Mercedes-Benz GLC 250 Fahrbericht

Am 15. Juli 2015 von
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In Warschau hatte ich die Möglichkeit den neuen Mercedes-Benz GLC zu fahren. Zwar hatte ich nur zwei Stunden Zeit, aber das reicht ja um zumindest einen ersten Eindruck zu vermitteln.

Die neue Namensgebung der SUVs von Mercedes-Benz beinhaltet auch gleichzeitig die Größenordnung, damit man ungefähr weiß mit was man es zutun hat. Während GLK, ML, GL nicht wirklich aussagekräftig waren, bedient man sich nun den bereits bekannten und etablierten Klassen A, C, E und S. Der Mercedes-Benz GLA basiert somit also auf der A-Klasse. Der Mercedes-Benz GLC den ich gefahren bin, basiert von der Größe her auf der C-Klasse und der Mercedes-Benz GLE mit dem etwas länger unterwegs war (Roadtrip von München über Kitzbühel und Leipzig nach Warschau), auf der E-Klasse. So kann man zumindest schon einmal vom Namen her darauf schließen wie sich die Fahrzeuge größentechnisch voneinander unterscheiden. Das dürfte damit sicherlich ein wenig Licht ins Dunkel bringen, denn wenn ich in meinem Bekanntenkreis herumgefragt habe, dann wusste niemand ob ein GL nun größer ist als ein ML oder GLA.

Der neue Mercedes-Benz GLC ersetzt den bisherigen Mercedes-Benz GLK. Er ist zwar im Grunde genommen der Nachfolger, aufgrund der neuen Designlinie bei den SUVs hat er aber ein ganz frisches Äusseres bekommen und auch die Namensänderung soll deutlich machen, dass es sich hier um einen eigenständigen neuen Wagen handelt. Ich fand das Aussehen des GLK in Ordnung, er war mir nur etwas zu kantig. Dies hat sich nun komplett geändert, der neue GLC hat nun eine geschwungenere Form, was mir persönlich eher zusagt.

Mercedes-Benz GLC hinten

Kommen wir mal zum Innenraum. Wer schon einmal im GLK gesessen hat, der wird über den Innenraum des GLC positiv überrascht sein. Hier kommt das Innenraumdesign der aktuellen C-Klasse zum Einsatz. Armaturenbrett samt Mittelkonsole wirken sehr viel edler und moderner als im Vorgänger. Das Display des Infotainment ist mittig auf dem Armaturenbrett platziert. Gesteuert wird dieses über den Dreh-Drück-Schalter und über das darüber angebrachte Touchpad. Als Material für die Zierelemente können neben der schwarzen Klavierlackoptik auch Hölzer, Carbon oder Aluminium ausgewählt werden. Mein persönlicher Favorit ist hier „Esche schwarz offenporig“, es sieht richtig gut aus und hat eine matte Oberfläche, man sieht also Fingerabdrücke nicht so sehr. Im Video könnt ihr es übrigens im Innenraum sehen, denn der Testwagen hatte genau dieses Material verbaut. Ebenfalls verbaut war das AMG Sportlederlenkrad welches unten abgeflacht ist und dadurch einen richtigen sportlichen Touch bekommt. Ausserdem ist es schön dick und griffig und fühlt sich während der Fahrt toll an. Auf jeden Fall eine Sonderausstattung die bei mir nicht fehlen darf.

Mercedes-Benz GLC Innen

Obwohl der GLC ein SUV ist, ist er dennoch recht schlank und auch in der Stadt habe ich nie das Gefühl mit einem Schiff unterwegs zu sein. Nach ein paar Minuten hatte ich die Dimensionen verinnerlicht und konnte mich in Warschau durch die engen Gassen schlängeln. Man hat im GLC trotzdem die erhöhte Sitzposition die beim Einsteigen und während der Fahrt als sehr angenehm empfinde. Gefahren bin ich den GLC 250, der mit seinen 211 PS schon sehr flott unterwegs war.

Mercedes-Benz GLC 250

Video

Auch wenn die Fahrt nur kurz war hatte ich die Möglichkeit ein Video zu drehen in dem ich meine ersten Eindrücke zum Wagen für euch aufgezeichnet habe. Auch gibt es ein paar kurze Fahrimpressionen zu sehen.

