Testbericht: Creative Sound Blaster Roar SR20A

Am 14. Dezember 2014 von
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Mit dem Sound Blaster Roar hat Creative einen kabellosen Kompaktlautsprecher auf den Markt gebracht, der mit seinem kraftvollen und ausgewogenen Klang, einfachster Konnektivität, zuschaltbaren Klangverbesserern und zahlreichen Zusatzfunktionen überzeugen möchte. Und das, obwohl er nicht größer als ein Wörterbuch daher kommt. Was der Kleine alles zu bieten hat und wie gut er wirklich klingt, haben wir mal etwas genauer unter die Lupe genommen.

Lieferumfang

Neben dem Speaker an sich findet ihr innerhalb der Verpackung, die den Speaker bereits an den Seiten des Deckels in nahezu allen Ansichten präsentiert, ein Netzteil inkl. passender Adapter und ein Mikro-USB-Kabel. Die obligatorischen Anleitungen, Garantiebedingung usw. dürfen natürlich auch nicht fehlen.

Creative Sound Blaster Roar - 2

Optik & Verarbeitung

Das Design des Roar kommt minimalistisch und edel zugleich daher und wirkt sehr aufgeräumt. Die Front und der Großteil der Oberseite werden von einem sehr fein-löchrigen, anthrazitfarbenen Gitter umschlungen, das im hinteren Teil mit einer gummierten Leiste abschließt und sich auch über die Rückseite hinweg gummiert fortsetzt. Zwar ist das verwendete Gummi etwas anfällig für Fussel, doch dem Bedienkomfort kommt es sehr angenehm zugute. Die Seiten sind ebenfalls von einem Gitter verdeckt, das im Gegensatz zu Oberseite und Front etwas grob-löchriger gestaltet ist und mit einem sehr edlen Anthrazit-Chrom-Rahmen abschließt. 2 Gummistreifen an der Unterseite sorgen für einen rutschfesten Stand.

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Die Haupt-Bedienelemente befinden sich alle auf der gummierten leiste an der Oberseite. Hier haben wir auf der rechten Seite die Tasten für Einschalten-/Standby, Roar-Funktion, Lauter, Leiser sowie eine Multifunktionstaste und auf der linken Seite den NFC-Empfänger, die Akkuanzeige und eine Aufnahmeanzeige. Auf der Geräte-Rückseite finden sich auf der linken Seite zahlreiche Anschlüsse wieder: Eingang für den Netzstecker, AUX-Eingang, ein USB 1.0 A Ausgang, ein Mikro-USB-Anschluss und sogar ein Steckplatz für microSD-Karten. Auf der rechten Seite gibt es noch folgende Bedienelemente: Mikrofon-Ein/Stummschalter, Aufnahmetaste, Aufnahme-Wiedergabe/Pause, einen Schalter für Zufallswiedergabe/Alles wiederholen, Track vor und zurück, Play/Pause, den Link Security Modusschalter, die TeraBass/Alarmtaste und einen Ein-/Ausschalter für die Sirenenfunktion.

Creative Sound Blaster Roar - 10

Aber nicht nur die elegante und modern wirkende Optik weiß auf Anhieb zu gefallen; Auch die Verarbeitung kann auf ganzer Linie überzeugen und ist vorbildlich ausgeführt. Dem Roar ein Knarzen zu entlocken ist nahezu unmöglich. Die Abmessungen betragen 20,2×5,7×11,5cm (B/H/T) und das etwas höhere Gesamtgewicht von 1085g vermittelt zudem eine wertige Haptik.

Wie es sich für einen mobilen Lautsprecher gehört, kann der Roar problemlos unterwegs eingesetzt werden. Aufgrund der edlen Optik dürfte er sich aber vor allem mit einem Dach über dem Kopf oder auf dem Bürotisch am wohlsten fühlen. Für Strandpartys würde ich ihn allerdings nur bedingt empfehlen, da sich zu schnell Sandkörner in der feinen Oberfläche verfangen könnten.

