Freie WLANs: Regionalzüge und Innenstädte werden ausgestattet

Am 13. Juli 2015

Schon öfter wurde uns von der Bahn ja versprochen, dass diese ihre Züge für uns mit WLAN ausstattet, doch bisher wurde lediglich die ICE-Flotte aufgerüstet. Ähnlich verhält es sich mit der Abdeckung in den Innenstädten, wo sich die Firma Wall mit ihren Terminals zwar breit gemacht, aber nicht wirklich für eine Versorgung gesorgt hat. In beiden Fällen soll sich das bald bessern.

Zusammen mit der Kabelnetzfirma Unitymedia will die Stadt Düsseldorf beispielsweise vorangehen und aller Voraussicht nach  schon kommenden Freitag ein Netz zur Verfügung stellen. Zumindest ist für diesem Tag ein Termin anberaumt, bei dem Cheftechniker und CEO von Unitymedia in Düsseldorf sein werden. Dann soll der Presse das Konzept erläutert – es gibt bezahlte Zugänge aber auch freies Volumen von 100 MB pro Tag – und die Bürger eingeladen werden.

In Regionalzügen verhält es sich etwas anders, als im ICE oder den Innenstädten, denn häufig sind diese privatisiert und man muss für genaue Infos die jeweilige Firma anfragen. Die „Privatbahn“-Firma Vlexx, die hauptsächlich Strecken in Rheinand-Pfalz befährt, hat der Presse nun aber auch von sich aus erklärt, wie ihre Planungen bezüglich freiem WLAN in ihren Zügen aussehen.

Demnach werden die 63 vorhandenen Dieselloks mit einem „Router“ ausgestattet, was insgesamt angeblich etwa eine Million Euro kosten soll. Hinzu kommen aber sicher noch verschiedene Techniken wie Repeater oder Verstärker, doch das braucht eigentlich nicht zu interessieren, denn die Technik „laufe sauber“, heißt es.

Somit sind mit „Regionalzügen“ in diesem Zusammenhang zwar nur private Bahnen gemeint, aber der Herr Grube von der DB Bahn hat auch versprochen, in seinen anderen Zügen WLAN nachzurüsten. Darüber hinaus laufe eine Art Bundesstudie zu dem Thema, die auch in anderen Gebieten ihre Auswirkungen auf die Ausstattung der Regionalzüge haben sollte. Ab 2016 dürfte die Ausrüstung mit kostenlosen WLANs an verschiedenen Orten dann schon erkennbar sein.

Es fragt sich allerdings, ob das in  aller Augen eine gute Idee ist, denn zumindest die Mobilfunkprovider dürften einiges an Umsatzeinbußen durch ein solches Programm befürchten. Ich glaube, mit 100 MB käme ich täglich wohl sogar aus, zumindest privat.

Bildquelle: CC BY-SA 3.0, Politikaner, Wikipedia

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