Intel Skylake: Kein Non-K Overclocking mehr

Am 19. Februar 2016 von
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Mit den neusten Updates setzt Intel dem ungewollten Übertakten seiner Skylake Prozessoren ein Ende und verschafft seiner K-Serie wieder eine bessere Position im Markt.

Nachdem sich immer mehr Mainboard-Hersteller in letzter Zeit dazu entschlossen hatten, das Erhöhen des Prozessortaktes durch UEFI-Updates zuzulassen und teilweise auch damit warben, hat Intel nun seinerseits auf diese Entwicklung reagiert. Der US-amerikanische Chipherseller machte aus diesem Grund jüngst ein Microcode-Update verfügbar, „[was Code enthält], der unserem Standpunkt entspricht, kein Overclocking für Prozessoren zu empfehlen, die nicht dafür konzipiert wurden. […]“, wie ein Sprecher des Unternehmens gegenüber PC World verlauten ließ. Des Weiteren übernehme Intel keine Verantwortung für das Betreiben von Prozessoren jenseits der vorgesehenen Spezifikationen.

Auch wenn das Aufnehmen der Updates von Seiten der Hersteller, wie der Unternehmenssprecher in seiner Stellungnahme explizit betonte, freiwilliger Natur ist, kann man davon ausgehen, dass die meisten Hersteller sich dieser Maßnahme beugen werden. Den Anfang machte ASRock, die bereits jetzt BIOS-Updates veröffentlichten, die die unwillkommene „SKY OC function“ wieder entfernen. Wer bereits einen Intel Chip entsprechend betreibt, ist zwar nicht verpflichtet jene Updates auch zu installieren, allerdings werden mit ihnen oftmals auch andere Fehler und Probleme behoben. Mit einem Bestehenbleiben der Möglichkeit, den Prozessortakt bei jedem beliebigen Skylake Chip zu erhöhen, ist also zukünftig nicht zu rechnen, trotz der Möglichkeit für Hersteller und auch Endkunden, die betreffenden Updates zu ignorieren.

Intels deutlich teurere Prozessorserie mit dem Namenszusatz K verfügt im Gegensatz zu den anderen Prozessoren der i5 und i7 Linien zwar über einen freien Multiplikator, andere Unterschiede sind aber nicht vorhanden, weshalb sich viele Kunden beim Kauf für das deutlich günstigere Non-K-Overclocking entschieden. Dabei droht zwar ein Garantieverlust, allerdings schließt Intel selbst bei den für das Übertakten geeigneten Intel Core i Prozessoren mit der Nachsilbe K lediglich den einmaligen Ersatz in Form einer Zusatzgarantie mit ein.

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