Dyson Supersonic Testbericht

Am 8. März 2017 von
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Wenn man sich einmal die Haartrockner auf dem Markt anschaut, dann fällt vor allem eines direkt auf – sie sehen allesamt gleich aus. Unten der Griff, oben das Gebläse mit der Heizspule. Hat ja auch alle die Jahre gut funktioniert. Das war James Dyson aber nicht gut genug und deshalb haben wir jetzt den Dyson Supersonic im Test, den ersten Haartrockner von Dyson.

Dyson hat ja bereits mit dem Air Multiplier den herkömmlichen Ventilator neu erfunden und natürlich hat man sich dann auch Gedanken darum gemacht wie man diese Technik auf den Haartrockner umsetzen könnte. Dort hat sich optisch, sowie technisch ja in den vergangenen Jahren nicht wirklich viel getan.

Technik

Was steckt also im Dyson Supersonic an Technik? 103 Ingenieure arbeiteten 50 Monate an der Entwicklung des Supersonic und Dyson investierte insgesamt über 38 Millionen Pfund in die Haar-Forschung, die zu dem Zeitpunkt ja noch Neuland für das Unternehmen war. Das Herz des Haartrockners ist der digitale Motor V9 der mit 27mm Durchmesser wunderbar im Griff Platz findet. Dort zieht er auch seine Luft und bewegt 13 Liter pro Sekunde. Die Luft wird ebenfalls erhitzt und strömt dann gleichmäßig aus dem Öffnungsring.

Lieferumfang

Wenn man den Supersonic auspackt, dann fällt einem direkt erst einmal die hochwertige Verpackung auf. Viele Hersteller legen hierauf nicht sonderlich viel Wert, was ich schade finde. Wenn man ein hochwertiges Produkt vorstellt, dann will man dem Kunden doch eigentlich auch bereits beim Auspacken abholen und vom Produkt überzeugen. Immerhin ist das Unboxing, wie man heutzutage ja so schön sagt, der erste Kontakt mit dem Produkt.

Im Lieferumfang befindet sich neben dem Dyson Supersonic Haartrockner auch noch eine Anti-Rutsch-Matte auf der man den Haartrockner ablegen kann, eine Aufhängungslasche und drei Düsen: die Styling Düse für sehr direkten Luftstrom, die Smoothing Düse die den Luftstrom mehr verteilt und den Diffusor. Damit hat man für alle Anwendungsbereiche die passende Düse parat. Last but not least ist auch ein Handbuch dabei.

Verarbeitung und Design

Wie bei Dyson üblich nimmt man das Gerät in die Hand und die Verarbeitungsqualität ist einsame Spitze. Natürlich darf man das aber auch beim aufgerufenen Preis empfehlen. Da knackt nichts, da knarzt nichts. Und auch die Bedienknöpfe haben einen guten Hub und fühlen sich wie auch das komplette Gerät und das Zubehör einfach sehr hochwertig an. Ich hätte mir jedoch gewünscht dass die Bedienknöpfe am Kopf für Intensität und Temperatur das gleiche haptische Feedback wie der Bedienknopf am Griff für die Temperaturabschaltung gehabt hätten. Vom Design her sieht der Supersonic aus wie ein vorne abgesägter Haartrocker. Der obere Teil ist deutlich kürzer als bei anderen Haartrockern, da Dyson die Technik im Griff verbaut hat. Da das Gewicht sich dadurch nun auch im Griff befindet ist der Haartrockner nicht kopflastig und lässt sich dadurch angenehmer einsetzen. Im Test hatten wir das Modell in Silber / Weiß, es gibt aber auch noch eine Version in Fuchsia / Anthrazit.

Praxistest

Also ab ins Bad, unter die Dusche und danach den Dyson Supersonic in die Steckdose und eingeschaltet. Das erste was mir aufgefallen ist, ist die Lautstärke. Jeder kennt den Lärm den Haartrockner machen bei denen man sein eigenes Wort nicht mehr verstehen kann. Der Supersonic ist zwar nicht flüsterleise, aber man merkt einen deutlichen Unterschied! Dank der Lautstärke und der Tonlage ist das Haaretrocknen für mich mit dem Supersonic angenehmer. Auch der Luftstrom in Verbindung mit den Düsen ist erwähnenswert. Selbst in der niedrigsten Einstellung hat man hier einen sehr direkten und starken Luftstrom mit dem man die Haare trocknen kann. Da es drei Stufen gibt, kann man hier immer die richtige Intensität wählen. Da es für mich nie schnell genug gehen kann, wähle ich immer die höchste Stufe und habe nach kürzester Zeit trockene Haare, schneller als mit meinen bisherigen Geräten. Er hält sich durch seine Bauform übrigens auch angenehmer als ein normaler Haartrockner, da sich das Gewicht im Griff und nicht im Kopf befindet.

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Fazit

Natürlich müssen wir auch über den Preis sprechen und dieser fällt beim Supersonic mit 399€ natürlich besonders auf, denn die Mitbewerber rufen hier deutlich weniger auf und am Grabbeltisch gibt es auch schon 10€-Haartrockner. Aber ganz ehrlich? So fühlen sich diese auch an! Und wenn ich darüber nachdenke wieviele Billig-Haartrockner ich über all die Jahre schon im Gebrauch hatte und die nach kurzer Zeit im Müll landeten (bei meinem letzten Haartrockner hatte ich aufeinmal den Schalter in der Hand und konnte ihn nicht mehr ausschalten), dann fällt es mir auch gar nicht mehr so schwer darüber nachzudenken mir endlich einmal etwas ordentliches zu besorgen. Natürlich darf man auch den Designfaktor nicht vergessen, denn der Supersonic macht sich einfach super im Badezimmer und während andere Haartrockner meist in der Schublade verschwinden, würde ich mir für den Supersonic sogar eine Halterung besorgen um ihn immer im Blick zu haben. Hier könnte Dyson übrigens auch gerne eine entsprechende Halterung anbieten oder im Lieferumfang beilegen. Am Ende des Testberichtes bleibt mir nur eines zu sagen: Der Dyson Supersonic ist der beste Haartrockner den ich bisher in den Händen hatte und deshalb gewinnt er auch unseren Editor Choice Award!

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Autor :

Johannes Knapp ist deutscher Techblogger der ersten Stunde und Seitenbetreiber von NewGadgets.de. Bei Fragen, schickt mir einfach eine Email an info@newgadgets.de

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