Technik

Im Inneren versorgen 2 Verstärker insgesamt fünf Treiber mit der passenden Leistung. Hierbei kümmert sich der eine Verstärker um die mittleren und tiefen Frequenzen, die in Form eines nach oben gerichteten 2,5“ Subwoofers ausgegeben werden und der andere um die hohen Frequenzen in Form von 2 frontal abstrahlenden 1,5“ Hochtönern. Für eine raumfüllendere Klangverteilung werden die Bässe noch zusätzlich über seitlich platzierte, sich gegenüberliegende Passivmembranen ausgegeben.

Ein leistungsstarker 6.000 mAh Lithium-Ionen-Akku soll eine Betriebsdauer von 8 Stunden gewährleisten. Bei unserem Test kamen wir bei deaktivierten Klangverbesserern und etwas angehobener Zimmerlautstärke zwar nur etwas über 7 Stunden und die Klangverbesserer dürften dem Ganzen noch ein paar weitere Minuten abziehen, doch um die Grillparty am Wochenende zu beschallen, dürfte der Akku definitiv ausreichen. Zur Not kann das Gerät ja auch noch per Netzteil betrieben werden. Aufgeladen werden kann der Akku wie üblich über das beiliegende Netzteil oder das Mikro-USB-Kabel.

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Für eine hochwertige Soundübertragung (über Bluetooth 3.0) unterstützt das Gerät die Leistungsstarken HD-Codecs aptX und AAC, die auf den meisten Android-Smartphones und iPhones zum Einsatz kommen.

Dank einem in der Front integrierten Mikrofon lässt sich der Roar auch als Freisprechanlage nutzen, für Telefonkonferenzen oder als Diktiergerät, dass die Aufnahmen auf der eingelegten microSD-Karte abspeichert.

Handhabung

Der Roar wurde sehr benutzerfreundlich und intuitiv konzipiert, was man auch an ziemlich allen Ecken und Enden merkt. Nach einem Druck auf den Powerbutton wird die Betriebsbereitschaft durch einen angenehmen, kurzen Jingle signalisiert und auch beim Ausschalten ertönt ein kurzer Signalton.

Verbinden könnt ihr euer Abspielgerät wahlweise per Bluetooth, NFC oder mit Hilfe eines standardmäßigen 3,5mm Klinkenkabels. Ein Abspielen von Musikdateien per USB ist nicht möglich, da es sich bei dem USB-Port lediglich um einen Ausgang handelt.

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Habt ihr ein NFC-fähiges Smartphone, könnt ihr dieses ganz einfach an den NFC-Empfänger halten und schon ist euer Device mit dem Roar verbunden. Aber auch für Nutzer ohne Gerät mit NFC-Chip (wie bspw. bei allen aktuellen iPhones) läuft die Kopplung per Bluetooth ab, wie man es gewohnt ist. Durch einen längeren Druck auf die Multi-Funktionstaste am Roar wird der Pairing-Modus aktiviert, der die LED links nebenan zum schnellen Blinken bringt. Nun schaltet ihr an eurem Wiedergabegerät Bluetooth an, sucht nach dem Roar und seid auch so ruckzuck verbunden, was durch einen Signalton und eine dauerhaft weiß leuchtende LED bestätigt wird. Das Verbinden per AUX-Kabel erklärt sich wohl von selbst.

Der Akkustand wird durch 3 grüne LEDs dargestellt, die permanent leuchten. Des Weiteren signalisieren 2 weitere LEDs durch weißes Leuchten per Bluetooth verbundene Geräte oder den aktiven Roar Modus.

