Testbericht: Monster DNA – On-Ear Kopfhörer

Am 23. März 2014 von
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Mit den DNAs hat Monster einen Bügelkopfhörer entwickelt, der fernab vom bisher bekannten, typisch bassbetonten Monster Sound für ein völlig neues Klangerlebnis sorgen soll. Diesmal soll das Klangbild mit schön klaren Höhen und einem präziseren Bass punkten und dem Hörer ein Gefühl vermitteln, als wäre man live dabei. Wie er letztendlich abschneidet und was ihn so ausmacht, erfahrt ihr im folgenden Testbericht.

Lieferumfang

Im Lieferumfang findet ihr neben dem 170 Gramm leichten DNA Kopfhörer bekannte Basics wie das 3,5mm Audiokabel mit In-Line Fernbedienung, ein weiteres, herkömmliches Audiokabel, eine Transport-Stofftasche, ein Reinigungstuch, ein Handbuch und die Garantiebedingungen.

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Die DNAs sind nicht nur als On-Ear Variante erhältlich, sondern auch noch als ohrumschließende Over-Ears und als kompakte In-Ears. Bei unserem Testobjekt handelt es sich um die schwarze, ohraufliegende On-Ear Variante mit chromfarbenen Akzenten. Laut offizieller Produktseite sind die On-Ears in einer beachtlichen Farbvariation erhältlich. Wirft man aber mal einen Blick auf den deutschen Markt, bleibt von dieser Farbvielfalt nicht mehr allzu viel übrig.

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Das grau gummierte, 127cm lange Audiokabel mit In-Line Fernbedienung kommt in einer Flachband-Version daher, die nerviges Kabelgewirr vermeiden soll und dies auch tut. Das Kabel endet zur Kopfhörerseite hin gerade und zur Seite der Audioquelle hin in einer Winkelstecker-Ausführung. Diese ist mit einem 5mm Distanzstück versehen, damit das Kabel bspw. auch an Smartphones angesteckt werden kann, die in eine etwas dickere Schutzhülle eingepackt sind. Leider wird dieses kleine aber wichtige Detail immer wieder gern vergessen, was dazu führt, dass man auf ein anderes Kabel zurückgreifen oder sein Gerät ohne Hülle nutzen muss. Monster-typisch ist der volle Funktionsumfang wieder mal nur auf Apple Devices verfügbar. Sollte man also weder Mikrofon noch Play/ Pause oder die Sprachbefehle nutzen, kann man auf Non-Apple Devices also gleich das normale Audiokabel verwenden, das ebenfalls im Lieferumfang enthalten ist.

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Die Transporttasche ist aus schwarzem Stoff mit DNA Logo und einem Karabinerhaken an der Rückseite. Ein sturzsicheres Transportcase wird hier also leider nicht geboten. Da die gesamte, äußere Oberfläche des Kopfhörers etwas anfällig für Fingerabdrücke ist, liegt noch ein Mikrofaser- Reinigungstuch bei, das gelegentlich genutzt werden möchte.

Optik & Verarbeitung

Nicht rund, nicht oval, sondern dreieckig kommen die DNAs daher. Das sieht nicht nur interessant aus, sondern schafft auch einen ganz eigenen Style, denn die Außenseiten der Hörmuscheln werden von einem großen, chromfarbenen, nach hinten gerichteten Dreieck dominiert, das etwas herausragt und in der Mitte mit dem DNA Logo verziert ist. Bis auf eine dünne, gräuliche Umrandung ist die die komplette Außenseite in schwarzem Piano-Lack gehalten. Wie üblich findet sich an der Bügelmitte das Monster Headphones Logo wieder. Die Enden des Bügels schließen mit einem DNA Schriftzug ab. Die eigentlichen Hörmuscheln des Kopfhörers haben ganz gegensätzlich zur Dreiecksform eine runde Form und werden am Übergang zu den Ohrpolstern von einem silbernen Ring verziert, hinter dem das schwarze Ohrpolster verschwindet. Die gesamte Innenseite ist in einem dezenten Grauton gehalten, der nur zum Kopfpolster hin von einem chromfarbenen Zierstreifen unterbrochen wird.

