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Apple MacBook Pro (Late 2016) vorgestellt

Am 27. Oktober 2016 von
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Auf dem heutigen Apple Special Event drehte sich alles um das MacBook Pro und das neueste Feature, die Touch Bar mit Touch ID. Es wurden gleich drei neue Modelle vorgestellt und hier findet ihr alle Informationen zum neuen Apple MacBook Pro (Late 2016).

Es wurde aber auch langsam Zeit!

Das Apple MacBook Pro (Retina) hat sich eigentlich seit 2013 kaum verändert. Klar, es ist durch Hardwareupgrades immer flotter geworden und hat mit dem letzten Update auch ein neues Touchpad bekommen, aber vom Erscheinungsbild merkt kaum jemand ob man mit dem MacBook Pro von 2013 oder dem MacBook Pro von 2016 herumläuft. Dies ändert sich nun. Apple hat dem MacBook Pro ein großes Update spendiert bei dem nicht nur die Hardware auf den neuesten Stand gebracht wurde, sondern auch das Design eine Erfrischungskur bekommen hat. Und was soll ich sagen, es sieht richtig klasse aus und ich glaube ich werde mein bereits in die Jahre gekommenes MacBook Pro Early 2013 nun endlich in Rente schicken können um ab sofort mit einem mächtigen Performanceschub und mit neuen Features weiterarbeiten zu können.

Was ist nun also neu beim Apple MacBook Pro?

Zuerst einmal gibt es natürlich ein Update auf aktuelle Hardware. Als Prozessor kommen nun Intel Core Prozessoren der 6. Generation zum Einsatz, beim 13 Zoll MacBook Pro die Dual-Core Varianten mit Intel Iris 550 Grafik und beim 15 Zoll MacBook Pro setzt Apple auf die Quad-Core Prozessoren von Intel und die AMD Radeon Pro 450 (optional Radeon Pro 455 oder Radeon Pro 460) als dedizierte Grafikkarte. Von Haus aus sind 8GB Arbeitsspeicher verbaut, es gibt aber auch Ausstattungsvarianten mit 16GB und im Shop kann man sich auch auf Wunsch 32GB verpassen. Gleiches gilt natürlich auch für die SSD. Hier sind bei den meisten Konfigurationen 256GB Speicherplatz vorhanden, optional sind aber auch 512GB, 1TB und 2TB möglich.

Anschlüsse

Wie auch schon beim 12 Zoll MacBook setzt Apple nun nur noch auf den Thunderbolt 3 Anschluss in Form des USB Typ-C Ports. 4 Stück sind vorhanden, dazu noch ein Kopfhöreranschluss. Das wars. Kein integrierter Kartenleser mehr, kein Magsafe-Ladeanschluss. Dafür kann man nun mittels USB-Kabel aufladen und war von jedem beliebigen Port! Für viele Anwendungen muss man nun aber Adapter mit sich herumtragen. Dadurch kann das MacBook Pro aber auch dünner und leichter werden, was ja auch nicht gerade schlecht ist.

Display

Das neue Display der MacBook Pro Modelle ist heller, bietet einen höheren Kontrast und auch die Farbwiedergabe wurde erhöht. Die Auflösung bleibt gleich, diese war ja bereits dank des Retina-Displays hoch.

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Touch Bar und Touch ID

Im Vorfeld wurde ja schon gemunkelt dass da etwas in dieser Richtung kommt, aber was nun final vorgestellt wurde, übertrifft sogar meine Vorstellung. Das hochauflösende Touchdisplay namens Touch Bar über der Tastatur bietet nicht nur die Shortcut-Funktionen, sondern noch so viel mehr. Beim Schreiben werden dem Nutzer Wortvorschläge gemacht die dann einfach ausgewählt werden können. Auch an Emojis hat Apple gedacht und bietet hier die Möglichkeit diese schnell per Touch auszuwählen. Man kann durch Bilder scrollen, man kann direkt die Helligkeit oder die Lautstärke einstellen und ich bin schon sehr gespannt was die Entwickler damit in den kommenden Wochen und Monaten anstellen werden. Bereits jetzt gibt es zahlreiche Anwendungen die kompatibel sind, z.B. Microsoft Office oder Photoshop.

