Test: Ultrasone Naos High-Res DAC

Am 25. Januar 2018 von
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Mit dem Naos stellt das bayrische Unternehmen Ultrasone seinen ersten DAC (Digital-to-Analog Converter) speziell für Kopfhörer vor. Wir haben uns den Wandler geschnappt und getestet.

Lieferumfang / Erster Eindruck

Dank eines Sichtfensters kann man das Produkt in der Packung bereits beim Kauf und vor dem Auspacken bewundern. Das macht auch Sinn, denn so sieht man direkt wie kompakt dieser DAC ist. Beim Auspacken kommt einem direkt die Transporttasche entgegen in der sich die vier Anschlusskabel befinden: microUSB->USB, microUSB->Lightning, microUSB->microUSB und microUSB->USB-C. Dank der kompakten Maße auch mit der Transporttasche kann der Wandler immer und überall dabei sein, denn er nimmt einfach nicht viel Platz weg und kann auch meist in der Transporttasche der Kopfhörer noch ein Plätzchen finden.

Ultrasone Naos - 1

Der erste Eindruck nach dem Auspacken ist gut, denn der Wandler fühlt sich wertig an, was natürlich auch an dem Metallgehäuse liegt. Er ist angenehm leicht, fällt also beim Gebrauch nicht unnötig ins Gewicht und fällt kaum auf. Auf der einen Seite befindet sich der microUSB-Port für das Anschlusskabel zum Endgerät und auf der anderen Seite ist der 3,5mm Klinkenanschluss für die Kopfhörer.

Praxistest & Klang

Die Stromversorgung erfolgt übrigens direkt vom mobilen Endgerät aus. Der Naos verfügt über keine eigenen Tasten, der Sound wird also komplett über das mobile Gerät eingestellt und gesteuert. Hier müsst ihr auch beachten dass Befehle die ihr über die in eure Kopfhörer integrierte Fernbedienung nicht angenommen werden, die Fernbedienung ist also in der Zwischenzeit ohne Funktion. Mit nur 6g Eigengewicht merkt man unterwegs eigentlich gar nicht dass hier noch ein DAC dazwischengeschaltet ist, beim Sound allerdings macht er sich deutlich bemerkbar. Es ist beeindruckend wie sich der Klang verändert wenn man den Naos zwischen Endgerät und Kopfhörer schaltet. Wer hochwertige Kopfhörer besitzt der wird sich über einen dynamischeren Sound freuen können als über eine Direktverbindung mit dem mobilen Endgerät. Der Klang verbessert so ziemlich alle Frequenzbereiche, die Höhen werden detaillierter, die Mitten räumlicher und die Tiefen kraftvoller. Hier empfiehlt es sich allerdings hochwertige Kopfhörer einzusetzen. Zwar macht sich der Klang bereits bei günstigen Modellen bemerkbar, wer aber mit qualitativ hochwertigen Kopfhörern seine Musik genießt wird so richtig auf seine Kosten kommen.

Technische Daten

  • Kompatibilität: Smartphone (iOS, Android), Tablet, Notebook/Computer (Mac OS, Windows)
  • Größe: 46 mm x 18 mm x 6 mm
  • Audio Input: Micro USB
  • Kopfhörer Ausgang: 3,5 mm Stereo TRS
  • Frequenzgang: 10 Hz – 30 kHz
  • Drive ability: 16 – 300 Ohm
  • Sample Rate (USB Decoding): max 192 kHz /24 bit
  • Out Power 1: > 90 mW (16 Ohm / 3.3 V input voltage)
  • Out Power 2: > 200 mW (16 Ohm / 5 V input voltage)
  • Out Power 3: > 40 mW (32 Ohm / 3.3 V input voltage)
  • Out Power 4: > 100 mW (32 Ohm / 5 V input voltage)
  • THD+N: < 0.01% (1 kHz)
  • Ausgang Impedanz: 0.73 Ohm
  • SNR: 110 dB (3.3 V input voltage)
  • Status LED: Grün
  • Max. Ausgang Voltzahl: 2.6 Vp-p
  • Max. Output Current: 52.7mA (16 Ohm/ 1 kHz)
  • DAC Chip: AKM AK4432
  • Gewicht: 6 g

Fazit

Wer Wert auf guten Klang legt und auch qualitativ hochwertige kabelgebundene Kopfhörer sein Eigen nennt, der sollte sich auf jeden Fall den Ultrasone NAOS anschauen und vor allem probehören. Man holt hier aus seinem Smartphone oder Tablet den besseren Klang heraus. Wer mit den mitgelieferten Kopfhörern des Smartphones bereits vollkommen zufrieden ist, der sollte dann wahrscheinlich auch nicht zu dem DAC greifen, denn dieses Gadget richtet sich ausschließlich an einen Personenkreis mit feinem Gehör und audiophilen Anspruch. Der Preis von 169 Euro (Stand 25.1.18 – Amazon) wirkt für das kleine Kästchen zwar im ersten Blick viel, für hochwertige Klangqualität für unterwegs gibt man aber gerne auch mal etwas aus, vor allem wenn man passionierter Musikliebhaber ist.

Autor :

Johannes Knapp ist deutscher Techblogger der ersten Stunde und Seitenbetreiber von NewGadgets.de. Bei Fragen, schickt mir einfach eine Email an info@newgadgets.de

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