Im Großen und Ganzen ist der DNA also ein echter Blickfang, der je nach Outfit auch durchaus als zusätzliches Mode-Accessoire um den Hals getragen werden kann. Das Kopfpolster ist optisch gesehen vollkommen unauffällig im Bügel eingearbeitet und genau wie alle anderen Komponenten wirklich gut verarbeitet, sodass selbst für Plastik typische Knarzgeräusche äußerst selten auftreten. Im ersten Moment könnte man sich evtl. die Frage stellen, warum sich der Hörmuschel- Teil leicht bewegen lässt und quasi rumwackelt. Doch bei genauerer Betrachtung kommt man schnell darauf, dass dies auf die Kugellagerung zurückzuführen ist und somit dem Tragekomfort entgegen kommt und somit nichts mit schlechter Verarbeitung zutun hat. Auch die Flexibilität des Bügels geht vollkommen in Ordnung, sodass dieser Kopfhörer keinen ernsthaften Spielraum für Kritik bieten dürfte.

Handhabung

Zusammengeklappt kommt der DNA dank V-Formation sehr kompakt daher und ist Ruck Zuck in der beigelegten Transporttasche verstaut. Sucht man ein wenig nach der Nadel im Heuhaufen, könnte man hierbei die etwas zu leichtgängigen Gelenke bemängeln, die im täglichen Umgang ab und an unbeabsichtigt einknicken. Natürlich kann auch bei diesem Kopfhörer der Bügel um max. 2,5cm ausgezogen werden. Positiv fällt hierbei die starke Rasterung auf, die ein versehentliches Verstellen vollkommen ausschließt.

Dank Dual-Port Technologie, mit der zahlreiche, weitere Kopfhörer angeschlossen werden können, befindet sich auf beiden Seiten ein Klinkeneingang. Hier bleibt also dem Anwender überlassen, an welcher Seite er das Kabel anschließt und ob er seine Musik mit anderen teilen oder doch lieber alleine abrocken möchte. An die Kennzeichnung der Seiten wurde selbstverständlich auch gedacht. Eigentlich muss man den Kopfhörer aber nur so vor sich halten, dass die Dreiecksform in Richtung Ohren zeigt und schon hat sich der Blick auf die etwas dezentere „L/R“ Kennzeichnung erledigt. Legt man den Kopfhörer ab und direkt vor sich hin, liegt er flach auf. Trägt man den DNA um den Hals, sind die Spitzen Richtung Schlüsselbein gerichtet, was auch dem Tragen um den Hals und der Bewegungsfreiheit zugute kommt. Somit hat die extravagante Formgebung also nicht nur ihre optischen Vorteile.

Die In-Line Fernbedienung ist an der gummierten Oberseite mit den 3 üblichen Play / Lauter / Leiser Tasten versehen, wobei man hier das Play-Symbol durch ein Kopfhörer-Logo ersetzt wurde. Ansonsten werden aber zumindest für Anwender mit Apple Devices die bekannten Funktionen – Play/ Pause/ Sprachbefehle/ Lauter/ Leiser/ Vor/ Zurück/ Anruf entgegennehmen/ auflegen – geboten. An der verchromten Unterseite findet man das Mikrofon. Android User müssen leider bei den meisten Funktionen in die Röhre schauen. Beim Funktionstest mit meinem HTC One (M7) funktionierten lediglich die Funktionen Pause/ Play/ Aktivierung der Sprachbefehle und natürlich das Mikrofon in durchaus guter Sprachqualität. Wie nicht anders zu erwarten war, wurde auch diesmal die In-Line Fernbedienung erst nach knappen 19cm im Kabel integriert, was im Alltag einfach unpraktisch ist, aber das kritisiere ich schon lange und bei so ziemlich jedem Kabel dieser Art; Im Grunde also nichts Neues. Eine Platzierung nahe dem Ohr wäre hier eine deutlich anwenderfreundlichere Lösung.

