Das LAN-Party-Survival Kit

Am 22. September 2013 von
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Leider wird mit zunehmenden Lebensalter die Zeit für LAN-Parties meistens deutlich weniger. Wer wenig Zeit hat, kann es sich eben immer seltener leisten, 8-12 Stunden in gefühlten 20 Minuten zu durchleben. Schade eigentlich, wenn man bedenkt, wie viel Spaß man früher zusammen hatte, wenn wieder Unreal Tournament, Counter Strike oder Diablo ausgepackt wurde. Da wurden aus Stunden Minuten und die Nacht zum Tag.
Wir hatten vor kurzem beschlossen wieder einmal die Rechner auszupacken und uns in Counter Strike Source zu messen, da wir in einer Unterhaltung irgendwie darauf gekommen waren und sehr gewagte Behauptungen bezüglich der individuellen Fähigkeiten aufgestellt wurde. Im Laufe des Gesprächs stellten wir fest, dass es an der Zeit wäre Taten statt Worte sprechen zu lassen und den Disput am darauffolgenden Freitag „am Bildschirm zu lösen“. Leider lief die Session nicht so glatt wie geplant. Wir mussten feststellen, dass unsere Ausrüstung, noch mehr als unsere Skills, eingerostet war. Verschiedene Betriebssysteme, Notebooks ohne LAN-Anschluss und verschiedene Softwarevarianten machten aus einem Abend, der eigentlich als eine Ode an das digitale Aufmischen seines Gegenspielers gedacht war, schnell zu einem langwierigen, aufreibenden Installationsmarathon.

Während diesen Abends kam uns die Idee, das wir uns alle ein identisches LAN-Kit besorgen sollten und das wie einen Notfallkoffer in den Keller zu stellen.

Folgende Zusammenstellung haben wir mit Hilfe von viel Bier, Frustration und Besserwisserei ersonnen:

1. Ein leistungsfähiges Gamer-Notebook
Tower-PC’s sind zwar ideal wenn es um Leistung und Hitzeverteilung geht, sind aber verdammt unpraktisch, wenn es um die An- und Abreise geht. Entweder einen guten Gebrauchten oder gleich eine Neuerscheinung wie der MSI GS70, den wir vor kurzem vorgestellt haben. Wer spieletechnisch in seiner Jugend hängengeblieben ist, wird mit diesen Notebooks keine Leisungsengpässe bemerken – Counter Strike schütteln die meisten Gaming-Rechner seit 2009 ohne Probleme aus dem Ärmel.

2. Eine vernünftige Maus und ein gutes Mousepad
Wer Shooter spielt, weiss genau, dass es nicht nur auf eine gute Maus ankommt. Ein vernünftiges, großes, rutschfestes Mousepad ist die halbe Miete. Merke: Man ist immer nur so gut wie sein Human Interface Device ;). Bei den Mäusen konnten wir uns nicht wirklich einigen, da es in diesem Bereich viele verschiedene Vorlieben gibt. Logitech wurde mit seiner Gamer-Serie aber öfter genannt und sollte auf jeden Fall für die meisten funktionieren.

3. Ein gutes Headset
Sound aus Laptop-Boxen kann einem auf einer LAN-Party schnell mal das Ziel von nicht-digitalen Aggressionen werden lassen. Ein Headset mit Mikrofon sollte schon drin sein. Hier haben wir vor einiger Zeit das Plantronic GameCom 777 vorgestellt.

4. Steam
Einen Steam-Account sollte man sich gönnen, wenn man gerne Spiele auf Basis der HL-Engine spielt. Das Angebot ist mittlerweile aber auch bei anderen Games echt amtlich. Damit hat man dann auch das ganze Thema „Kompatibilität“ los.

5. Snacks und Sixpacks
Das Hirn braucht Nahrung um so lange durchzuhalten. Wenn man den Fehler macht und noch „schnell eine Runde zockt“, bevor man den Pizza-Mann ruft, wird man oft feststellen, dass es mittlerweile halb vier in der Nacht ist und der Pizza-Mann schon seit Stunden schläft.

6. Glücksbringer und Nerd-Toys
Nichts ist effektiver als den digitalen Gegenspieler im realen Leben zu „bekämpfen“. USB-gesteuerte Raketenwerfer, die Air-Gun und alles wo NERF drauf steht, sind ideal um den Kampf in eine „neue Dimension“ zu verlagern.  Bedruckte Mousepads mit dem alten Clanlogo, dem Bauplan der Lieblingswaffe oder gar Insider-Jokes in Leetspeech kommen immer gut an. Mousepads kann man sich bei vielen Foto-Services bedrucken lassen.

 

Dabei muss man sich zwar auf leichte Abstriche bei der Performance des Pads einstellen, kann aber auch ein Straf-Pad für die Versager, die keins dabei haben, fabrizieren.

 

 

 

7. Kaffee oder RedBull
Wo man früher noch vom bloßen Adrenalin wach genug gehalten wurde, um bis ins Morgengrauen durchzuspielen, braucht man Mitte bis Ende 20 schon etwas Unterstützung seitens Taurin, Coffein und was-auch-immer-mich-wach-macht-rin um wachzubleiben. Aber Vorsicht: Der Spiegel berichtete vor ein paar Wochen, dass einige der Drinks in hohen Dosen zu Herzstillstand und ähnlichen unerwünschten Nebenwirkungen führen können. Also bei der dritten Dose Monster Energy lieber mal einen Kamillentee dazwischen kippen. Im echten Leben ist das mit dem Respawnen nämlich nicht so leicht.

Haben wir was vergessen?

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