Testbericht: Canon PowerShot G1 X Mark II

Am 19. Juli 2014 von
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Mit der Canon PowerShot G1 X Mark II bekommt die PowerShot G1X ihren Nachfolger. DSLR-ähnliche Leistung im kompakten Gehäuse verspricht Canon und das schauen wir uns in diesem Testbericht mal an!

Lieferumfang

Die schwarze Box der PowerShot G1 X Mark II beinhaltet neben der Kamera ein Strap zum Umhängen der Kamera und natürlich auch das Ladegerät samt Akku. Ansonsten findet man nur noch die Handbücher darin. Ich hätte mir hier noch eine Tasche gewünscht.

Verarbeitung, Design, Erster Eindruck

Man nimmt die Kamera in die Hand und wundert sich zunächst wie schwer sie eigentlich ist, mit 558 Gramm (mit Akku und Speicherkarte) ist sie ist also definitiv kein Leichtgewicht. Aufgrund der hochwertigen Verarbeitung wirkt die Kamera dadurch aber sehr edel und wertig.

Wer einen Sucher vermisst, der muss hier in der Zubehörliste suchen, denn Canon bietet für die PowerShot G1X einen optional erhältlichen elektronischen Sucher an, der auf dem Blitzschuh Platz findet. Hier muss man sich dann eben entscheiden ob man einen Aufsetz-Blitz oder den Sucher nutzen möchte. Für Alltagssituationen reicht auf jeden Fall der integrierte Blitz. Dieser befindet sich links neben dem Blitzschuh. Durch betätigen des Blitzschalters auf der linken Seite, schnellt der kleine Blitz heraus. Er macht einen beinahe zerbrechlichen Eindruck, ist aber trotzdem so konzipiert, dass man sich keine Sorgen machen muss dass er abbricht.

Canon PowerShot G1 X Mark II - 1

Vom Design her wirkt die Kamera für mich beinahe ein bisschen Retro, wobei es einfach ein zeitloses Design ist dass hier zum Einsatz kommt. Da hier kein moderner Schnickschnack wie glänzende Oberflächen etc. verbaut wurden, sieht sie einfach nur sehr hochwertig aus. Design und Verarbeitung lassen keinen Zweifel daran dass es sich hierbei um eine teure Kamera für den ambitionierten Fotografen handelt.

Funktionsumfang

Die Kamera bietet euch die Möglichkeiten Bilder mit bis zu 12,8-Megapixel aufzunehmen und dank dem 5x Zoom kommt man auch näher an die Motive heran. Für den nötigen Weitwinkel sorgt das lichtstarke 24mm f/2.0 Objektiv. Und falls die Lichtverhältnisse so richtig schlecht werden, kann man mit dem ISO-Wert hoch bis zu ISO 12.800 gehen. Am Objektiv befinden sich zwei Objektiv-Steuerringe, die konfigurierbar sind, damit man mit nur wenigen Handgriffen schnell Einstellungen vornehmen kann. Der breite Ring verfügt über eine Einrastung, der schmale Ring lässt sich stufenlos drehen. Der 5x Zoom ist schnell und fährt auch nicht zu weit aus. Durch den rechts herausstehenden Grip lässt sich die Kamera auch noch gut einhändig bedienen. Auf der Rückseite befindet sich ein 3-Zoll Klappdisplay im 3:2 Format und mit einer Auflösung von 1.040.000 Pixel. Es verfügt ausserdem noch über ein kapazitives Touchpanel. So können Einstellungen auch leicht und schnell direkt auf dem Display vorgenommen werden. Das Display lässt sich um 45 Grad nach unten klappen, um ein fotografieren über dem Kopf zu erleichtern. Für Selfies kann man das Display auch um 180 Grad nach oben klappen. Die Bedientasten befinden sich rechts neben dem Display, dort befindet sich auch eine Ablagefläche für den Daumen. Dank eines Drehrads kann man auch hier schnell durch Einstellungen und im Vorschaumodus durch Bilder scrollen. Auf der Oberseite der Kamera befindet sich das Auswahlrad für die verschiedenen Aufnahmemodi, ausserdem noch der Ein-/Ausschalter, der Zoomschalter und der Auslöseknopf.

Dank NFC kann man die Kamera beispielsweise schnell mit NFC- und WLAN-fähigen Druckern verbinden und spart sich so Zeit. Mit dem WLAN-Schalter kann man einen Hotspot für sein Smartphone öffnen und die Kamera anschließend mit einer App steuern. Wie das genau funktioniert zeige ich euch in meinem Video etwas weiter unten.

