Oppo Find N im ersten Hands-on (+ Video) – Sorry Samsung, aber…

Am 17. Dezember 2021 von
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Auf dem Inno Day 2021 stellte Smartphonehersteller Oppo sein erstes Smartphone mit faltbarem Display vor, das Oppo Find N. Ich hatte nun die Möglichkeit mir das Smartphone einmal genauer anzuschauen und bin dafür extra zum Oppo Headquarter gefahren, um euch einen ersten Eindruck des Smartphones liefern zu können.

Oppo Find N | Hands-on Video

Natürlich habe ich mir das Phone auch mal geschnappt und vor die Kamera gezerrt, das ist selbstverständlich. In meinem Video bekommt ihr einen guten ersten Eindruck von dem Faltphone, ausserdem vergleiche ich es auch kurz mit dem Samsung Galaxy Z Fold 3. Ein detaillierter Vergleich der beiden Faltphones wird aber noch in den nächsten Tagen folgen.

Oppo Find N | Display, Faltmechanismus und Besonderheit

Eine Besonderheit beim Find N im Vergleich zu anderen Smartphones mit faltbarem Display ist die Tatsache, dass das Display im aufgeklappten Zustand beinahe glatt ist. Wenn man es gegen das Licht hält sieht man dass es nicht spiegelglatt ist, aber wenn man mit dem Finger drüberstreicht, dann ist sie wirklich kaum zu spüren. Das ist schon sehr beeindruckend, denn Faltdisplay-Pionier Samsung hat es auch in der dritten Generation seines Galaxy Fold nicht geschafft den Knick in der Mitte verschwinden zu lassen, dort ist er zu fast jeder Zeit deutlich sicht- und spürbar. Mich stört das zwar nicht soo sehr, ich lese allerdings immer wieder dass sich viele daran stören, deshalb finde ich schön dass Oppo hier eine Lösung gefunden hat das Display glatter zu bekommen.

Im zugeklappten Zustand könnt ihr das Phone über das 5,49-Zoll Frontdisplay nutzen. Dabei hat es ein 18:9 Format und ist nicht so langgezogen wie das Galaxy Fold. Dort ist die Nutzung im zugeklappten Zustand aufgrund des 25:9 Formats schon gewöhnungsbedürftig und manchmal schon etwas eng wie man hier an der Tastatur sehen kann. Das Find N ist hier von der Breite wie ein ganz normales Smartphone, was mir schon deutlich besser gefällt.

Und wenn ein großes Display benötigt wird, einfach aufklappen und schon geht es auf dem fast quadratischen 7,1 Zoll Display weiter. Es ist natürlich schon die Webseiten und Apps auf einem größeren Display zu nutzen, aber solch ein großes Display bringt natürlich auch einen weiteren Vorteil mit sich und zwar dass man zwei Apps gleichzeitig öffnen und nutzen kann. Dafür einfach mit zwei Fingern in der Mitte des Displays herunterstreichen und schon teilt sich der Bildschirm und ihr könnt eine zweite App öffnen. Falls man etwas mehr Platz für eine App benötigt, kann man die Trennlinie auch verschieben und wenn man wieder seinen Fokus auf eine App legen möchte einfach die Trennlinie in die gewünschte Richtung schieben.

Der Faltmechanismus ist dabei übrigens wie beim Samsung Galaxy Fold, da sind sich die Smartphones doch schon recht ähnlich. Von der Verarbeitung und dem Faltgefühl ist das Oppo auf jeden Fall in der obersten Liga angesiedelt, es fühlt sich einfach toll an. Was mir noch aufgefallen ist, das Galaxy Fold hat im zugeklappten Zustand einen kleinen Spalt, das Find N hingegen ist hier komplett geschlossen, was besser vor Staub schützt und insgesamt auch besser aussieht.

Oppo Find N | Technische Daten

Das flexible AMOLED bietet eine Helligkeit von bis zu 1.000 nits Helligkeit und eine Bildwiederholrate von bis zu 120 Hz.