Die neue Touch Bar beinhaltet auf der rechten Seite auch Touch ID, den Fingerabdrucksensor den wir bereits vom iPhone kennen. Endlich bekommt das MacBook Pro ein wenig mehr Sicherheit verpasst. Für all diejenigen die ihr MacBook Pro mit Freunden, Familie oder Kollegen teilen: Einfach den Finger aufsetzen und schon wird der Benutzer gewechselt. Einfach, schnell und vor allem intuitiv, so mag ich das.

TrackPad & Tastatur

Das Force Touch Trackpad ist gewachsen und wie es gewachsen ist. Wie man auf den Bildern sehen kann nimmt das Trackpad nun fast doppelt soviel Platz unterhalb der Tastatur ein. Dadurch ergibt sich einfach soviel mehr Fläche für Gesten die Bedienung. Die Tastatur wurde überarbeitet und bietet nun die 2. Generation der Butterfly Tasten für einen noch besseren Hub beim Schreiben.

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Die Akkulauftzeit beträgt bei beiden Modellen bis zu 10 Stunden, was für einen normalen Arbeitstag ausreichen sollte.

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Das Apple MacBook Pro kann ab sofort bei Apple vorbestellt werden und wird ab Mitte November ausgeliefert. Das 13 Zoll MacBook Pro ohne Touch Bar ist ab sofort erhältlich. Wie immer wird es verschiedene Ausstattungsvarianten geben, die wir euch hier mit dem Preis und der Ausstattung auflisten.

13 Zoll MacBook Pro ohne Touch Bar (2,0 GHz Dual-Core Intel Core i5 Prozessor, 8GB Arbeitsspeicher und 256GB Flash-Speicher): ab 1.699 Euro

13 Zoll MacBook Pro mit Touch Bar (2,9 GHz Dual-Core Intel Core i5 Prozessor, 8GB Arbeitsspeicher und 256GB Flash-Speicher): ab 1.999 Euro

15 Zoll MacBook Pro mit Touch Bar (2,6 GHz Quad-Core Intel Core i7 Prozessor, 16GB Arbeitsspeicher und 256GB Flash-Speicher): 2.699 Euro

Natürlich können die jeweiligen Modelle im Store noch weiter konfiguriert werden, beispielsweise mit schnellerem Prozessor oder mehr Arbeitsspeicher.

2x Apple MacBook Pro 13 Zoll

Apple hat auf dem Special Event gleich zwei 13 Zoll MacBook Pro vorgestellt. Es handelt sich hier um eine zusätzliche Variante ohne Touch Bar und nur zwei Thunderbolt 3 Anschlüssen zu einem günstigeren Preis.

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Gemischte Gefühle

Irgendwie war ja klar dass Apple die „alten“ Anschlüsse gegen USB Typ-C tauschen würde, sie hatten es ja beim 12 Zoll MacBook bereits vorgemacht. Auf der einen Seite natürlich irgendwie ungewohnt, da man ja immer mit diesen Anschlüssen zutun hatte und sie nun einfach weg sind. Ich nutze beispielsweise mehrmals täglich den SD-Kartenleser. Jetzt muss ich einen Kartenleser mit auf Reisen nehmen. Aber gut, ich bin vielleicht auch nicht gerade der „normale“ Kunde, sondern eher ein Hardcore-User. Durch den Wechsel auf USB Typ-C konnte das MacBook Pro schlanker und dadurch natürlich auch leichter werden, deshalb sehe ich auch ein dass man hier die Anschlüsse modernisiert hat.

