Testbericht: Teufel Airy Bluetooth On-Ear Kopfhörer

Am 2. August 2015 von
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Berlins Audioschmiede Teufel hat mit dem “Airy” ihren ersten Bluetooth-Kopfhörer ins Programm aufgenommen, der Freunden kabelloser Audioübertragung nicht nur mit aktueller Technologie, sondern auch gutem Bedienkomfort und einem tollen bassbetonteren Klang Freude am Musik hören bereiten möchte. Wie sich der Airy schlägt und was er sonst noch zu bieten hat, haben wir im folgenden Testbericht zusammengefasst.

Der ohraufliegende Bluetooth-Bügelkopfhörer sieht nicht nur genauso luftig aus wie er heißt; Mit 154 Gramm Eigengewicht wiegt er auch nur 3 Gramm mehr als bspw. Sennheisers Momentum On-Ear oder eine reguläre Tüte Chips. Das Fliegengewicht ist in den Farben Weiß, Ivory (Elfenbein) und Anthrazit erhältlich und bringt im Lieferumfang ein stoffummanteltes, 3-poliges Audiokabel (1,3m lang), 1 USB-Ladekabel und ein schickes und robustes Transportcase mit sich. Außerdem findet ihr aktuell auf der Teufel Homepage eine limitierte stone-petrol-farbene Edition (also grob gesagt grau-türkis), die ein 3-monatiges, kostenloses Maxdome-Paket mit sich bringt.

Der anthrazit-farbene Kopfhörer (außen dunkel / innen hellgrau), präsentiert sich als simpel und modern zugleich. Die Optik ist relativ unspektakulär und wird ausschließlich von Plastik geprägt. Trotzdem wirkt sie nicht billig und geht daher vollkommen in Ordnung. Der Anpressdruck des vom Teufel-Schriftzug dezent verzierten Kopfbügels ist zwar gut gewählt und sorgt somit für eine ansprechende Außenschalldämmung; Nach längerem Tragen entsteht jedoch ab und an ein leichtes Druckgefühl auf dem Ohr. Ein kurzzeitiges Entlasten wirkt hierbei jedoch ganz gut entgegen. Die Kopfpolsterung an der Bügelinnenseite hätte durchaus etwas weicher ausfallen können. Eine Art Hartgummi -Inlay erstreckt sich über die komplette Innenseite des Bügels, das je nach Auflageposition auch mal etwas stumpfer am Kopf anliegen kann.

Ein Klappmechanismus wäre sicherlich auch nicht verkehrt gewesen, um den Kopfhörer auch ohne beiliegendem Case in kleineren Rucksäcken verstauen zu können. Der Kopfbügel ist flexibel genug, um auch hektischere Alltage locker durchzustehen und ist um 22mm ausziehbar. Hierbei fällt die feste Rasterung positiv auf, die ein zufälliges Verrutschen ausschließen dürfte. Die 70mm großen Hörmuscheln sind kreisrund, stören beim Tragen um den Hals aber nicht sonderlich und sind auf Kugelgelenken gelagert, die für eine gute Anpassung sorgen. Die Seitenkennzeichnungen befindet sich wie gewohnt an der Bügel-Innenseite oberhalb der Hörmuscheln und ist gut ersichtlich, so lange diese nicht komplett eingefahren sind. Die Klinkenbuchse befindet sich ungewöhnlicher Weise an der rechten Hörmuschel, denn meist ist sie Links zu finden. Leider sind die Treiber-Gitter-Abdeckungen innerhalb der Ohrpolster blank. Rein aus optischen Aspekten wäre hier ein Stoffüberzug von Vorteil gewesen. Die Ohrpolster sind mit Kunstleder überzogen und daher angenehm weich, abnehmbar und können gewaschen oder zur Not auch ausgetauscht werden. Nebenbei erwähnt gibt es hierfür auch noch ein separat erhältliches Color Kit, das 4 Paar Ohrpolster und 3 Paar Silikonringe in diversen Farben mit sich bringt, mit dem ihr euren Airy optisch ein wenig aufhübschen könnt. Ob hierbei Farbe und der nicht ganz billige Kaufpreis eurer Vorstellung entspricht, muss jeder für sich entscheiden.

Als nettes Feature befindet sich an der rechten Hörmuschel eine integrierte Bedieneinheit, die sowohl über die 3 üblichen Steuertasten Play/Pause (inkl. Telefonfunktionen), Track Vor und Track zurück, als auch über einen praktischen Drehregler verfügt, über den sich die Lautstärke quasi im Handumdrehen regulieren lässt.