Mein Mercedes-Benz GLC

Wie würde ein von mir konfigurierter Mercedes-Benz GLC aussehen? Ich habe den Konfigurator auf der Website angeschmissen und mir einen GLC nach meinen persönlichen Vorlieben zusammengestellt. Fangen wir beim Motor an, viel Auswahl gibt es hier zu Beginn nicht, es stehen der GLC 220 d 4MATIC (170 PS), der GLC 250 d 4MATIC (204 PS) und der GLC 250 4MATIC (211 PS) zur Verfügung. Hier würde ich mich für den einzigen Benziner mit seinen 211 PS entscheiden. Der 4 Zylinder beschleunigt den Wagen in 7,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h, erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 222 km/h und hat einen Durschnittsverbrauch von ca. 6,5 Liter / 100 km. Dank der 9G-TRONIC Automatikschaltung mit 9 Gängen sind die Schaltvorgänge sanft. Dennoch kann der Wagen im Sport-Modus auch ein wenig ruppiger sein und sich flott über Landstraßen schlängeln. Bei den vordefinierten Paketen würde ich mich für das Park-Paket entscheiden, dieses beinhaltet den aktiven Parkassistenten der euch die Lenkarbeit abnimmt und ausserdem Surround-View welches dank 4 Kameras einen 360° Rundumblick ermöglicht, so wird einparken und rangieren ein Kinderspiel.

Das Spur-Paket mit Totwinkel- und Spurhalte-Assistent ist mir auch ans Herz gewachsen. Von der Farbe her würde mein GLC ein Tenoritgrau metallic erhalten, eine wirklich schöne Farbe die nicht so pflegebedürftig ist wie Schwarz oder Weiß. Bei den Felgen müssen es bei mir die AMG Vielspeichen-Design in 20 Zoll sein, dazu dann natürlich auch das AMG Line Exterieur & Interieur-Paket. Die Zierelemente in Holz Esche schwarz offenporig und von der Ausstattung her Sitzheizung für Fahrer und Beifahrer, das COMAND Online Infotainment mit Touchpad und als Fahrerassistenzsystem muss auf jeden Fall noch DISTRONIC PLUS verbaut sein, ein Feature das ich seit dem Roadtrip mit dem Mercedes-Benz GLE von München nach Warschau nicht mehr missen möchte. Hier hält das System immer den nötigen Abstand zum Vordermann, ideal auf längeren Autobahnfahrten oder auch im Stau. Und damit man auch Abends die Umgebung gut ausgeleuchtet wird, muss auch das LED-Intelligent Light System rein. Das Head-up-Display habe ich auch derzeit in meinem Privatwagen und kann gar nicht mehr ohne. Meine Wunschkonfiguration übersteigt natürlich meine finanziellen Mittel, dennoch würde ich, wenn ich mir einen GLC zulegen würde, ihn mir genau so konfigurieren. Der Kaufpreis ab Werk wäre hier nun 62.451,20 Euro. Hier könnt ihr meinen Wagen anschauen. Welche Extras müssten bei euch noch rein oder auf welche könntet ihr verzichten? Lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen.

Autor :

Johannes Knapp ist deutscher Techblogger der ersten Stunde und Seitenbetreiber von NewGadgets.de. Bei Fragen, schickt mir einfach eine Email an info@newgadgets.de

4 Responses to “Mercedes-Benz GLC 250 Fahrbericht”

  1. Schünemann sagte am 23.08.2015 um 19:06

    Hallo Johannes,
    Habe dein Bericht gesehen. Schade das du dich nicht richtig über den GLC informiert hast! Der GLC hat eine 9 Gang Automatikgetriebe und nicht wie gesagt eine 7 Gang Automatikgetriebe.
    Gruß
    Matthias

    • Johannes sagte am 23.08.2015 um 20:10

      Hi Schünemann, das mit dem Getriebe hatten wir aber bereits direkt korrigiert. Da ich vorher der GLE 63 gefahren bin hatte ich leider noch die 7 Gang Automatik im Kopf. Hatte für den GLC Fahrbericht nur 1-2 Stunden Zeit, da kann es durchaus mal zu einem kleinen Fehler kommen 🙂

  2. Klaus sagte am 04.06.2016 um 21:12

    Der Fahrbericht ist ja eine einzige Lobhudelei. 😉
    Zugegeben der Wagen fährt sich klasse. Aber die Darstellung ähnelt wohl eher einem Werbetext. Dumm nur, auch tenoritgrau existiert als Farbe nicht.
    Die ganze Palette von Sonderausstattungen treibt die Preise ins Unerschwingliche.
    Und schaut man mal die auf Farbpalette Aussenlackierung und Innenraum, dann ist die Auswahl derart eingeschränkt, dass man denkt, man kauft in der DDR. Industrie 4.0 im Rückschritt. Schlecht gemacht, Mercedes

    • Johannes sagte am 06.06.2016 um 04:46

      Ja wenn du das so meinst 🙂 Ich kann aber leider auch nicht zwanghaft negativ schreiben wenn mir der Wagen gefällt. Schlecht schreiben geht nur wenn einem etwas nicht gefällt. Tenoritgrau gibt es anscheinend nicht mehr, als ich ihn damals konfiguriert habe auf der Webseite gab es die Farbe noch.

      Also ich hab gerade noch mal den Konfigurator angeschmissen und zähle 15 Ledervarianten und 12 Farben für die Aussenlackierung. Wieviele hättest du denn gerne? Hab gerade noch mal bei einigen anderen Herstellern geschaut, da gibt es genau so viele bzw. weniger 🙂

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