Kodak Pixpro 4KVR360 Testbericht

Am 19. Dezember 2017 von
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Wir hatten die Kodak Pixpro 4KVR360 nun einige Wochen in Benutzung. In unserem ausführlichen Testbericht erfahrt ihr was die 360° Kamera so alles zu bieten hat.

Kodak hat mit der Pixpro 4KVR360 eine besondere 360°-Kamera auf den Markt gebracht, denn sie deckt gleich mehrere Bereiche ab. Sie dient entweder als 360°-Kamera für tolle Surround-Videos, kann aber bei Bedarf auch eine Actionkamera mit großem Weitwinkel sein, wenn der Nutzer lieber Action ohne 360°-Schwenkfunktion haben möchte. Mit der Dome-Funktion hat man dann auch noch die Möglichkeit, zumindest ein 180°-Video zu erstellen was auch manchmal einen tollen Effekt haben kann.

Lieferumfang

Wir haben das Adventure Pack im Test gehabt. Dieses ist etwas umfangreicher als das Standard Pack. Schauen wir aber zuerst einmal, was alles im Standard Pack enthalten ist. Im Lieferumfang der Kamera befindet sich eine Transporttasche, welche die Kamera vor Stößen und Kratzern schützt, ein Ladegerät, eine Fernbedienung und ein kleines, kompaktes Reisestativ. Zusätzlich beinhaltet das Adventure Pack auch noch mehr Zubehör für den ambitionierten Filmer. Dazu gehört ein spezielles Case für den mobilen Einsatz. Ein Lenkradhalter und auch Klebepads, um die Kamera an bestimmten Stellen z.B. am Helm zu fixieren. Somit hat man gleich zu Beginn alles, was man benötigt, um direkt mit der Kamera loszulegen. Dank dem Gewinde kann man die Kamera auch an das zahlreich im Handel verfügbare Zubehör anschließen, so nutze ich z.B einen Saugnapf für Fahraufnahmen.

Kodak 4KVR360 - Lieferumfang

Erster Eindruck

Die Kodak 4KVR360 macht einen guten ersten Eindruck, denn sie ist kompakt und fühlt sich hochwertig verarbeitet an. Sie kommt in einem weißen Gehäuse. Auffällig sind die großen Linsen auf beiden Seiten, die größere Linse ist der Dome und die kleinere ist die normale Frontkamera, dies steht der Einfachheit halber aber auf an der jeweiligen Seite drauf. Auf der Oberseite befindet sich ein beleuchtetes Display, welches das aktuelle Programm anzeigt und worüber man alle Funktionen einstellt. Ebenfalls auf der Oberseite liegen die Aufnahmetaste und die Powertaste. Auf der Seite befindet sich die Menütaste und die WLAN-Taste. Hinter einer wasserfesten Klappe, die mittels einer Sicherung gegen unbeabsichtigte Öffnung geschützt werden kann, befindet sich der Akkuschacht, microUSB, microHDMI und der microSD-Kartenslot.
Funktionen

Kodak Pixpro 4KVR360 Adventure pack

Die Kodak Pixpo 4KVR360 bietet drei Modi: Einmal 360°, bei der, wie der Name schon vermuten lässt, eure Umgebung in 360° aufgenommen wird. Wenn man auf den Dome schaltet, wird ein Video oder Bild mit der Dome-Kamera aufgenommen, die besonders weitwinklig ist. Dann gibt es noch die Frontkamera, die verwendet werden kann – diese bietet auch einen guten Weitwinkel und kann als Actioncam genutzt werden. Jeder Modus hat dann noch Einstellungsmöglichkeiten bei der Auflösung, je nachdem was ihr also am Ende benötigt. Bei der Auflösung geht Kodak Pixpro hier zeitgemäß bis zu 4K, auch wenn die meisten Nutzer natürlich mit Full HD (1080p)-Content absolut zufrieden sind. Ich zumindest filme auch weiterhin noch alles in Full HD.

