Testbericht zur Lytro Lichtfeldkamera

Am 13. März 2012

Die Lytro Lichtfeldkamera ist die erste Kamerea ihrer Art für den Heimanwender und die Technik dahinter, nämlich die Lichtfeldfotografie, ist wirklich mehr als interessant. Mit der Lytro Kamera kann man sein Motiv einfach nur fotografieren und den Fokus nachträglich am Computer einstellen. Dank eines Flashplugins kann man die Bilder sogar auf einer Webseite anzeigen und Besucher fokussieren lassen, so wie ich dieses Bild hier für euch eingebunden habe, damit ihr gleich sehen könnt wie es aussehen kann.

Einfach ins Bild klicken um in den gewünschten Bereich zu fokussieren.

Die Lytro ist seit Ende Februar in den USA erhältlich. Preislich geht es ab $399 los, was derzeit ungefähr 303€ entspricht. Dafür erhält man die 8GB Variante, wer 16GB Speicher benötigt muss $499 (379€) zahlen. Sie ist also nicht gerade günstig und ein Kauf will wohlüberlegt sein. Die Kollegen von Techcrunch haben sich in San Francisco mit den Machern der Lytro getroffen um mehr über die Kamera zu erfahren und sie auch zu testen.

Das Testergebnis ist eher ernüchternd, denn obwohl die Idee der Lichtfeldkamera einfach genial ist, ist die Umsetzung wohl noch in den Kinderschuhen. Es wird im Fazit über eine noch nicht ausgereifte Technik gesprochen und darüber dass derzeitige Käufer wohl eher als Betatester durchgehen. Starten wir aber erst einmal mit den positiven Merkmalen (ja die gab es auch). Die Verarbeitungsqualität ist gut und die Bedienung ist sehr einfach. Ausserdem gibt es bisher noch keine Kamera dieser Art und deshalb ist der “Aha”-Effekt noch sehr groß. Kritisiert wird die Bildqualität die nicht besonders gut ist. Die mitgelieferte Software wird auch eher schlecht bewertet, da sie derzeit noch kaum Gestaltungsmöglichkeiten zulässt. Die Bilder können übrigens noch nicht in voller Auflösung angeschaut werden, die Vorschau ist immer nur in halber Auflösung möglich. Einige Bilder die mit der Lytro gemacht wurden habe ich hier eingebunden, damit ihr sie euch anschauen könnt.

Die Lichtfeldtechnologie ist wirklich sehr cool wie ich finde und ich hoffe Lytro verbessert in den kommenden Monaten seine Kamera noch bevor es dann an den großen Europalaunch geht, denn derzeit gibt es die Lytro nur in den USA zu kaufen.

Übrigens war auch Steve Jobs an der Lichtfeldfotografie interessiert, denn er hat den CEO von Lytro zu sich eingeladen um sich die Technologie zeigen zu lassen. Diese Technik dann in einem Smartphone zu haben wäre wirklich sehr toll, aber derzeit ist es aufgrund der Größe noch nicht machbar. Vielleicht arbeitet Apple oder ein Mitbewerber aber bereits an einer Verbesserung der Technologie um diese auch in kleinere Gehäuse, beispielsweise von Smartphones, zu bekommen.

Autor :

Johannes Knapp ist deutscher Techblogger der ersten Stunde und Seitenbetreiber von NewGadgets.de. Bei Fragen, schickt mir einfach eine Email an info@newgadgets.de

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