NewGadgets.de

Mobile News Software

Google I/O 2014: Vorschau auf Android L

26.06.2014

Google I/O 2014: Vorschau auf Android L

Bei der diesjährigen Google I/O Entwicklerkonferenz ging es mal wieder hauptsächlich um Android. Es gab eine Vorschau auf die kommende Version, Android L.Ob es nun Android 5.0 L oder Android 4.5 L wird, wurde jetzt noch nicht bekanntgegeben, es ist auch gut möglich dass der Codename „L“ sich auch noch ändern wird, denn Google hatte ja bisher die Tradition seine Android-Versionen immer nach Süßigkeiten zu benennen. Gerne könnt ihr einige Vorschläge für Süßigkeiten die mit „L“ beginnen in den Kommentaren hinterlassen.

Google präsentierte uns die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten von Android, im Auto als Android Auto, auf dem Fernseher als Android TV oder an eurem Handgelenk als Android Wear. Der Benutzer soll auf allen Geräten die gleiche User-Experience haben.

Bei der neuen Version von Android wurde erst einmal an der Optik der Benutzeroberfläche geschraubt. Material Design nennt sich die neue Optik der Benutzeroberfläche die sich natürlich auch gleich durch alle Apps von Google zieht. Es wird bunter, dank Schattenwurf kommt mehr Tiefe in die Apps und es gibt mehr Animationen. Entwicklern wird es noch leichter gemacht ihre App für alle möglichen Bildschirme, sei es Smartphone, Tablet oder Fernseher, zu optimieren. Das L Release von Android wird das größte Update von Android und neben den optischen Neuerungen gibt es 5.000 neue APIs (Programmierschnittstellen) um den Entwicklern noch mehr Möglichkeiten zu geben. Material Design ist auch ein Thema bei der Mobile Web Experience, hier wurde gezeigt wie die neue Optik und die intuitiven Animationen auch im Browser eine gute Figur machen.

Neben der Optik gab es auch ein interessantes Feature zur Authentifizierung welches mit gut gefallen hat. Das Gerät kann erkennen ob es sich in einer bekannten Umgebung befindet und fragt dann nicht nach einer erneuten Authentifizierung wenn ihr das Smartphone mal kurz ausgeschaltet habt. In einem Beispiel wurde dies mit einer Smartwatch demonstriert. Das Smartphone erkennt dass sich die Smartwatch in der Nähe befindet und schließt daraus, dass es sich in der Hand des Besitzers befindet und fordert deshalb beim Einschalten kein Passwort. Sobald die Smartwatch aber nicht mehr mit dem Smartphone verbunden ist, wird vermutet dass sich das Smartphone nicht mehr in der gewohnten Umgebung, also beim Benutzer befindet. Das Smartphone hat hier verschiedene Möglichkeiten zu erkennen wo es sich ungefähr befindet. Zum einen kann es natürlich mittels GPS erkennen wo es ist, aber auch gewohnte WLAN-Verbindungen wie das Zuhause oder das Büro des Benutzers weisen auf eine „sichere“ Umgebung hin, in dem vielleicht nicht jedes Mal ein Passwort abgefragt werden muss.

Natürlich ist Optik nicht alles, auch die Leistung muss stimmen. Hier wurde auf eine neue, überarbeitete Runtime gesetzt, die die Apps noch schneller macht und dies ohne dass die Entwickler etwas ändern müssen. Da immer mehr 64-bit Prozessoren für mobile Geräte vorgestellt werden, reagiert nun auch Android darauf und optimiert den Code für 64-bit Technologie. Dank des neuen Android Extension Pack wird sich hier auch etwas im Bereich Grafikperformance tun, denn man arbeitet hier unter anderem zusammen mit Nvidia und Qualcomm um nun auch unter anderem Tesselation, Geometry Shaders, Computer Shaders und ASTC Texture Compression anbieten zu können. Somit sind in Zukunft grafisch anspruchsvollere Spiele möglich, man möchte Desktopgrafik auf mobilen Geräten ermöglichen. In der Demonstration wurde das Android Extension Pack auf einem Tablet mit dem neusten Nvidia Chip präsentiert. Dort lief die Unreal Engine 4 und es sah wirklich aus wie auf dem Desktop-PC.

Mit Project Volta will man die Akkulaufzeit verbessern, denn dies ist für die meisten von uns wohl immer noch einer der wichtigsten Faktoren, denn was bringt einem eine tolle Benutzeroberfläche und die zahlreichen Funktionen wenn der Akku mal wieder viel zu schnell entladen wurde. Project Volta soll, wie Project Butter für schnellere Reaktionszeiten, für niedrigeren Energieverbrauch und somit längere Akkulaufzeiten sorgen. Den Entwicklern werden Tools geboten, die auswerten inwiefern die App gerade die Ressourcen des Smartphones nutzt. Es besteht nun die Möglichkeit den Apps zu sagen dass man sich im Energiesparmodus befindet und diese bitte nicht noch bei 4% Akku ein Update ziehen sollen. Hier sind weitere Funktionen die mit der neuen Version von Android kommen werden, es sind natürlich einfach zu viele um diese einzeln vorzustellen.

Entwickler haben bereits jetzt die Möglichkeit sich die Developer Preview von Android L herunterladen und ihre Apps mit den neuen Funktionen auszurüsten, bevor die neue Betriebssystem-Version im Herbst auch für alle Anwender final ausgerollt wird.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.