Test: TAG Heuer Connected Modular 41 Smartwatch

Am 29. Januar 2018 von
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Im Rahmen der Geneva Days 2018 stellte TAG Heuer seine nun bereits dritte Smartwatch-Generation vor. Im Gegensatz zu den beiden ersten Modellen ist die neue Connected Modular 41 aber etwas geschrumpft und soll so vor allem endlich auch die Damenwelt erobern, denn die beiden Vorgänger waren doch eher etwas für größere Handgelenke. In diesem Testbericht werden wir die neue Connected Modular 41 auspacken, ich stelle sie euch im Detail vor, wir gehen durch die einzelnen Funktionen und vergleichen sie natürlich auch mit dem großen Bruder, der Connected Modular 45.

Unser ausführlicher Testbericht zur TAG Heuer Connected Modular 41

Kommen wir auch direkt zum wichtigsten Punkt und zwar der Größe. Wie der Name schon sagt hat die neue Smartwatch des schweizer Herstellers TAG Heuer nun eine Diagonale von 41mm. An der Dicke hat sich nichts verändert, sie beträgt weiterhin 14mm. Die Höhe von Bandanstoß bis Bandanstoß beträgt bei der Modular 41 54mm und bei der Modular 45 58mm, also auch ein Unterschied von 4mm. Insgesamt hört sich 4mm natürlich nicht wirklich viel an, bei einer Armbanduhr macht das aber schon einiges aus und auf den Bildern kann man ja auch schon erkennen dass die neue Connected Modular 41 deutlich kleiner aussieht.

Damit reagiert TAG Heuer auf die Stimmen der Kunden denen die Connected Modular 45 mit ihren 45mm einfach zu groß war. Ich muss zugeben dass man für die Connected Modular 45 schon das passende Handgelenk haben sollte, denn nicht jeder kommt mit solch einer großen Uhr klar. Als Beispiel nehme ich hier gerne meine Frau die eher kleinere Uhren bevorzugt, ihr passt die Connected Modular 45 nicht weil sie zu groß ist. Aber nicht nur die Damenwelt möchte kleinere Uhren, es gibt auch genug männliche Nutzer die eine kleinere Uhr bevorzugen.

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In einem Interview mit Jean-Claude Biver, dem CEO von TAG Heuer im Juni letzten Jahres hatte ich das Thema bereits angesprochen und er erwähnte auch schon eine kleinere Smartwatch. Es ist schön zu sehen dass man hier auf die Kundenwünsche eingeht und nun neben dem großen Modell mit 45mm auch die kleinere Variante mit 41mm vorgestellt hat.

Interview mit Jean-Claude Biver

Technische Daten

Gehen wir nun auch ein wenig auf die technischen Daten ein, angetrieben wird sie von einem Intel Cloverdale Peak Prozessor. Für das System gibt es 1 GB Arbeitsspeicher und der Nutzer bekommt 8 GB internen Speicher. Die Verbindung mit dem Smartphone erfolgt mittels Bluetooth BLE 4.1 und die Smartwatch kann sich auch mittels 2.4GHz WLAN 802.11 b/g/n direkt mit dem Internet verbinden. Der Akku hat eine Kapazität von 345mAh und hält laut Herstellerangabe bei normalem Gebrauch bis zu 25 Stunden. Die Ladezeit für einen leeren Akku beträgt insgesamt 1 Stunde und 50 Minuten.

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Im Onlineshop kann man die Uhr wie auch schon bei der Connected Modular 45 ganz nach seinen Wünschen konfigurieren und so die Farbe und das Material der Lünette und der Armbänder auswählen um seine individuelle Smartwatch zu erhalten. Durch die modulare Bauweise kann man auch zuhause in kürzester Zeit die Bandanstöße vom Uhrengehäuse abziehen und so auch schnell das Band wechseln. Als Betriebssystem kommt auch hier das aktuelle Android Wear 2.0 zum Einsatz. Die Smartwatch Android ab Version 4.3 und iOS ab Version 9 kompatibel. Das 1,2 Zoll AMOLED Display bietet eine Auflösung von 390 x 390 Pixel, dadurch eine Pixeldichte von 326ppi, die Helligkeit beträgt 350 nits

Funktionen

Durch einen Wisch nach links kann man die Ziffernblätter wechseln. Hier gibt es eigentlich für jeden Geschmack das richtige Zifferblatt, vom minimalistischen 3-Zeiger-Design über Chronometer und GMT bis hin zum skeletierten Heuer 01 Zifferblatt, das übrigens mein Favorit ist. Es gibt aber auch noch das TAG Heuer Studio. Hier könnt ihr bis ins kleinste Detail euer eigenes Zifferblatt gestalten und eure Uhr euren persönlichen Vorlieben anpassen. Übrigens meiner Meinung nach ein großer Vorteil der Smartwatches und auch ein Grund wieso ich Smartwatches gerne trage.