Die neue Touchleiste ist etwas was ich mir schon sehr lange gewünscht habe. Je nach Anwendung werden hier andere Shortcuts angezeigt die die Bedienung vereinfachen. Die Touch Bar ist so ziemlich das coolste was ich seit langem gesehen habe und ich kann es kaum abwarten sie wirklich einmal einzusetzen.

Die Preise sind mal wieder etwas weiter oben angesiedelt, für die Modelle mit Touch Bar für meinen Geschmack schon fast etwas zu hochpreisig wenn man sich im Konfigurator für einen schnelleren Prozessor, mehr Arbeitsspeicher und eine größere SSD entscheidet. Hier kann das 13 Zoll MacBook Pro schon schnell an der 3.000€ Marke kratzen und das 15 Zoll MacBook Pro an der 4.000€ Marke.

Apple hat mal wieder ein Feature gekonnt in das MacBook integriert und hier das „Habenwollen“-Gefühl bei vielen Nutzern geweckt. In den kommenden Wochen wird sich zeigen wie gut die Touch Bar bei den Nutzern ankommt. Wir werden natürlich berichten sobald unser Testgerät eingetroffen ist.

Autor :

Johannes Knapp ist deutscher Techblogger der ersten Stunde und Seitenbetreiber von NewGadgets.de. Bei Fragen, schickt mir einfach eine Email an info@newgadgets.de

2 Responses to “Apple MacBook Pro (Late 2016) vorgestellt”

  1. Jens sagte am 29.10.2016 um 13:37

    Ich gehe mal durch meinen Arbeitsalltag – und der ist etwas zugespitzt aber SO nicht ungewöhnlich:

    Ab in den Konferenzraum…
    Kommt, schnell das MacBook an den Beamer – HDMI, Displayport oder DVI? HDMI, kein Problem, hier ist der Adapter.
    Nicht so schlimm so eine Adapterauswahl für HDMI, DVI und VGA ist ja total kompakt, dafür ist der USB-Anschluß jetzt viel schneller!
    Aber schon schade, (ganz) früher war das alles in einem Gehäuse, aber ist ja Fortschritt und so.

    So, Herr Mayer, Sie haben die neuen Informationen für uns? Ah, alle hier auf dem USB-Stick.
    Öhm, ja, Moment, ich hab vorsorglich den USB-Adapter dabei, irgendwo ist der doch, ah hier!
    Ist ja wirklich nicht schlimm mit den Adaptern, dafür ist das Gerät selber ein paar Gramm leichter geworden!
    So ein USB-Adapter ist ja auch nicht so groß.

    Jan, Du hattest neue Bilder auf der SLR.
    Ah, äh, moment, ist das eine SD, ach so, nein Mini-SD. kein Problem, ich steck einfach den miniSD-SD-Adapter in den Kartenleser – ach ist ja keiner mehr drin, aber ich hab ja einen externen Kartenleser! So jetzt, ach, misst ich hab nur einen USB-Adapter… Ähm, ich kopiere einfach den kompletten USB-Stick oder hat noch jemand einen zweiten dabei, weil meine Festplatte ist inzwischen etwas knapp, mit den 512 GB kommt man bei den ganzen Projekten die wir parallel fahren nicht so weit.
    Ach super Daniela, Danke!
    So den noch dran und das hier rein.

    Oh, wir brauchen ja noch Zugang zum Netzwerk! Ja, nein, ich weiß, WLAN ist schlecht wegen der transferierten Datenmengen – aber ich hab ja noch den USB-Netzwerk-Adapter. So, nur schnell den, nein den brauchen wir noch, diesen hier ab.
    Ach früher konnte man das LAN mit echten 1GBit direkt anschließen, aber so drahtlos ist einfach viel bequemer und der Adapater ist zwar deutlich höher als die alte integrierte Netzwerkbuchse, aber das MacBook ist dafür ja an sich viel flacher!