Das Drehen geht gut von der Hand und ist eine gelungene Alternative zu den regulären Lautstärketasten. Die Druckpunkte der Tasten sind ebenfalls schön knackig und präzise. Seitlich dieser Bedieneinheit liegt der Micro-USB Port, über den der interne Lithium-Ionen-Akku innerhalb von 3,5 Stunden vollständig aufgeladen wird. Dieser sorgt bei normaler Lautstärke für eine Laufzeit von bis zu 20 Stunden und für immerhin noch ca. 14 Stunden, wenn’s mal etwas lauter zur Sache gehen soll. Dank integriertem Mikrofon mit Rausch- und Echounterdrückung ist eine Freisprecheinrichtung mit an Bord, mit der ihr bspw. kabellos telefonieren, skypen oder Facetime nutzen könnt. Die NFC-Schnittstelle an der linken Hörmuschel sorgt in Verbindung mit Bluetooth 4.0 und apt-X Technologie für unkomplizierte Konnektivität und eine verlustfreie Audioübertragung in CD-Qualität. Im Inneren wurden 40mm große Treiber mit Neodym-Magneten verbaut, die für einen bassbetonten Klang mit schön differenzierten Mitten und klaren Höhen sorgen und somit ein wirklich lobenswertes Klangbild abliefern das in nahezu allen Musikrichtungen Spaß am Hören vermittelt. Der Kopfhörer arbeitet in einem Frequenzbereich zwischen 20 und 19.500Hz und mit einer Nennimpedanz von 32Ohm.

Teufel Airy - Normal_06

Leider wurde das Bedienkonzept nicht ganz zu Ende gedacht, bzw. der Fokus zu sehr auf die kabellose Nutzung gelegt. Zwar lässt sich die Musik bei aktiver Bluetooth-Verbindung über die Bedieneinheit steuern. Bei kabelgebundener Nutzung bietet sich jedoch keinerlei Möglichkeit, die Musik über den Kopfhörer zu regulieren. Die Elektronik im Airy reagiert nur in Verbindung mit einer bestehenden Bluetooth-Verbindung und dank nicht vorhandener In-Line Fernbedienung im Audiokabel bleibt zum Pausieren/Stoppen & Co. neben der Bedienung am Wiedergabegerät nur noch das Ziehen des Kabels aus der Klinkenbuchse. Schade eigentlich, denn der Airy macht auch als kabelgebundener Kopfhörer eine tolle Figur.

Fazit

Teufels kabelloser Bluetooth-Kopfhörer Airy punktet mit einem geringen Eigengewicht, einer soliden – wenn auch plastik-lastigen Verarbeitung und guter kabelloser Konnektivität dank zeitgemäßer Technik. Die integrierte Bedieneinheit an der rechten Hörmuschel verleiht dem Airy zumindest bei kabelloser Nutzung einen Pluspunkt im Bedienkomfort und der Klang ist ebenfalls lobenswert. Schön ausgewogenen, mit leichtem Fokus auf den Bass. Wirklich störend ist lediglich die fehlende In-Line Fernbedienung im Audiokabel, da die Bedieneinheit nur bei aktiver Bluetooth-Verbindung funktioniert. Dies dürfte aber daran liegen, dass der Airy als reiner Bluetooth-Kopfhörer konzipiert wurde und das Kabel lediglich als Hilfe dient, falls der Akku mal leer sein sollte. Mit kleineren Makeln wie der etwas straffen Kopfpolsterung oder dem fehlenden Klappmechanismus bietet der Airy zwar durchaus Spielraum für Verbesserungen. Freunde der kabellosen Musikübertragung können mit Teufels erstem Bluetooth-Kopfhörer aber echt nichts verkehrt machen. Von uns also eine klare Kaufempfehlung, zumal der Airy mit 149,99€ ein durchaus ansprechendes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet.

Positiv

+Guter Bedienkomfort bei Nutzung über Bluetooth
+Lobenswerter, etwas bassbetonterer Klang
+Kabellose, hochwertige Audioübertragung
+Gutes Preis-Leistungsverhältnis
+Gute Verarbeitung

Negativ

-Bei Nutzung mit Kabel keinerlei Bedienkomfort
-keine In-Line Fernbedienung im Audiokabel
-Kopfpolsterung etwas hart

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One Response to “Testbericht: Teufel Airy Bluetooth On-Ear Kopfhörer”

  1. Christoph sagte am 03.08.2015 um 10:55

    Hallo,

    ein wirklich toller Beitrag, ich betreibe selber einen kleinen Technik und Gadget Blog.

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