor gespannt!

Übrigens würde so ein Kamerasensor endlich Schluss machen mit unscharfen Bildern wie dem Titelbild. Erkennt ihr überhaupt wo dieses Bild gemacht wurde?

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Autor :

Johannes Knapp ist deutscher Techblogger der ersten Stunde und Seitenbetreiber von NewGadgets.de. Bei Fragen, schickt mir einfach eine Email an info@newgadgets.de

3 Kommentare zu “Toshiba arbeitet an einem Kamerasensor mit dem man nachträglich fokussieren kann”

  1. Kevin B. sagte am 29.12.2012 um 17:17

    Ich würd mal sagen in Las Vegas ^^.

    Aber das nachfokusieren wär echt klasse.

  2. Thommy sagte am 29.12.2012 um 21:41

    Laaaaaas Vegas!!!!!!!!!! ;)

  3. Markus sagte am 30.12.2012 um 11:43

    Saugeiler Effekt!