Apple zahlt 53 Millionen Dollar wegen zu sensibler Wasserindikatoren im iPhone

Am 8. Juni 2013 von
singleimage

Apple verbaut Feuchtigkeitssensoren im iPhone, die sich verfärben, wenn das Telefon nass wurde. Wird also ein beschädigtes iPhone während der Garantiezeit eingeschickt, wissen die Apple-Techniker, ob das Gerät einen Wasserschaden hat. Die Garantieleistung ist damit hinfällig.

Dies gilt auch für Reparaturen, die mit einem Wasserschaden erst gar nichts zu tun haben. Auch bei beschädigten Displays ist dann eine Reparatur kostenpflichtig. Viele verärgerte Kunden wählen dann lieber einen anderen Dienstleister wie z.B: den iPhone Glas Reparatur Service von iHelpStore.de

In den USA wurde Apple nun auf 53 Millionen Dollar Ersatzleistungen verklagt, da die Sensoren zu sensibel eingestellt sein sollen. Bereits Umgebungsfeuchtigkeit oder Hitze führte zu Verfärbungen bei den Feuchtigkeitsindikatoren und machten so den Garantieanspruch nichtig. Der Hersteller der Indikatoren, 3M, hatte bereits vor geraumer Zeit auf die Problematik hingewiesen, dass Hitze die Indikatoren verfärben kann.

Zahlung soll an die 153.000 Sammelkläger ausgeschüttet werden
Nach Angaben des Wall Street Journals ist der Vergleich über die Zahlung noch nicht vom zuständigen Richter abgesegnet worden, soll aber in den nächsten Wochen durchgewunken werden. Die Auszahlungssumme wird dann jedenfalls in einen Fonds fliessen, der an die 153.000 Sammelkläger, deren Reparatur zu unrecht nicht bezahlt wurde, ausgeschüttet wird.

„Wasserschaden“ als gängige Praxis bei den Herstellern
Das Verweigern des Garantieanspruchs wegen minimalen Wasserschäden scheint unterdessen bei vielen Herstellern verbreitet zu sein. Verbraucherschützer des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) haben über 170 Beschwerden solcher Art zu verschiedenen Herstellern vorliegen. Dort sei in vielen Fällen von Feuchtigkeit keine Spur gewesen oder der Schaden überhaupt nicht im Zusammenhang mit Wasser gestanden. Gegen einen solchen Garantiefall vorzugehen ist aber laut VKI nur mit einer Rechtsschutzversicherung, die bereit ist den Fall zu übernehmen, sinnvoll.

Optional kann man auch einfach zu einem Outdoor-Handy greifen, das Wasser und Stürze einfach wegsteckt.

Autor :

2 Responses to “Apple zahlt 53 Millionen Dollar wegen zu sensibler Wasserindikatoren im iPhone”

  1. laPalla sagte am 11.06.2013 um 17:35

    Das war ja so klar… Da müssen nur 3 Tropfen draufkommen und das iphone ist kaputt. Soll appel recht geschehen! =)

    • Frabaxeo sagte am 12.06.2013 um 00:55

      Apple bezahlt lächerliche 53 Millionen, aber die Konsumer müssen doch hier büßen. Diese Flüssigkeitssensoren wurden absichtlich so sensibel produziert, damit Apple weniger Reparaturen bezahlen muss. Benachteiligt sind alle Konsumer, die entweder die Mühen und Kosten einer Klage gegen Apple auf sich genommen haben, oder die tausend anderen, die diesen Umstand einfach akzeptiert haben und doppelt bezahlen mussten.

Schreibe einen Kommentar