    Oh Strom knapp, schnell dran – ganz schön eng jetzt und so ein gedongel an der Seite mit den anderen Adaptern, haha…
    Aber diese Touch-Leiste auf dem Gerät, die ist ja viel moderner in der Bedienung! Echt toll, wie super die Emoticons da drauf aussehen und die 6 oder 7 Microsoft-Word-Buttons bringen es echt!
    Sie meinen eine Touch-Zeile unter dem Display wäre funktionell besser gewesen? Ja also ich finde das hätte aber nicht so schick ausgesehen!

    So, ich starte den WebService einfach neu, F5 – ach so die Funktionstasten sind ja weg! Na es geht auch…

    Für mich erschließt sich der Drang zu einer solchen Miniaturisierung nicht, wenn ich anschließend MEHR einzelne Hardware-Teilchen/-Dongle durch die Gegend schleppe, an die ich JEDES mal denken muss, die kauptt oder verloren gehen können, wenn dabei weniger im Gerät drin ist und ich dafür noch deutlich mehr zahlen soll.

    Wer das haben will, der arbeitet also vielleicht nicht mit einem hohen Umfang von Aufgabengebieten, und das, genau das, ist der Witz an der Linie MacBook Pro gewesen, eine echte mobile Workstation.
    Die Touch-Leiste ist ineffizient, die fehlenden Standard-Anschlüsse sind genauso desaströs, wie das Netzwerk wegzurationalisieren.
    Früher hieß Apple 1. Function 2. Form nach dem uralten Leitsatz Form follows Function.
    Heute ist Function follows Form angesagt – ohne Verstand.

    Oder anders gefragt: Warum braucht es dann ein iPad Pro, ein MacBook Air, ein MacBook und ein MacBook Pro?
    Warum kann die Touch-Leiste nicht ergänzt werden, sondern muss Tasten die in unzähliger Software de facto NICHT ersetzt werden können, rausschmeissen, warum darf es keinen der unfassbar weit verbreiteten abwärtskompatiblen USB-Anschlüsse geben (1 oder 2 würden wahrscheiblich reichen), warum muss ein SD-Kartenslot raus (das war der Ersatz für die PCMCIA-Slots!) und wie kommt man zu der absurden Idee, ein ac-WLAN (mit der besch… Empfang der MacBooks) sei auch nur entfernt gleichwertig zu einem echten GBit- oder gar 10GB-LAN?

    Ich persönlich finde es bereits aberwitzig CD/DVD/BlueRay wegzulassen – das würde sich wunderbar oben in die Adapter-/Extrageräte-Liste – einfügen, aber es ist gerade noch verschmerzbar, meinetwegen.

    Die tollen Gesten, für die das Touchpad größer wird, sind reine Spielerei (oder funktionierten auch schon auf den alten MacBook Pro).

    Ich sage Ihnen wieso das alles passiert:
    1. Sie sollen die speziellen Adapter zusätzlich kaufen.
    2. Es wird Geld durch weniger Chips/Funktionen gespart, bzw. es handelt sich um gegenfinanzierte Verbesseungen im Tausch
    3. Sie sollen nicht mehr aus der geschlossenen Apple-Welt ausbrechen können

    Welcome back to the 90ies Apple!
    MacBook Pro: die peaceful!

    Und jetzt erwarte ich ein fröhliches Bashing

    • Johannes sagte am 07.11.2016 um 18:28

      Ich gebe dir hier in einigen Punkten auf jeden Fall recht. Ich vermisse ja persönlich z.B. auch den SD-Kartenleser den ich regelmäßig genutzt habe. Aber ich bin mir auch sicher dass die meisten MacBook Nutzer die Anschlüsse überhaupt nicht nutzen. Meine Freundin hat z.B. bei ihrem MacBook Pro noch nicht einmal den USB-Port genutzt bisher, sie braucht die Ports einfach nicht, denn sie surft nur und schreibt vielleicht ein paar Emails auf dem Notebook.

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