Erfahrungsbericht zur Sony Playstation 4

Am 25. August 2013 von
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Neben der Xbox One haben wir natürlich auch einen Erfahrungsbericht zur kommenden Sony Playstation 4, ebenfalls eine Next-Generation-Konsole und direkter Konkurrent der Xbox One. Gaming-Experte Timm hat sich auf der gamescom einen Tag lang mit der PS4 auseinandergesetzt und seine Erfahrungen mit der neuen Konsole niedergeschrieben. Es wird ausführlich auf den neuen Dual Shock 4 Controller eingegangen und natürlich auch noch auf einige Spiele die auf der Messe für Computerspiele angezockt werden konnten.

Zocken auf der Sony Playstation 4

Lange genug haben Playstationfans warten müssen, nachdem Sony sein neues Flaggschiff im Videospielsegment bereits im Februar angekündigt hatte. Die Spannung wurde geschürt indem man auf dem Playstation-Event nur den neuen Dual-Shock 4 und einige beeindruckende Grafikdemos kommender Blockbuster-Games zeigte. Auf der E3 gab es dann endlich das mit Spannung erwartete Design der Konsole zu sehen und noch mehr heiße Games wurden näher vorgestellt, bereits mit Ingame-Szenen von Driveclub, Knack Watchdogs und Killzone Shadow Fall.

Im Rahmen der diesjährigen Gamescom in Köln konnten wir nun endlich selbst Hand anlegen am neuen Dual-Shock 4 und uns einige kommende Highlights für die PS4 etwas genauer anschauen, um uns für euch ein paar erste Eindrücke zu verschaffen.

ps4 controller

Das Action-Adventure Knack ist ein bunter Action-Plattformer mit Comic-artigem Grafikstil. Wir spielen einen ca. 1m großen Roboter mit dem Namen Knack, der aus hunderten einzelner schwebender Teilchen besteht. Mit Hilfe mystischer, technischer Artefakte ist Knack in der Lage, seine Kräfte und sein Erscheinungsbild zu verändern und sich unter anderem in einen riesigen Zerstörer zu verwandeln oder seinen Kampffähigkeiten Elemente wie Blitz oder Feuer hinzuzufügen. Als Knacks Heimat von einer Armee brutaler Kobolde bedroht wird, muss er zeigen was in ihm steckt und selbst in die Schlacht ziehen. Das Spiel versprüht direkt auf den ersten Blick einen besonderen Charme, Fans von Comic-Grafik mit Animetouch werden die Optik sofort lieben. Die Grafik ist hierbei nicht im bekannten Cel-Shading-Look gehalten sondern in 3D-Polygonmodellen. Sofort fallen uns die vielen Details auf, besonders die Spielfigur Knack mit seiner sehr hohen Anzahl beweglicher Teilchen, die zudem ständig sein Erscheinungsbild verändern, sieht beeindruckend aus. Wir können Knack durch ein mit Koboldgegnern gespicktes Gebiet lenken und hier allerhand Feinde zerhauen, später war es uns auch möglich, Knack als gigantischen Kampfkoloss zu steuern und dabei für allerlei Zerstörung zu sorgen. Das Spiel läuft bereits sehr flüssig und dank der hohen Auflösung, die bei der kommenden Spielgeneration sichtbar höher ist als bei der Playstation 3 (wir schätzen die Spiele laufen in Full-HD), sieht alles wirklich beeindruckend aus.

 

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Mit Driveclub bekommt die neue Sony-Konsole einen sehr schick aussehenden Racer auf  Communitybasis spendiert. Es handelt sich um ein MMO-Rennspiel aus dem Hause Evolution Studios, bei dem es hauptsächlich darum geht, sich mit Freunden in der riesigen Openworld zu spannenden Rennen und Events zu treffen. Man steigt direkt in die Rennen seiner Freunde mit ein, kommt ihnen bei starken Konkurrenten zu Hilfe oder cruist einfach nur gemeinsam an der entspannenden Promenade entlang und genießt den Sonnenuntergang, das alles in den schönsten Traumwagen die die Autoindustrie zu bieten hat. Wir haben bereits einige Runden gedreht, unter anderem in aufgemotzten Maserati und Mercedes SLS, und waren von dem Geschwindigkeitsgefühl und dem realistischen Fahrverhalten beeindruckt. Optisch macht das Spiel einen sehr guten Eindruck. Wir fühlten uns vom grafischen Stil an beste Gran Turismo-Zeiten erinnert. Man bekommt detailierte Cockpitansichten und malerische Streckengrafiken geboten. Hierbei fehlte uns allerdings noch ein wenig der typische Aha-Effekt, den wir von den Next-Gen-Videospielen erwarten. Das Spiel sieht wie ein (zugegeben sehr schönes) aufpoliertes Gran Turismo 5 aus, mit besserer Auflösung und schärferem Gesamtbild. Das ist allerdings nicht unbedingt als negativ zu werten, immerhin muss die Grafikpracht ja auf eine riesige Openworld bezogen werden. Der Megaracer im Konkurrenzkader, Forza 5, sah rein optisch zumindest wesentlich mehr nach nächster Generation aus.

