Richard Branson stellt neues kommerzielles Raumschiff vor

Am 1. März 2016 von
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Mit der „VSS Unity“ stellt Richard Branson, Chef von Virgin Galactic, den Nachfolger des vor 16 Monaten tragisch verunglückten „Spaceship Two“ vor.

Nur 16 Monate nach dem der Pilot Michael Alsburry beim Absturz des Spaceship Two über der Mojave-Wüste ums Leben kam, bei dem auch der Co-Pilot schwer verletzt wurde, geht Virgin Galactic den nächsten Schritt in der kommerziellen Raumfahrt. Die VSS Unity, die erstmals komplett von der Tochterfirma ‚The Spaceship Company‘ gefertigt worden ist, wurde jüngst von Branson´s Enkeltochter mit einer Flasche Milch statt wie üblich mit Champagner getauft. Der Vorschlag für den Namen stammt übrigens vom Starphysiker Stephen Hawking, dem schon ein Freiflug versprochen wurde. Zahlende Kunden müssen wohl mit 250.000$, was knapp 200.000€ entspricht, in die Tasche greifen, um die kurze Schwerelosigkeit erleben zu dürfen. Trotz des hohen Preises haben wohl schon mehrere hundert Personen eine Anzahlung geleistet, um auf die Warteliste gesetzt zu werden. Zu ihnen gehören unter anderen Popstar Justin Bieber und Schauspieler Leonardo DiCaprio.

Unsere Prominenz und andere angehende Weltall-Touristen müssen sich aber wohl trotz des fertig gestellten Raumschiffs, dessen Aussehen dem eines Privatjets ähnelt, noch einige Zeit gedulden. Die offiziellen Tests werden jetzt erst richtig beginnen. Die VSS Unity erreichte bisher eine maximale Höhe von 22 Kilometern, angepeilt sind 110. Vom ‚White Knight Two‘, einem Carrier, wird das Schiff erst einmal auf 14 Kilometer Höhe getragen, die restlichen 96 Kilometer werden dann aus eigener Kraft bewältigt. Für den reibungslosen Ablauf sind zwei Piloten verantwortlich, die die bis zu sechs Personen, welche im Schiff Platz finden, sicher von der Erde ins All und wieder zurück bringen.

Im Gegensatz zum Vorgänger wurde bei der VSS Unity enorm auf die Sicherheit geachtet, andere Änderungen gibt es wenige. So kann der Federflug beim neuen Modell durch einen mechanischen Pin während einer unsicheren Fluglage unterbunden werden. Genau dieser Federmodus war beim Vorgänger wegen unsachgemäßer Aktivierung für den Absturz verantwortlich.

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