Netgear AirCard 790 Testbericht

Am 19. Februar 2016 von
singleimage

Ohne Internet geht gar nichts mehr, in diesem Punkt sind wir uns doch sicherlich einig. Wenn man oft unterwegs ist und dann noch Notebook, Tablet und Smartphone mit im Gepäck hat, und nur eine Datenkarte, dann wird es schwierig. Abhilfe schafft da ein mobiler Hotspot, wie der Netgear AirCard 790.

Lieferumfang

Mit dem mobilen Hotspot erhaltet ihr noch ein Netzteil mit einem EU-Stecker, aber auch noch einem Stecker für UK. Das schöne dabei ist natürlich dass der UK-Stecker auch in Singapur und Hongkong eingesetzt wird. Es wäre aber noch toll gewesen den US-Stecker mit beizulegen, denn dann hätte man auch gleich noch für Taiwan, China, die Philippinen und viele andere asiatische Länder die Möglichkeit gehabt seinen Hotspot aufzuladen. Es wird noch ein Verbindungskabel für das Jump-Boost-Feature mitgeliefert, hier könnt ihr den Hotspot dann als Powerbank für unterwegs nutzen um euer Smartphone aufzuladen. Der mitgelieferte Akku bietet eine Kapazität von 2.930 mAh und soll für 11 Stunden durchhalten.

Netgear AirCard 790 - 4

Design und Verarbeitung

Vom Design her hat man den AirCard 790 Mobile Hotspot dezent schwarz gehalten. Mittig ist das Touchscreen angebracht, hier befinden sich ausserdem noch zwei Touch-Buttons für Home und Zurück. Die Oberflächen sind leicht gummiert und fühlen sich gut an. Auf der Unterseite ist der USB-Port angebracht, zum Aufladen und für das USB-Tethering. Auf der Oberseite ist dann noch der Einschaltknopf.

Inbetriebnahme

Auf der Rückseite befindet sich der SIM-Kartenslot. Hier findet eine microSIM-Karte Platz. Nachdem ihr diese eingesetzt habt, wird einfach der Akku darüber platziert und schon kann man den Hotspot einschalten. Nach einem kurzen Bootvorgang müsst ihr beim ersten Start die Menüprache auswählen. Danach folgt die PIN-Abfrage falls einer auf der SIM-Karte eingestellt wurde. Beim ersten Start und beim SIM-Kartenwechsel wird nach dem APN gefragt, hier wählt ihr dann einfach aus der Liste euren jeweiligen Provider aus, ganz einfach. Danach befindet ihr euch bereits im Hauptmenü mit allen wichtigen Informationen. Oben links seht ihr die Datenverbindung mit der Signalstärke, rechts oben den Akkustand. Der WLAN-Name und das WLAN-Passwort sind immer abgebildet, so habt ihr diese wichtigen Informationen immer im Blick wenn ihr ein neues WLAN-Gerät verbinden wollt. Auch die verbrauchten Gigabyte werden angezeigt.

Netgear AirCard 790 - 6

Funktionsumfang

Zu Beginn vergibt der Mobile Hotspot ein zufälliges Passwort und hat einen Default WLAN-Namen, diesen kann man einfach ändern und so sein persönliches WLAN schaffen. Es gibt auch die Möglichkeit ein 5 GHz WLAN-Netz zu aktivieren. Auch kann ein Gast-Account angelegt werden, ideal wenn man nicht unbedingt sein sensibles WLAN-Passwort an Kollegen weitergeben möchte. Mit einem Gast-Account kann auch verhindert werden dass Geräte von Freunden, Bekannten oder Kollegen sich immer wieder mit dem Hotspot verbinden wenn man mal in der Nähe ist. Man ist also immer noch Herr der Lage. Es gibt auch eine Liste von Geräten die gerade verbunden sind, von der auch Geräte geblockt werden können, falls man hier keine Verbindung mehr erwünscht. Es kann immer mal sein dass der Provider Nachrichten per SMS schickt, beispielsweise um darauf hinzuweisen dass das Datenvolumen bald zu Ende ist. Nachrichten können hier empfangen und auch verschickt werden. So hat man auch einen kleinen Pager bei sich.

Der Jump-Boost macht aus dem Mobile Hotspot kurzerhand eine Powerbank. Wenn der Akku eures Smartphones kurz vor dem Aus ist, dann könnt ihr mit dem mitgelieferten Kabel einfach den Akku vom Mobile Hotspot auf euer Smartphone durchschleifen um dieses aufzuladen. Die Entwickler bei Netgear haben hier auch mitgedacht, sobald man das Kabel verbindet, wird man gefragt wie lange man aufladen möchte. Es gibt die Möglichkeit 30, 60 oder 90 Minuten aufzuladen. So verhindert man dass der Akku leergesaugt wird falls man das Smartphone zu lange am Mobile Hotspot angeschlossen lässt.

