Microsoft Surface Studio – Ein All-in-One der besonderen Art

Am 27. Oktober 2016 von
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In New York hat Microsoft auf seiner Pressekonferenz unter anderem das Microsoft Surface Studio vorgestellt. Hierbei handelt es sich um einen All-in-One PC, der so einige Besonderheiten auf Lager hat und bei mir sofort das „Habenwollen“-Gefühl ausgelöst hat. Hier erfahrt ihr alles über den neuen Microsoft AiO.

All-in-One PCs machen sich gut auf dem Schreibtisch, da die Hersteller meist auf ein schickes Design setzen um den Schreibtisch aufzuwerten. Der Apple iMac ist beispielsweise eines der beliebtesten Produkte von Apple und natürlich der Platzhirsch wenn es um den All-in-One geht. Microsoft hat sich hier also genau den richtigen Gegner ausgesucht mit seinem neuen Surface Studio. Das Unternehmen aus Redmond hat hier aber nicht nur einen einfachen All-in-One vorgestellt, man ist noch einen Schritt weiter gegangen und hat sich genau überlegt welche Zielgruppe man damit erreichen möchte. Ausserdem hat man Wert darauf gelegt dass es technisch und auch funktional in der obersten Liga spielt. Was dabei rausgekommen ist, kann sich meiner Meinung nach wirklich sehen lassen!

Es ist ein sehr schlankes Gerät dabei herausgekommen. Was zuerst nur aussieht wie ein Monitor beherbergt im Standfuss die gesamte Technik. Als Prozessor kommt hier entweder ein Intel Core i5 oder Intel Core i7 der 6. Generation zum Einsatz. Für die nötige Grafikleistung sorgt eine Nvidia GeForce Grafikkarte mit bis zu 4GB Grafikspeicher. Bis zu 32GB Arbeitsspeicher und bis zu 2TB Speicher stehen dem Benutzer hier zur Verfügung. Damit lässt sich auf jeden Fall mit so ziemlich jeder Anwendung gut arbeiten und für Gamer steht hier auch genügend Leistung bereit. Von den Anschlüssen her stehen 4x USB 3.0 zur Verfügung, ausserdem Gigabit-Ethernet, ein SD-Kartenleser und ein Mini-DisplayPort. Und mit WLAN 802.11 a/c und Bluetooth 4.0 LE ist man auch gut angebunden.

Das 28 Zoll Display hat ein Seitenverhältnis von 3:2 und eine hohe Auflösung von 4.500 x 3.000 Pixel, was eine Pixeldihte von 192ppi entspricht. Bei der Auflösung hat Microsoft darauf geachtet das die Inhalte 1:1 dargestellt werden. Arbeitet man auf dem Surface Studio also an einem Din A4 Dokument, dann ist dieses auch genau so groß. Auch bei der Farbwiedergabe will der Monitor zur Topliga gehören. Microsoft nennt es True Color, man versucht die Farben so realitätsnah wie möglich darzustellen. Man kann aber immer noch zwischen den Standards sRGB und DCI umschalten, je nach Nutzung. Das Display ist unglaublich dünn wenn man es sich mal von der Seite anschaut. 12,5mm Dicke, das kann sich sehen lassen! Es handelt sich hierbei um den derzeit dünnsten Bildschirm im Desktopbereich. Und es geht noch  mit dem Monitor weiter. Da man ja je nach Anwendung anders auf den Monitor schaut, hat Microsoft ein spezielles Scharnier angebracht um den Monitor entweder ganz normal anzuwinkeln oder ihn auf Wunsch auch fast flach vor sich aufzustellen um besser darauf zeichnen zu können, denn ein Touchscreen versteht sich hier natürlich von selbst.

Mit dem Surface Dial hat man auch noch ein neues Eingabegerät vorgestellt, welches dem Benutzer in Kombination mit dem Eingabestift noch weitere Möglichkeiten geben soll kreativ zu werden. Es handelt sich hierbei um ein touchsensitives Drehrad welches auch auf den Monitor abgelegt werden kann um weitere Funktionen freischalten zu können. So kann man damit beispielsweise in der Zeichenanwendung die Farbe oder den Pinsel wählen, in der anderen Anwendung dient er zum Durchblättern des Content. Mit dem Surface Dial ermöglichen sich so viele neue Anwendungsszenarien, ich bin sehr gespannt was sich die Entwickler hier einfallen lassen. Ich hätte hier auch schon so einige Ideen.

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Das Microsoft Surface Studio kann ab heute vorbestellt werden. In den USA geht es ab 2.999 US-Dollar los, das Topmodell mit der höchsten Ausstattung wird aber 4.199 US-Dollar kosten. Preise für Deutschland wurden leider bislang noch nicht genannt, auch zur Verfügbarkeit hierzulande ist noch nichts bekannt. Der deutsche Preis wird aber höchstwahrscheinlich noch etwas höher ausfallen, aber da lassen wir uns gerne überraschen. Günstig ist natürlich was anderes, aber für die gebotene Leistung und die Features ist der Preis durchaus angemessen. Das Surface Studio richtet sich ausserdem nicht unbedingt an den Casual-Nutzer, sondern den – wie Microsoft ihn ja jetzt nennt – Creator. Ich kann mir das Surface Studio also gut bei Architekten oder 3D-Artisten vorstellen.

Ich muss ehrlich sagen das ich noch nicht genau weiß wofür ich das Microsoft Surface Studio und das Surface Dial einsetzen würde, aber die gesamte Präsentation und das Produkt haben Lust auf mehr gemacht und ich werde auf jeden Fall versuchen das Surface Studio zu besorgen um zu erkunden was alles möglich ist. Vor allem der Surface Dial hat es mir angetan. Wenn dieser auch nur halbwegs so toll funktioniert wie beschrieben, dann habe ich mich verliebt.

Technische Daten

Hier noch einmal die technischen Daten fein aufgelistet.

Display: 28-Zoll mit einer Auflösung von 4500 x 3000 Pixel (192 ppi), Adobe sRGB & DCI-P3

Prozessor: Intel Core i5 / i7 der 6. Generation

Grafikkarte: Nvidia GeForce GTX 965M 2GB / Nvidia GeForce GTX 980M 4GB

Arbeitsspeicher: 8GB / 16GB / 32GB

Speicher: 1TB / 2TB Hybrid Drive aus HDD und SSD

Konnektivität: WLAN 802.11ac, Bluetooth 4.0 LE

Anschlüsse: 4x USB 3.0, SD-Kartenleser, Mini DisplayPort, Gigabit-Ethernet

Gewicht: 9,56 Kilogramm

Abmessungen Monitor: 637,35 x 438,90 x 12,5mm

Abmessungen Basis: 250 x 220 x 32,2mm

Autor :

Johannes Knapp ist deutscher Techblogger der ersten Stunde und Seitenbetreiber von NewGadgets.de. Bei Fragen, schickt mir einfach eine Email an info@newgadgets.de

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