Tragekomfort

Wie gewohnt wurde auch bei den DNAs an alle wichtigen Faktoren gedacht, die zu einem guten Tragekomfort beitragen. Die optisch komplett im Bügel integrierte Kopfpolsterung ist zwar sehr dezent und dünn ausgefallen, kommt in der Praxis aber doch ganz bequem rüber, da sie generell nur eine unterstützende Funktion hat. Der DNA beweist hier also, dass Kopfpolsterungen nicht unbedingt dick und großzügig gefüttert sein müssen, um ihre Funktion zu erfüllen. Der Bügel lässt sich an beiden Seiten um satte 3,5cm ausziehen und die Hörmuscheln sind auf Kugelgelenken gelagert. Die Andruckkraft ist sehr gering und angenehm und die Ohrpolster sind super weich ausgepolstert, sodass einem Tragen über mehrere Stunden absolut nichts im Weg steht.

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Klangqualität

In Sachen Klangqualität soll der DNA dank Pure Monster Sound und verbauten Multi-Drivern für ein völlig neues Klangerlebnis sorgen, da der Kopfhörer anders als bei den meisten, bassbetonten Monster Produkten mit kristallklaren Details und tiefen Bässen das Gefühl vermitteln soll, als wäre man live dabei. Mit „kristallklar“ hat der Hersteller evtl. etwas übertrieben, aber man muss ihm zugute halten, dass die Höhen wirklich klar rüberkommen und auch vom Bass wird man prinzipiell nur überrascht. Fernab vom üblichen Brummbass kommt dieser deutlich präziser und abgestimmter daher, ohne an seiner eigentlichen Intensität zu verlieren und die mittleren Frequenzen wurden natürlich auch nicht vernachlässigt, um eine Differenzierung der einzelnen Instrumente zu gewährleisten.

Insgesamt betrachtet wirkt der Klang einfach homogener und besser aufeinander abgestimmt, was vor allem Musikrichtungen entgegenkommt, die nicht in der Hip-Hop und Elektro-Schiene fahren. Monster-typisch brauch man sich auch in Sachen Gesamtlautstärke keine Gedanken machen, denn auch die Schwerhörigen unter euch dürften voll auf ihre Kosten kommen, ohne Kompromisse im Sound eingehen zu müssen und der Außenwelt negativ aufzufallen. Auf normalem Lautstärkelevel dringt wirklich kaum was nach Außen hin durch. Da es sich um eine On-Ear Variante handelt, kann man natürlich keine Wunder erwarten, wenn es darum geht, gegen Umgebungsgeräusche abzuschirmen, aber hier bekommt man auch nicht mehr mit als bei den meisten Bügelkopfhörern dieser Art.

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Fazit

Der DNA gehört definitiv zu meinen Lieblingen unter den Monster Kopfhörern und gefällt mir von diesen auch eigentlich am besten, denn neben einer guten Verarbeitung bietet dieser Kopfhörer diesmal dank Multi-Driver Technologie ein wirklich gut aufeinander abgestimmtes Klangbild, das eine gute Mischung aus Studio- und Lifestyle-Kopfhörern bietet und somit auch sehr gut für Musikrichtungen geeignet ist, die nicht in bassbetonte Richtungen gehen. Die Höhen kommen schön klar rüber und der Bass bietet für nahezu jede Musikrichtung eine sehr passende aber keinesfalls überbetonte Präsenz. Auch der Tragekomfort ist durch die geringe Andruckkraft und die weichen Ohrpolster sehr angenehm, sodass man ohne Probleme stunden lang Musik hören kann, ohne dass die Ohren wehtun. Mit Ausnahme der etwas zu leicht einknickenden Gelenke und der (wie gewohnt) zu tief angebrachten In-Line Fernbedienung gibt es hier also kaum was zu kritisieren. Mit den DNAs hat Monster also vor allem in Sachen Sound einen Schritt in die richtige Richtung gemacht.

Positiv

+Sehr ausgeglichenes Klangbild
+Gute Verarbeitung
+Einzigartiges Design

Negativ

-In-Line Fernbedienung zu tief angebracht
-Etwas zu leichtgängige Gelenke

Autor :

One Response to “Testbericht: Monster DNA – On-Ear Kopfhörer”

  1. Marcel sagte am 27.03.2014 um 14:32

    Hab die auch, aber in weiß und gehe nicht ohne sie aus dem Haus!!

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