Creative Sound Blaster Roar - 12

Klangqualität

Der Roar bietet neben dem standardmäßigen Klangmodus direkt nach dem Einschalten, der für sich betrachtet schon ganz gut klingt, zwei zuschaltbare Klangverbesserer:

TeraBass:

Bei Musikwiedergabe auf geringeren Lautstärken ist die Wahrnehmung der Basswiedergabe oft nicht so intensiv und raumfüllend, wie sie sein sollte. Ein Problem, mit dem viele mobile Lautsprecher zu kämpfen haben und das Creative definitiv gut in den Griff bekommen hat. Über die ALARM Taste an der linken Rückseite lässt sich nämlich die TeraBass Funktion aktivieren, die dem Hörer auch auf leiser Lautstärke ein hörenswertes Bassfundament bietet, das sich wunderbar in nahezu jede Musikrichtung einbringt. Eine sympathische, weibliche Stimme (die sich auch bei anderen Funktionen bemerkbar macht und die man wahlweise auch deaktivieren kann) signalisiert hierbei mit den Worten „TeraBass on/off“ den aktuellen Status der intelligenten Bassverstärkung. Mit zunehmender Lautstärke wird diese automatisch so lange vermindert, bis die ursprüngliche, maximale dynamische Ausgabe erreicht ist.

Roar:

Ist im Gegensatz zur TeraBass Funktion eine höhere Audioleistung erforderlich, bspw. auf kleineren Partys, kann die Roar Funktion aktiviert werden, die den Sound mit noch mehr Lautstärke, Klangfülle und Tiefe füllt und dem Klangbild somit noch einen gewissen Schub an Power verleiht.

Natürlich kann man beide Modi auch miteinander kombinieren, was mir persönlich am besten gefällt, da sich hier trotz einer Extraportion an Bass und Höhen ein immer noch schön harmonisches Klangbild ergibt. Dank insgesamt 4 verschiedener Soundmodi dürfte also für jeden etwas dabei sein. An und für sich klingt der Roar auch so schon gut, doch die Klangverbesserer heben die Wiedergabequalität eben nochmals deutlich an.

Die Gesamtlautstärke ist für solch ein kompaktes Gerät überraschend laut. Einen knapp 30m² großen Raum konnte er jedenfalls ausreichend gut mit Lautstärke beschallen. Für einen solchen Knirps wirklich nicht schlecht. Auch voll aufgedreht wird die Musik verzerrungsfrei und pegelfest wiedergegeben.

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Zusatzfunktionen

-Ist der Roar über das mitgelieferte USB-Kabel mit PC oder Mac verbunden, kann er auch als PC-Lautsprecher eingesetzt werden. Über die Sound Blaster Control Panel Software von Creative kann man den Klang seinen persönlichen Bedürfnissen anpassen. Quasi als 5. Soundmodi.

-Link Security: Bietet 3 verschiedene Einstellungsmöglichkeiten für die Sicherheit der Bluetooth-Verbindungen. LS Aus: Zugangsfreier Modus bei dem jeder die Kontrolle über den Speaker übernehmen kann. LS 1 verbindet per Verbindungsanfrage nur Geräte, die bereits gekoppelt wurden. LS2 ist der Standard-Multipoint Modus, durch den 2 Bluetooth-Geräte gleichzeitig verbunden werden können. Zum Wechseln zwischen den beiden gekoppelten Devices muss lediglich die Wiedergabe auf dem Einen angehalten werden und schon kann Musik vom 2. Gerät aus wiedergegeben.

-Dank integriertem Player können bei eingelegter Speicherkarte (ab Klasse 4, mit bis zu 32GB und im FAT16/32 Format) Audiodateien im WMA, WAV & MP3 Format wiedergeben werden. Nicht unterstützt werden WMA Pro & Lossless. Nach dem Einstecken kann über das Bedienfeld auf der Rückseite die Wiedergabe gestartet und angehalten werden. Über die beiden darunterliegenden Tasten gelangt man zum vorherigen/nächsten Titel oder Ordner und mit dem Schalter startet man Zufallswiedergabe oder eine Alle wiederholen-Funktion.