Im ruhenden Zustand schaltet die Uhr sich übrigens in einen Stromsparmodus der weniger Details auf dem Zifferblatt anzeigt, so wird hier z.B. der Sekundenzeiger ausgeblendet, die Uhrzeit bleibt aber immer abzulesen. Wenn ihr die Uhr dann wieder zu euch dreht endet der Stromsparmodus.

Durch einen Druck auf die Krone gelangt ihr ins Menü mit euren Apps. Hier sieht man auch wie flüssig das System reagiert. Hier kann man sich Erinnerungen einstellen, die Fitnessapp starten die einen dann durch das Training begleitet und z.B. die Trainingszeit oder die Schritte aufzeichnet oder auch den Übersetzer nutzen der mir auf Reisen schon einige Male geholfen hat. Im Google Play Store stehen dann auch noch zahlreiche weitere Apps zur Verfügung die ihr euch auf die Smartwatch installieren könnt, dank der 8GB internen Speicher könnt ihr hier so einiges installieren bevor der Speicher knapp wird.

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Ein weiterer Vorteil einer Smartwatch sind natürlich auch die Benachrichtigungen. Ihr müsst nun nicht jedes Mal auf euer Smartphone schauen wenn eine neue Benachrichtigung eingeht, ein kurzer Blick auf die Uhr genügt und schon wisst ihr bescheid. So bekomme ich mit wenn ich eine neue Instagram-Nachricht erhalte oder meine Haustür sich öffnet, das ist schon ganz schön praktisch. Auch Anrufe werden angezeigt und man kann sie entgegennehmen oder auflegen. Wie ihr sehen könnt kann man hier auch trotz eines kleineren Displays wunderbar mit der Uhr arbeiten.

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Die Akkulaufzeit einer Smartwatch zu bestimmen ist schon etwas tricky, jeder nutzt eine Smartwatch anders. TAG Heuer gibt bis zu 25 Stunden bei normaler Nutzung an. Durchschnittlich bleibt zu sagen dass man seine Uhr sowieso jeden Tag aufladen sollte, am besten einfach über Nacht damit man am nächsten Morgen direkt wieder durchstarten kann. Wenn ich die Smartwatch im Flugmodus mit niedrigster Helligkeit einfach nur als digitale Armbanduhr nutze, dann komme ich auch auf zwei Tage, nur mal so als Anhaltspunkt.

Fazit

Mit der Connected Modular 41 hat TAG Heuer nun bereits seine dritte Smartwatch vorgestellt und bedient nun erstmals auch die Kundschaft die eher kleinere Uhren bevorzugen. Meiner Meinung nach hat man hier den perfekten Spagat zwischen Funktionen und Größe geschafft, denn die Uhr ist nun optisch kleiner und spricht damit auch mehr das weibliche Publikum an, ist aber immer noch wunderbar zu bedienen und abzulesen. Von uns bekommt die TAG Heuer Connected Modular 41 eine klare Kaufempfehlung, da sie auch weiterhin zu den optisch schönsten und hochwertigsten Smartwatches zählt. Die Smartwatch ist kleiner geworden und so auch der Preis. Ab 1.100 Euro geht es los. Natürlich sind 1.150€ alles andere als günstig, allerdings handelt es sich hierbei auch um einen Luxusartikel der natürlich auch eine andere Kundschaft anspricht als beispielsweise Samsung oder Huawei mit ihren Smarwatches.

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Wenn ihr Fragen zu der Uhr habt, dann stellt sie einfach unten in den Kommentaren und ich werde sie so schnell wie möglich beantworten! Entweder hier oder direkt unter das Youtube-Video.

Autor :

Johannes Knapp ist deutscher Techblogger der ersten Stunde und Seitenbetreiber von NewGadgets.de. Bei Fragen, schickt mir einfach eine Email an info@newgadgets.de

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