Kodak 4KVR360

360°-Content lässt sich einfach und schnell mithilfe von VR-Brillen erlebbar machen. Hier gibt es auch für jeden Geldbeutel eine Lösung, vom günstigen Pappmodell für das eigene Smartphone – bis hin zur professionellen Lösung für den PC in hochauflösender Qualität. Und etwas Besonderes ist es auf jeden Fall, denn wenn man sich solche 360°-Videos mit einer VR Brille anschaut, dann fühlt man sich auf einmal wie mittendrin. Die Bewegungen des Kopfes werden 1:1 auf das Video übertragen und nach einiger Zeit vergisst man fast, dass man eine VR-Brille trägt. Es sind aber natürlich auch einige Dinge zu beachten, wenn man mit einer 360°-Kamera Videos aufnehmen möchte. Man muss sich immer vor Augen führen, dass eine 360°-Kamera nicht die gleiche Funktionsweise hat wie eine herkömmliche Kamera. Normalerweise richtet man die Kamera auf das Objekt, das man im Bild haben möchte. Man schwenkt über eine Landschaft, um alles aufs Bild zu bekommen. Bei einer 360°-Kamera läuft das ein wenig anders und ihr solltet diese Hinweise beachten, sonst bekommt ihr am Ende ein Ergebnis, das euch nicht gefallen wird und das sich keiner anschauen will. Eine 360°-Kamera muss man z.B. nicht auf ein bestimmtes Objekt richten. Auch Kameraschwenks sollte man unbedingt vermeiden, sonst wird das Endergebnis richtig schlecht. Diese Kameras heißen ja nicht umsonst 360°-Kameras. Sie nehmen alles um euch herum auf und deshalb gibt es einen ganz wichtigen Tipp für euch, haltet die Kamera unbedingt still! Am besten ihr nutzt einen GorillaPod oder ein Stativ.

Kodak 4KVR360 - App

Mittels App kann man die Kamera auch mit dem Smartphone steuern und sich hier beispielsweise eine Vorschau anzeigen lassen. Allerdings versuche ich als Heavy User den Akku der Kamera zu schonen und verzichte deshalb weitestgehend auf WLAN-Funktionen.

Wie heißt es doch so schön – Bilder sagen mehr als tausend Worte. Mit welchen Ergebnissen ihr bei der Kodak Pixpro 4KVR360 rechnen könnt, das könnt ihr hier sehen. Ich habe für euch Beispielvideos und Bilder von den drei Modi (360°, Dome und Front) hier eingebaut. Ich bin mit der Bildqualität der 360°-Funktion sehr zufrieden und auch die beiden anderen Modi können mich überzeugen, sodass die 4KVR360 – für mich als Vielreisenden – ein guter Begleiter ist, um beeindruckende Aufnahmen machen zu können. Bei schlechten Lichtverhältnissen kann sich das Ergebnis immer noch sehen lassen, es sollte allerdings natürlich nicht zu dunkel werden, sonst macht auch die 360° Funktion nicht mehr soviel Spaß denn man will ja bei solchen Rundumvideos auch ein wenig die Details sehen. Für Facebook sind auch die 360° Bilder interessant da sie wenn man sie hochlädt automatisch als solche dargestellt werden.

VR-Mode

Dome-Mode

Front-Mode

Fazit

Eine hochwertig verarbeitete Kamera, die aufgrund ihrer kompakten Größe auch immer dabei sein sollte um keine wichtigen Momente zu verpassen. Sie ist wasserfest, frostbeständig, sowohl staubdicht als auch stoßfest und ist daher die perfekte Kamera für abenteuerliche Touren, bei der man robustes Equipment benötigt. Dank des standardisierten Gewindes kann man die Kamera direkt an ein Stativ anschrauben oder an die zahlreich im Markt vorhandenen anderen Vorrichtungen wie Saugnäpfe, Fahrradhalter etc. Positiv fällt auf, dass sie drei Modi besitzt und man so je nach Anwendungsgebiet immer die richtige Kamera dabei hat.

Autor :

Johannes Knapp ist deutscher Techblogger der ersten Stunde und Seitenbetreiber von NewGadgets.de. Bei Fragen, schickt mir einfach eine Email an info@newgadgets.de

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