Für die Performance sorgt der Qualcomm Snapdragon 888, der auch in vielen anderen High-End-Smartphones verbaut ist. Dazu gibt es dann zwei Speichervarianten, 8GB RAM mit 256 GB Speicher und 16 GB RAM mit 512 GB Speicher. Der verbaute Akku bietet 4.500 mAh und kann mit 33 Watt schnell geladen werden. Dank AirVOOC kann man auch mit 15 Watt kabellos laden. Und natürlich ist 5G mit an Bord, aber das ist ja selbstverständlich.

Insgesamt sind fünf Kameras verbaut. Eine 32 Megapixel Frontkamera in einer Punchhole im Frontdisplay und eine 32 Megapixel Frontkamera, ebenfalls in einer Punchhole im inneren Display. Auf der Rückseite befindet sich die Triple-Hauptkamera mit 50 Megapixel Weitwinkel, 16 Megapixel Ultraweitwinkel und 13 Megapixel Teleoptik mit 2-fach optischen Zoom. Diese kann Videos mit bis 4K 60fps aufnehmen.

Oppo Find N | Erster Eindruck

Nachdem ich nun eine Weile mit dem Oppo Find N herumspielen konnte, hier mein erster Eindruck. Wenn man das Find N das erste Mal in die Hand nimmt, dann fällt auf wie kompakt es ist. Klar, aufgrund der Bauweise ist es natürlich dick, was aber nicht so störend ist wie man zuerst meinen würde. Es ist zugeklappt wunderbar mit einer Hand zu bedienen. Aufgeklappt hat es auch eine handliche Größe um dort Videos mit einer größeren Diagonale zu schauen und an zwei Apps gleichzeitig zu arbeiten, was den Workflow deutlich verbessern könnte. Die Verarbeitung ist top, die Rückseite hat mir von der Haptik schon sehr gut gefallen. Insgesamt hat das Find N bei mir ein habenwollen-Gefühl ausgelöst und ich würde es gerne für einen längeren Zeitraum nutzen wollen.

Oppo Find N | Preis & Verfügbarkeit

Das Oppo Find N ist in China bereits verfügbar und der Preis kann sich sehen lassen, denn es geht ab 7.699 Yuan los, das sind umgerechnet ca. 1.066 Euro.  Dafür gibt es die Variante mit 8 GB RAm und 256 GB Speicher. Das Top-Model mit 12 GB RAM und 512 GB Speicher liegt bei 8.999 Yuan (1.246 Euro).

Nach all der Euphorie erst einmal ein kleiner Dämpfer. Bislang hat sich Oppo noch nicht zur Verfügbarkeit ausserhalb China geäussert. Und falls es nach Deutschland kommt, werden wir es mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht für 1.066 Euro erhalten.

Natürlich will Oppo jetzt erst einmal sehen wie sich die Verkaufszahlen in China entwickeln werden. Ich drücke die Daumen dass auch wir in den Genuss dieses Smartphones kommen werden, denn bei mir hat es schon ein starkes Verlangen ausgelöst es täglich zu nutzen. Ich hoffe es wird zeitnah nach Deutschland kommen. Wer nicht warten kann, wird sich das Faltphone sicherlich auch von den einschlägigen Shops in China nach Deutschland schicken lassen können, hier werden dann aber natürlich Versandkosten und vor allem so einiges an Einfuhrumsatzsteuer und Zollgebühren fällig, das sollte man im Hinterkopf behalten wenn man sich so ein teures Gerät nach Deutschland bestellt. Vielleicht doch lieber abwarten bis Oppo es offiziell bei uns anbieten wird.

Autor :

Johannes Knapp ist deutscher Techblogger der ersten Stunde und Seitenbetreiber von NewGadgets.de. Bei Fragen, schickt mir einfach eine Email an info@newgadgets.de

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