Erfahrungsbericht zur Microsoft Xbox One

Am 23. August 2013 von
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Als die gamescom 2013 am Mittwoch, den 21. August 2013, in Köln ihre Tore für den Fachbesucher- und Medientag öffnete, hat es sich natürlich auch das Team von NewGadgets.de nicht nehmen lassen, euch von der weltgrößten Messe für Video- / Computerspiele und Unterhaltungselektronik zu berichten. Für alle, die keine Gelegenheit oder Zeit hatten, die Messe zu besuchen, hier nun ein Erfahrungsbericht von mir, der seinen Fokus hauptsächlich auf die neue Next-Generation Konsole Microsoft Xbox One legt.

Mit 23 Launchtiteln zum Verkaufsstart im November diesen Jahres bietet die neue Xbox Generation bereits eine durchaus anständige Auswahl an Spielen. Natürlich bat sich auch dieses Jahr in den Hallen des Kölner Messegeländes die Möglichkeit, bereits im Vorfeld den einen oder anderen Titel anzuzocken. Gamescom- typisch kam man bei weniger gehypten Titeln wie „Peggle 2“, „LocoCycle“ oder „Zoo Tycoon“ sofort und ohne Wartezeiten in den Genuss, das Spiel anzutesten und sich mit dem neuen Controller vertraut zu machen. Bei aufwendigeren & beliebteren Spielen wie bspw. „Forza Motorsport 5“  oder dem neuen „FIFA 14“ hingegen musste man in den Warteschlangen schon etwas mehr Geduld aufbringen. Vom Anfang nächsten Jahres erscheinenden Action- Rennspiel „The Crew“ konnte man sich auch schon ein paar Gameplay- Eindrücke einholen. Für Top- Titel wie bspw. „Killer Instinct“ / „Dead Rising 3“ oder „Ryse – Son of Rome“ wurden separate Bereiche eingerichtet, in denen den Besuchern nur in geringer Anzahl Eintritt gewährt wurde und Wartezeiten von einer Stunde keine Seltenheit waren. „Project Spark“ hingegen wurde dem Publikum in einer chilligen Lounge präsentiert und natürlich durfte auch „Kinect Sports Rivals“ nicht fehlen, das mit dem neuen Kinect Sensor gespielt wird und wirklich sehr spaßig und gut aussah.

Da die Next- Gen Ausgaben von „Battlefield 4“ erstmals Multiplayer- Partien von bis zu 64 Spielern ermöglichen werden, hat Publisher Electronic Arts keine Kosten und Mühen gescheut und 2 Bereiche mit jeweils 64 High- End PCs bestückt, auf denen sich die Besucher in 2 Teams gegenseitig für ein paar Minuten in einem Gefecht die Hölle heiß machen konnten. Die Xbox One- Versionen hingegen stand genau wie bei „Assassin’s Creed IV – Black Flag“ leider nicht zur Verfügung. Ich hab es mir natürlich nicht nehmen lassen, einen kurzen Blick auf das Geschehen zu werfen und muss sagen: Das sah schon sehr beeindruckend aus! Nicht nur das Spiel an sich, sondern auch so viele Zocker und Monitore in einem Areal.

Natürlich konnte man beim Antesten auch einen etwas genaueren Blick auf die Konsole an sich, den Controller und den Kinect Sensors werfen. Letzterer ist nahezu genau so breit wie die eigentliche Konsole geworden; Für eine Sensorbar zwar ein ordentlicher Klotz, doch viel Technik benötigt eben auch seinen Spielraum.

Der Xbox One Controller wurde nicht neu erfunden, sondern stellt eher eine verbesserte Version des Xbox 360 Controllers da. Man braucht also keine „revolutionären“ Veränderungen erwarten, jedoch wurden nahezu alle Tasten optimiert. So wurde bspw. das Steuerkreuz im Gehäuse integriert, die Aktionstasten kommen etwas dezenter rüber und die Druckpunkte wurden spürbar verbessert, was vor allem an den Schultertasten auffallen dürfte und die Rückseite ist nun endlich schön eben und wird nicht wie beim 360 Controller von einem Akku- Fach dominiert. Im Grunde hat sich am Tastenlayout nichts groß verändert, was auch gar nicht notwendig war, denn mal ehrlich: Kein Controller lag bisher so gut in der Hand wie der XBOX 360 Controller. Lediglich der XBOX Button ist weiter nach oben gewandert. Die minimale Verkleinerung des Controllers war für meine durchschnittlich großen Hände gerade noch so in Ordnung. Gamer mit größeren Händen könnte diese Veränderung jedoch etwas negativ auffassen. Jedenfalls wirkt das  Gesamtbild jetzt etwas definierter, erwachsener und leicht aggressiver, was mir wirklich klasse gefällt!

Xbox One - 4

Die Systemoberfläche der One scheint Microsoft- typisch dem aktuellen Windows 8 Stil angepasst worden zu sein, also sehr simpel und übersichtlich. Den Einen wird das nerven, den Anderen freuen. Ich persönlich finde sie zwar durchaus intuitiv. Optisch gesehen jedoch „ein wenig zu simpel“ und gerade design- technisch einfach nicht „up to date“.

Die Konsole an sich scheint in ihren Dimensionen wohl alles Bisherige zu toppen, was einzeln betrachtet (also ohne Vergleiche zur Konkurrenz) jedoch noch in Ordnung gehen dürfte. Schließlich soll die nicht ganz so kompakte Bauweise der Komponenten in Verbindung mit einem größeren Lüfter die Geräuschkulisse deutlich angenehmer gestalten, was letztendlich dem Nutzer zu Gute kommen dürfte.

Hier einige Impressionen der neuen Konsole und einiger Spiele

Nachdem Microsoft anfangs angekündigte „Features“ wie Onlinezwang, Gebrauchsspielsperre und Kinectpflicht nach deutlichem Kreuzfeuer der Kritiker wieder revidiert haben, dürfte durchaus eine Chance bestehen mit ihrem direkten Konkurrenten, der PlayStation 4 mitzuhalten. Auch grafisch gesehen konnte man hier absolut nicht meckern. Natürlich kann man hier keinen grafischen Quantensprung wie von der Xbox zur Xbox 360 erwarten aber gerade durch die Full-HD Unterstützung wirken die Spiele einfach schön scharf und sind kaum noch von aktuellen PC- Spiele zu unterscheiden.

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2 Responses to “Erfahrungsbericht zur Microsoft Xbox One”

  1. Martin sagte am 24.08.2013 um 04:20

    Wird definitiv eine Xbox one unterm Weihnachtsbaum!

  2. […] Sel­ten war eine games­com span­nen­der. Nicht nur das quasi gleich­zei­tige Erschei­nen der Xbox One und der Play­Sta­tion 4 im Novem­ber die­ses Jah­res war aus­schlag­ge­bend, son­dern auch […]

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