TSMC verlängert Kooperation mit ARM

Am 25. Juli 2012 von
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Die beiden Firmen TSMC und ARM haben ihre Kooperation verlängert. Hauptschwerpunkt dieser Zusammenarbeit sind Serverprozessoren mit FinFET-Technik. Diese Schaltelemente werden als 3D-Transistoren bezeichnet. TSMC arbeitet seit 2002 an Chips mit Feldeffekttransistoren, den sogenannten FinFETs. Diese heißen so, da diese Chips mit einer Finne versehen sind. Die Idee ist nicht neu, die Umsetzung hingegen ist sehr schwierig. Intel ist der einzige Elektronikkonzern, der Chips in der Bauweise herstellt. Diese sind unter dem Namen Ivy-Bridge bekannt und Intel selber nennt sie Trigate.

Im Gegensatz zu Intel haben sich ARM und TSMC schon länger auf den Begriff FinFET geeinigt. Die FinFET-Chips sollen im 20 Nanometer-Verfahren, oder weniger, produziert werden. Momentan fertigt TSMC Chips im 28 Nanometer-Verfahren, aber 20 Nanometer-Testchips sind schon vorhanden. Ziel der Trigates, wie auch der FinFETs ist es, einen geringen Leckstrom bei höherer Schaltgeschwindigkeit zu realisieren. Dieses führt zu sparsameren Systemen, gerade wenn keine Rechenlast vorhanden ist. Wer jetzt denkt, dass sein Smartphone in nächster Zeit mit dieser Technik ausgestattet wird, liegt falsch. ARM und TSMC wollen FinFETs zunächst nur für die neue 64-Bit-Architektur ARM v8 zur Serienreife entwickeln. Diese neue Architektur ist ARMs Hoffnungsträger für den wachsenden Markt an sparsamen Servern mit hoher Rechenleistung. Mit ersten Produkten ist für das Jahr 2014 zu rechnen. TSMC ist bisher der einzige Partner von ARM für die FinFETs. Bei anderen Bausteinen, die mit 28- und 20-Nanometer-Technik arbeiten, arbeitet ARM auch mit der Konkurrenz von TSMC zusammen. Andere Lizenznehmer wie Samsung, entwickeln die Fertigungstechnik für ihre Bausteine selber. Meiner Meinung nach ist es zwar gut, dass TSMC und ARM diese Idee in ARMs umsetzen wollen, jedoch dürften der Zug für sie schon abgefahren sein. Während Intel seit diesem Jahr diese Technologie sowohl im Desktop-, als auch im Serversegment einsetzt, können sie hier wichtige Daten beziehen, um an einer Weiterentwicklung zu arbeiten. Die FinFETs müssen sich somit im Jahre 2014 einer starken Intel-Konkurrenz gegenüberstellen und versuchen, seine ARMs gut zu vermarkten. Quelle

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Als Allrounder kümmert sich Niklas bei Newgadgets.de um alle Themengebiete der Technik

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