 

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Ein kommendes Highlight der PS4, welches bei uns sehr wohl das gewünschte Next-Gen-Feeling weckte, ist der Shooter und Launchtitel Killzone Shadow Fall. Guerrilla Games hat eine Fortsetzung zu Killzone 3 erschaffen, welche 30 Jahre nach den Ereignissen des Vorgängers spielt. In der Spielwelt von Shadow Fall sollt ihr als ISA-Soldat vom Rang eines Shadow Marshall unter den in Ghettos auf Vecta lebenden, Helgastflüchtlingen für Ordnung sorgen. Leider konnten wir bei Killzone nicht selbst den Dual-Shock 4 in die Hand nehmen, durften uns aber anhand einer neuen, live gespielten Demonstration von der Qualität der aktuellen Version des Spiels überzeugen. Die Grafik versprüht einen fantastischen Ersteindruck davon, was wir in Zukunft an grafischer Qualität von den neuen Konsolen erwarten dürfen. Die Umgebung strotzt nur so vor beeindruckenden Lichteffekten, Partikeleffekten wie Rauch, Funken und umherfliegenden Trümmern, und einer sehr hohen Detaildichte. Die Helgast und die ISA-Soldaten sind butterweich animiert wie nie zuvor. Auch der eigene Protagonist, von dem man die meiste Zeit über nur die Waffe und die Hände sieht, bewegt sich authentisch, Waffe und die Hände die sie führen sehen atemberaubend detailliert aus und sind lebensecht animiert. Unterstützung bekommt der Marshall im Kampf unter anderem auch von einer Miniaturdrohne, welche ihn mit zusätzlicher Feuerkraft, als Schutzschild vor Feindfeuer oder als Aufklärer behilflich sein kann. Die Drohne kann entweder per Kommando befehligt oder auch komplett selbst gesteuert werden. Mit seiner packenden Inszenierung und der unglaublich dichten Atmosphäre, die nicht zuletzt dank der grafischen Pracht aber auch des wuchtigen Soundgewitters während der Gefechte überaus intensiv ist, vermittelt Killzone Shadow Fall einen sehr gelungenen Next-Gen-Eindruck und machte uns mit den gezeigten Probierhäppchen ganz großen Appetit auf das fertige Menü!

 

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Assassins Creed 4 Blackflag besitzt das Potential, nicht nur das bisher packendste und größte Spiele der Reihe zu werden, sondern auch das beste Piratenspiel das es bis dato gibt. Auf der Sony-Konsole macht es besonders dank der höheren Auflösung, im Vergleich zu den PS3-Ablegern der Spielreihe, einen sehr positiven Ersteindruck. Auch wirkt die gesamte Umgebung durch die sehr wenigen Popups im Hintergrund und kaum merkliche Klippingfehler wesentlich angenehmer anzuschauen und auch entsprechend atmosphärischer. Insgesamt sieht AC4 auf der Playstation 4 super aus, man merkt der Optik allerdings an, dass man das Spiel auch für die schwächere aktuelle Generation entwickelt hat und man somit einige Kompromisse machen musste. Zukünftige Ableger der Serie, welche vorraussichtlich nur noch für die nächste Generation erscheinen werden sicher wesentlich besser aussehen.

 

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Wir haben uns neben den ganzen spannenden Games selbstverständlich auch den neuen Dual-Shock 4 einmal sehr genau angeschaut und viel damit herum gespielt. Nimmt man den Controller in die Hand fällt einem sofort die neue ergonomische Form der Griffe auf. Der Controller schmiegt sich förmlich in die Handflächen und liegt nahezu perfekt in den Gamerhänden. Er ist im Vergleich zum Dual-Shock 3 ein ganzes Stück in die Breite gewachsen und er wirkt auch in seiner Konstruktion stabiler als sein PS3-Pendant. Durch die neuen Analogsticks, welche eine Vertiefung und ein überarbeitetes Material erhalten haben, fällt das Steuern sehr leicht und man rutscht nicht mehr so leicht vom Stick ab, auch das bekannte nervige „Nachgreifen“ was beim DS3 gerade nach längerem Spielen unvermeidbar war, dürfte somit der Vergangenheit angehören. Man hat nun einfach eine bessere Kontrolle über die Analogsticks. Gleiches lässt sich über die neuen Trigger-Tasten L2/R2 sagen. Diese sind nun nicht mehr nach außen gewölbt sondern, wie beim Xbox360 Pad, nach innen, wodurch der Finger gewissermaßen „in“ statt „auf“ dem Trigger liegt. Abrutschen gehört damit auch hier der Vergangenheit an, was noch beim DS3 an der Tagesordnung stand. Die Druckpunkte der restlichen Buttons sind einen Hauch knackiger und geben ein gutes Druckfeedback. Das Digi-Kreuz drückt sich härter und präziser als noch beim Vorgänger. Das neue Design in Kombi-Farbe (auf der Messe schwarz/grau) dürfte allerdings nicht jedem gefallen. Neue Farben wie rot/grau und blau/grau werden ebenfalls verfügbar sein. Die schön glänzenden Flächen um die Buttons und das Digi-Kreuz sind allerdings mehr als unpraktisch, da sie nach wenigen Spielminuten vollkommen mit Fingerabdrücken bedeckt sind. Zu gerne hätten wir einmal ein paar Kniffe mit den Touchpad ausgeführt, leider war es aber noch auf allen Testgeräten deaktiviert. Wir vermuten aber ein immenses Potential praktischen Nutzens in diesem Teil des Dual-Shock 4.

Fazit: Wir können uns auf eine tolle Zeit mit der neuen Playstation 4 freuen. Der verbesserte Controller macht Lust aufs Zocken, die Spiele werden grafisch sehr interessant, besonders die Exklusivgames! Wir sind schon sehr gespannt, was es im kommenden Jahr auf der neuen Konsole zu bestaunen geben wird.

 

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Autor :

  • Timm

One Response to “Erfahrungsbericht zur Sony Playstation 4”

  1. Martin sagte am 26.08.2013 um 19:12

    Toller Bericht, ich habe sie mir vorbestellt und kann es kaum abwarten!

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