-Schließt man den Roar per USB und in eingeschaltetem Zustand an den PC an, agiert er als Kartenleser und kann somit eingesteckte microSD Karten auslesen.

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-Über die Aufnahmefunktion können bei eingesetzter microSD Karte gerade laufende Titel oder Sprachaufzeichnungen mitgeschnitten werden.

-Ist ein Smartphone per Bluetooth mit dem Roar verbunden, können über die Multifunktionstaste Anrufe entgegengenommen, beendet, abgelehnt und bei eingelegter microSD Speicherkarte wahlweise auch mit aufgezeichnet werden. Das Pausieren der aktuell wiedergegebenen Musik ist ebenfalls möglich.

-Nach einem längeren Druck auf die kleinere Play/Pause-Taste (die der Aufnahmefunktion) an der Rückseite lässt sich der Bedtime-Modus aktivieren, der die Wiedergabe nach 15 oder 30 Minuten langsam (leider nicht stufenlos) ausblendet und den Lautsprecher gegen Ende automatisch ausschaltet.

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-Der Roar bietet eine Sirenenfunktion, mit der man nach einem längeren Druck auf den TeraBass/ALARM über eine Sirene auf sich aufmerksam machen kann. Ein separater Schalter verhindert das zufällige Aktivieren dieses Alarmtones.

-MegaStereo: Über ein separat erhältliches Kabel lassen sich 2 Roars miteinander verbinden. Hierbei wird jedem Gerät ein eigener Kanal zugewiesen, wodurch ein breiterer und intensiverer Klang erzeugt wird. Natürlich sind hier nicht zwingend 2 Roars erforderlich. Nahezu jeder Lautsprecher, der über einen AUX IN Eingang verfügt, kann hier zum Einsatz kommen. Audiogeräte mit OMTP Standard werden möglicherweise nicht funktionieren.

-Über den USB Anschluss lassen sich sowohl im eingeschalteten als auch ausgeschalteten Zustand Smartphones und weitere Geräte aufladen. Logischerweise verringert sich dabei im Akkubetrieb auch die Dauer der restlichen Musikwiedergabe.

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Fazit

Mit dem Sound Blaster Roar haben Creative ein rundum gelungenes Produkt auf die Beine gestellt, das kaum Wünsche offen lässt. Der Bluetooth-Lautsprecher, der wahlweise auch ganz einfach per NFC verbunden werden kann, bietet eine moderne, ansprechende Optik und eine lobenswerte Verarbeitung mit wertiger Haptik. Doch damit nicht genug, denn der Roar klingt genau so gut wie er aussieht. Wem der standardmäßige Klang nicht ganz zusagt, dürfte spätestens mit den zugeschalteten Klangverbesserern TeraBass sorgt bei geringer Lautstärke für ein ausreichend gutes Bassfundament und dank Roar ist auch die Beschallung von kleineren Partys kein Problem mehr. Zahlreiche Zusatzfeatures wie bspw. der microSD Kartenleser heben ihn von der Konkurrenz ab und sorgen für ein durchweg stimmiges Gesamtpaket. Mit einem Verkaufspreis von knappen 150€ (auf der Herstellerseite und bei Amazon.de / Stand: 25.11.2014) kann man jedenfalls nur schwer „nein“ sagen kann.

Pluspunkte:

+Verbindung von 2 Bluetooth-Devices gleichzeitig

+Sehr gute Klangeigenschaften

+Vorbildliche Verarbeitung

Minuspunkte:

-keine Musikwiedergabe über USB-Stick

-Kabellose Nutzung über PlayStation4 oder AppleTV nicht möglich

Autor :

Johannes Knapp ist deutscher Techblogger der ersten Stunde und Seitenbetreiber von NewGadgets.de. Bei Fragen, schickt mir einfach eine Email an info@newgadgets.de

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