Video

In unserem ausführlichen Video-Testbericht packen wir den Netgear AirCard 790 Mobile Hotspot aus, richten ihn ein und demonstrieren alle Features des kleinen, nützlichen Gadgets.

Wo setze ich einen mobilen Hotspot ein?

Wer viel unterwegs ist kenn das Problem. Man ist in einem anderen Land und will sich dort eine SIM-Karte für Datenverbindungen zulegen, immerhin will man ja auch im Ausland surfen und nicht die teuren Roaming-Gebühren zahlen müssen. Also einfach eine Datensim kaufen und einsetzen. Wenn ich in Asien bin kaufe ich  mir dort direkt eine Prepaid Datenflat für einen Monat und kann dann unbegrenzt surfen, ja da kann sich Deutschland wirklich noch eine Scheibe abschneiden was das Wort „Flatrate“ bedeutet, denn hierzulande haben wir leider keine richtigen Flatrates mit unbegrenztem, schnellen Datenvolumen. Mit dem Hotspot versorge ich dann während meiner Geschäftsreise mein Notebook, mein Tablet und meine Smartphones mit Internet.

Ein zweites Szenario ist ein ganz häufiges in deutschen Haushalten. Man möchte mit einer anständigen Geschwindigkeit surfen, das DSL im Gebiet lässt aber zu wünschen übrig. Highspeed-DSL ist noch nicht flächendeckend in der Bundesrepublik verfügbar. Das LTE-Netz ist überraschenderweise schon sehr viel besser ausgebaut und so habe ich viele Freunde und Bekannte die statt DSL einfach mit LTE unterwegs sind. Hier kann man dann einfach den mobilen Hotspot am Platz mit dem Besten Funkempfang aufstellen und hat so ein flottes WLAN-Netz aufgebaut mit dem sich bis zu 15 WLAN-Geräte verbinden können.

Heutzutage hat bereits jedes Smartphone die Möglichkeit einen mobilen Hotspot zu eröffnen, dies ist uns natürlich bewusst. Als Notlösung ist das auch absolut legitim. Bei dieser Lösung wird jedoch der Akku des Smartphones leergesaugt, was man natürlich nicht unbedingt möchte. Auch will man ja meist noch erreichbar sein, dafür muss aber die Heimat-SIM im Smartphone beleiben. Eine externe Lösung ist auf lange Sicht hin sehr viel komfortabler und professioneller, vor allem wenn man als Poweruser oft unterwegs ist.

Fazit

Mit dem AirCard 790 Mobile Hotspot hat Netgear einen gut verarbeiteten, kompakten und ausdauernden mobilen WLAN-Hotspot vorgestellt, der mit einer guten LTE-Kompatibilität und mit vielen Funktionen punkten kann. Der Preis von derzeit 261,99€ (Amazon.de, Stand 19.02.2016) ist für die gebotene Leistung auf jeden Fall akzeptabel. Der Netgear AirCard 790 Mobile Hotspot erhält auch unseren Editors Choice Award, da solch ein Gadget in unserem Gepäck nicht wegzudenken ist.

AwardNetGearAirCard790

Netgear AirCard 790 kaufen

Wir versuchen euch immer von den neusten Produkten zu berichten, was natürlich mit einem enormen zeitlichen und finanziellen Aufwand verbunden ist. Wenn ihr Interesse an dem Produkt habt und über die folgende Links einkauft, bekommen wir einen kleinen Prozentsatz vom Shop Betreiber, für euch bleibt der Preis natürlich gleich! Vielen Dank für euren Support!

Netgear AirCard 790 kaufen bei: Amazon | Notebooksbilliger

Autor :

Johannes Knapp ist deutscher Techblogger der ersten Stunde und Seitenbetreiber von NewGadgets.de. Bei Fragen, schickt mir einfach eine Email an info@newgadgets.de

2 Responses to “Netgear AirCard 790 Testbericht”

  1. Manfred sagte am 06.07.2016 um 16:15

    Hallo Johannes,
    mir hat Testbericht und Video sehr gut gefallen. Besitze den Netgear Air Card 790 mit einer Simkarte von Alditalk. Für meinen Frankreich-Urlaub will ich eine Frankreich-Daten-Simkarte kaufen. Meine Frage: Muß ich beim Einlegen der Sim-Karte in Frankreich auch die APN ändern oder passiert das automatisch wie beim Eilgen der Alditalk-Karte hier in Deutschland?
    Im Voraus vielen Dank, Gruß Manfred

    • Johannes sagte am 06.07.2016 um 16:32

      Also ich hatte auch schon mehrere Simkarten drin und musste nie die APN ändern, da die Einstellungen einfach selbst vorgenommen wurden. Man kann seinen Anbieter auswählen zu Beginn und schon funktioniert alles.

Schreibe einen Kommentar