Apple MacBook Pro Retina (Anfang 2015) 13-Zoll im Test

Am 10. April 2015 von
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Anfang März stellte Apple in Cupertino ein Update des MacBook Pro Retina vor. Die Neuerungen sind die Intel Core i Prozessoren der 5. Generation und das neue Force Touch Trackpad. In unserem Testbericht gibt es einen Überblick über die Neuheiten und wie sich das MacBook im Alltag schlägt.

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Video

Natürlich habe ich auch noch ein Video für euch welches das 13-Zoll MacBook Pro Retina von allen Seiten zeigt und euch in kurzer Zeit alles über die Neuerungen des Notebooks und die Testergebnisse näherbringt.

Was ist neu?

Äusserlich hat sich auch beim neuen Apple MacBook Pro Retina nicht viel getan. Ihr werdet vom Gehäuse her nicht erkennen dass es sich um das neue Modell handelt, denn es hat nach wie vor das sehr gut verarbeitete Unibodygehäuse und das hochwertige Touch and Feel wie man es eben von einem Apple MacBook gewohnt ist. Die Neuerungen sind im Innenleben vorgenommen worden. Unverändert auch das Display mit einer Diagonalen von 13-Zoll (33cm). Es ist glänzend und bietet eine Retina-Auflösung von 2560 x 1600 Pixel (WQXGA).

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Kommen wird mal zur Prozessorauswahl. Beim Testgerät habe ich mich für den Intel Core i5 mit einer Taktrate von 2,7 GHz entschieden, da dies das kleinste und günstigste Modell ist und sich hier sicherlich viele genau für dieses Modell entscheiden werden. Verbaut werden nun die Intel Core i Prozessoren der 5. Generation Codename Broadwell. Ihr habt die Wahl zwischen dem Intel Core i5 mit 2,7 GHz (Turbo Boost bis 3,1 GHz), dem Intel Core i5 mit 2,9 GHz (Turbo Boost bis 3,3 GHz) und dem Intel Core i7 mit 3,1 GHz (Turbo Boost bis 3,4 GHz). All diese Prozessoren sind Dual-Core Prozessoren, wer mehr Kerne bevorzugt muss zum 15-Zoll Apple MacBook Pro Retina greifen. Natürlich kommt mit der neuen Prozessorgeneration auch noch eine neue interne Grafikeinheit und zwar die Intel Iris Graphics 6100. Somit hat man hier im Vergleich zur Vorgängergeneration Haswell noch mal einen Leistungszuwachs. Mein derzeitiges MacBook Pro Retina hat sogar noch den Intel Core i5 Prozessor der 3. Generation und hier merke ich wirklich einen deutlichen Unterschied, mehr dazu aber später.

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Von den Anschlüssen her bietet das 13-Zoll MacBook Pro Retina auf der linken Seite den MagSafe 2 Anschluss für das Netzteil, 2x Thunderbolt 2, 1x USB 3.0 und einen kombinierten Headsetanschluss.

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Auf der rechten Seite sind dann noch ein weiterer USB 3.0 Port, ein HDMI-Port und ein SD-Kartenleser bei der die SD-Karte halb herausschaut wenn sie eingesteckt ist.

Das neue Trackpad

Komplett neu ist das Trackpad und zwar wurde hier das neue Force Touch Trackpad des neuen MacBook verbaut. Hier hat sich Apple etwas innovatives einfallen lassen, von dem ich wirklich begeistert bin. Zuerst einmal sieht man nicht wirklich dass sich hier etwas verändert hat, das Trackpad sieht aus wie vorher. Sobald man aber im ausgeschalteten Zustand den Finger ansetzt, bemerkt man etwas eigenartiges – es lässt sich reindrücken wie bei den vorherigen Modellen, es bleibt starr. Erst wenn man das MacBook einschaltet bekommt man beim Klicken auch ein Feedback wie man es gewohnt ist. Technisch steckt da nun so einiges drin und die Möglichkeiten die das Force Touch Trackpad bietet sind schon sehr vielseitig. In den Einstellungen kann man die Klickstärke einstellen, entweder mit wenig Druck oder mit etwas mehr Druck, ganz wie man es eben bevorzugt. Das neue Trackpad bietet euch nun die Möglichkeit auch im oberen Bereich ohne Probleme zu klicken, das war beim Vorgänger nur mit mehr Druck möglich.

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Auch gibt es nun das Feature fester auf das Trackpad zu drücken und dadurch verschiedene Funktionen zu nutzen, je nachdem wie die Entwickler dieses Feature in der Zukunft implementieren werden. Dieser Force Click ist ein weiterer Klick nach dem normalen Klick. Im Browser kann man nun beispielsweise über einem Wort einen Force Click durchführen und schon werden weiterführende Informationen dazu angezeigt. Unter Quicktime wird es richtig beeindruckend, denn hier kann man die Geschwindigkeit des Vor- oder Rücklaufs ändern, je nachdem wie fest man auf das Trackpad drückt. Man bekommt auch für jede Stufe einen gesonderten Klick zu spüren. Ich bin mir sicher dass Entwickler noch so einiges mit dem neuen Force Touch Trackpad anfangen können.

