Nike Flyease: Revolution am Schnürschuh

Am 22. Juli 2015 von
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Nike hat ein neues Schnürsystem für seine Schuhe entwickelt, das man schneller, einfacher und vor allem „einhändiger“ öffnen und verschliessen kann. Wie so häufig schon bei der Entwicklung von Produkten oder Helferchen stand auch hier das Bedürfnis eines körperlich eingeschränkten Menschen Pate, wenngleich das Ergebnis allen zugute kommt.

lebron_shoeDer Nike LeBron 8Flyease wird also der erste Schuh mit diesem neuen System,  doch das ist in diem Fall fast noch nicht einmal das Interessanteste. Denn wie es dazu kam, dass der körperlich angeschlagene (eine Muskelschwäche) Matthew heute „seinen“ Schuh in Händen halten…äh, an den Füßen tragen kann, hat schon etwas Besonderes. Sicher, viele Produkte stammen aus der Erkenntnis über Bedürfnisse von beeinträchtigten Menschen, aber eine solche Story steckt wohl in den wenigsten.

Su15_Nike_FlyEase_Blu_Pair_V1_square_1600Eigentlich hatte Matthew ja auch „bloß eine EMail“ geschrieben, in dem er sein Problem erläuterte, von dem die Manager bei Nike aber noch nichts wussten. Seine Email hatte er aber an den „Mitarbeiter Nummer 1“ geschrieben, den dienstältesten Designer des Hauses, und dass der sich umgehend darum kümmern würde, war natürlich nicht zu erwarten.

Doch im Gegenteil wurde der junge Mann, der in Bälde aufs College soll, von Nike sogar intensiv in die Entwicklung des Schnürsystems einbezogen, man hielt regen Kontakt und stimmte die Bedürfnisse mit den Möglichkeiten ab. Offenbar eine tolle Erfahrung.

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Die Idee, das Konzept und eine ganze Menge Arbeit stecken da von diesem Matthew drin; kein Wunder, dass der sich sein Tränchen verdrückt, als er die Schuhe dann endlich zum ersten Mal anziehen kann. Es ist aber auch wirklich toll zu sehen, wie er mit LeBron James aufeinander trifft, dem die Schuhe gewidmet sind, weil Matt so ein  großer Fan von ihm ist.

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Abgesehen davon, dass Matthew jetzt wohl zum College gehen kann, ohne seine Mutter zum Schnüren seiner Schuhe mitnehmen zu müssen, freut sich sicher auch Nike. Eine „eventuelle Marktlücke“ entdeckt man ja nicht alle Tage. Wer das Prinzip noch besser verstehen will, als es die Bilder von Nike vermitteln, sollte sich das Video ansehen…aber Vorsicht, man muss auch durch den Emo-Teil

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