Videos werden maximal in einer Auflösung von Full HD (1080p, 1.920 x 1.080 Pixel) und 30 Bildern die Sekunde aufgenommen. Wer Platz auf der Speicherkarte sparen muss, der kann auch in 720p (1.280 x 720 Pixel) oder VGA (640 x 480) aufnehmen, beides jeweils auch mit 30 Bildern die Sekunde. Da ich unterwegs auch viel filme, hätte ich mir wenigstens die Möglichkeit gewünscht mit 60 Bildern die Sekunde aufnehmen zu können für Zeitlupeaufnahmen. Dies ist hier leider nicht möglich. Videos startet man mit der eigens dafür vorhandenen Record-Taste auf der rechten oberen Seite neben dem Bildschirm. Der optische Bildstabilisator leistet gute Arbeit, während der Aufnahme gleicht er unruhige Hände sehr gut aus. Der Zoom arbeitet sehr leise, da während einer Videoaufnahme nicht schnell gezoomt werden kann. Dies ist zwar nervig wenn man wirklich schnell auf ein Objekt hineinzoomen möchte, macht sich aber durch einen sehr gleichmäßigen und vor allem nicht hörbaren Zoom weitgehend positiv bemerkbar.

Beim 1.910 mAh Akku war ich Anfangs skeptisch, denn er ist nicht gerade groß. Dennoch konnte mich die Akkulaufzeit in den zwei Wochen Dauertest absolut überzeugen. Ich nahm sie mit auf einen dreitägigen Trip nach London. Dort wurden zahlreiche Bilder und Videos gemacht und kein einziges Mal musste der Akku aufgeladen werden.

Canon PowerShot G1 X Mark II - 8

Bildqualität

Der 1,5-Zoll CMOS-Sensor in Kombination mit dem DIGIC 6 Bildprozessor liefert ordentliche Ergebnisse. In Sachen Lichtstärke kann die Kombination mit dem Objektiv mit einer Blende von f/2.0 auch bei schlechten Lichtverhältnissen noch akzeptable und rauscharme Ergebnisse auf die SD-Karte zaubern. Die Bilder können entweder in den Formaten 16:9, 3:2, 4:3, 1:1 oder 4:5 aufgenommen werden. Es gibt neben dem Automatikmodus auch noch viele weitere Modi, beispielsweise voreingestellte Szenen für Sternen- oder Unterwasserfotografie, für letztere gibt es auch ein optional erhältliches Unterwassergehäuse. Zeitautomatik, Blendenautomatik und Manueller Modus für den fortgeschrittenen Fotografen sind natürlich auch mit an Bord, sowie zwei Custom-Programme in denen man selbst voreingestellte Funktionen abspeichern kann. Der Kreativmodus richtet sich eher an Einsteiger, denn hier werden mehrere Bilder gemacht und dem Fotografen werden danach verschiedene Bilder mit Filtern etc. zur Wahl angeboten. Wer im Urlaub einfach nur schnell Bilder machen möchte und sich nicht mit den zahlreichen Funktionen herumschlagen möchte, der wählt einfach den Automatikmodus der meistens die richtige Entscheidung für einen trifft und für ansehnliche Ergebnisse sorgt.

Und da Bilder mehr sagen als tausend Worte, folgen nun auch einige Bilder die mit der PowerShot G1X Mark II entstanden sind. Diese wurden meist mit dem Automatikmodus aufgenommen.

Canon PowerShot G1X Mark II - 9

Canon PowerShot G1X Mark II - 8

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Canon PowerShot G1X Mark II - 4

Canon PowerShot G1X Mark II - 3

Canon PowerShot G1X Mark II - 2

Canon PowerShot G1X Mark II - 1

Die Bildgröße liegt bei ca. 3-4 Megabyte pro Bild. Ihr könnt euch die Bilder gerne herunterladen und in der Originalgröße betrachten. Sie wurden nicht bearbeitet, sondern direkt von der Kamera hochgeladen.

Video-Testbericht

Natürlich gibt es auch zur Canon PowerShot G1 X Mark II ein Video welches die Kamera von allen Seiten zeigt und die Funktionen erklärt. Ich zeige euch dort wie man das Smartphone als Fernauslöser und Sucher nutzen kann und es gibt auch einige Videosamples direkt von der Kamera.

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Fazit

Die Canon PowerShot G1 X Mark II ist ein gelungener Nachfolger der PowerShot G1X und vereint kompaktes Design mit einem lichtstarken Sensor und einigen weiteren Vorzügen wie WLAN, Klappdisplay und einer hochwertigen Verarbeitung. Einzig der Preis könnte hier jetzt abschrecken. Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 849€, derzeit ist die PowerShot G1X Mark II aber bereits ab ca. 779€ erhältlich (Stand Juli 2014, Amazon). Für das Geld bekommt man auch eine DSLR mit Objektiv, hier muss man aber beachten, dass eine DSLR auch um einiges mehr wiegt und deutlich größer ist. Wer also eine lichtstarke Kamera mit den Vorzügen und der Qualität einer DSLR, aber immer noch kompakte Kamera sucht, der sollte sich auf jeden Fall mal die PowerShot G1X Mark II anschauen.

Autor :

Johannes Knapp ist deutscher Techblogger der ersten Stunde und Seitenbetreiber von NewGadgets.de. Bei Fragen, schickt mir einfach eine Email an info@newgadgets.de

2 Responses to “Testbericht: Canon PowerShot G1 X Mark II”

  1. Benny sagte am 20.07.2014 um 02:15

    Mein Vater hat die und ich leih sie mir immer 🙂 Finde sie aber ganz schön schwer für die Größe, ansonsten super.

  2. […] Testbericht: Canon PowerShot G1 X Mark II […]

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