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Leistungsschub und Akkulaufzeit

Abgesehen vom Leistungsschub den das MacBook durch die neue Prozessorgeneration und den neuen Grafikchip bekommt spielen ja auch andere Faktoren eine Rolle wenn es um die Gesamtperformance eines Notebooks geht. Auch der RAM wurde einem Update unterzogen und so kommt nun DDR3 RAM mit 1.800 Mhz Taktrate zum Einsatz. Auch der fest verbaute PCIe-Flashspeicher erlebt hier leistungstechnisch einen richtigen Boost und zieht die Gesamtleistung ganz schön nach oben. Ich bin kein Freund von Benchmarks, da diese meiner Meinung nach dem Benutzer nur schlecht zeigen können wie schnell ein System im Alltag ist. Da ich oft Videos auf meinem MacBook bearbeite finde ich eine Alltagsaufgabe dann doch passender und deshalb habe ich mich dazu entschieden auf meinem 2013 MacBook Pro Retina und dem neuen 2015 MacBook Pro Retina unter iMovie zwei Testläufe durchzuführen. Dazu habe ich ein 9 Minuten Testvideo von meiner GoPro genommen und erst einmal direkt 1:1 in 1080p exportiert. Hier benötigt mein 2013 MacBook Pro Retina 2 Minuten 44 Sekunden, beim 2015 MacBook Pro Retina sind es nur 1 Minute und 51 Sekunden. Interessanter wird es natürlich wenn die Hardware ein bisschen etwas zutun bekommt, also wurde die gleiche Datei auf beiden MacBooks gleich bearbeitet, in mehrere Teile geschnitten, mit Übergangseffekten versehen, der Weißabgleich wurde geändert und es wurden Effekte darüberlegt. Nun hat mein 2013 MacBook Pro Retina für den 1080p Export 15 Minuten und 22 Sekunden gebraucht und das 2015 MacBook Pro Retina war in 6 Minuten und 11 Sekunden fertig. Ich denke solch ein Praxistest zeigt dann schon ganz gut die Leistung des Geräts.

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Von der Akkulaufzeit her ist Apple mit seinen Geräten immer an den vorderen Positionen vertreten und hier hat sich auch nicht viel geändert. Ich bin mit der Akkulaufzeit im Alltag sehr zufrieden. Auch hier habe ich wieder zwei Beispielszenarien gewählt, einmal Surfen über WLAN mit niedriger Helligkeit und dann noch Filme schauen bei ausgeschaltetem WLAN. Beim Surfen wurden 8 Stunden und 40 Minuten erreicht und wer sich einen Film anschauen möchte, der kann dies 9 Stunden und 30 Minuten lang tun.

Fazit

Mit dem neuen 13-Zoll MacBook Pro Retina (Early 2015) hat Apple natürlich kein komplett neues MacBook vorgestellt, es ist das jährliche Hardwareupdate zum MacBook Pro Retina. Diesmal wurde aber nicht nur der Prozessor, der Grafikchip, der RAM und die SSD auf den neusten Stand gebracht, sondern auch das Trackpad. Wer also von einem älteren MacBook Pro auf das neue wechselt bekommt nicht nur ein schnelleres System, sondern auch eine komplett neue Benutzererfahrung bei der Nutzung des Trackpads. Ich muss dazu sagen dass man sich erst einmal an das Trackpad gewöhnen muss, denn es ist natürlich etwas empfindlicher denn man kann es ja nun sogar an den obersten Ecken klicken, was vorher nicht möglich war. Aber die Eingewöhnungszeit sollte sich in Grenzen halten.

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Wer vorher noch nie ein MacBook Pro hatte, der sollte beachten dass man sich beim Kauf bzw. der Konfiguration im Apple Store im Klaren sein sollte was mit dem Gerät gemacht werden soll und wieviel Speicher man benötigt. Der Flashspeicher ist nicht austauschbar! Wer ein MacBook Pro besitzt dass bereits über 2 Jahre alt ist, der kann sich durchaus Gedanken über einen Wechsel machen. Wie ich an meinem Beispiel mit iMovie gemerkt habe, ist der Leistungssprung schon deutlich spürbar. Wer ein neueres MacBook mit Haswell-Prozessor besitzt, der kann auch noch etwas warten.

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Autor :

Johannes Knapp ist deutscher Techblogger der ersten Stunde und Seitenbetreiber von NewGadgets.de. Bei Fragen, schickt mir einfach eine Email an info@newgadgets.de

One Response to “Apple MacBook Pro Retina (Anfang 2015) 13-Zoll im Test”

  1. Daniel Henkmann sagte am 11.04.2015 um 00:05

    Mein neues Macbook 😉 Meins jetziges ist mit 6 Jahren dann doch bisschen in die Jahre gekommen.

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