Teufel Massive Kopfhörer Testbericht

Am 21. Juli 2015 von
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Mit dem „Massive“ lässt Teufel das Bassmonster unter ihren Kopfhörern auf die Masse los. Bei diesem handelt es sich um die bereits verbesserte Version eines ohrumschließenden Bügelkopfhörers, der seinem Namen alle Ehre machen und mit einer massiven Verarbeitung und einem noch massiverem Bassfundament punkten soll. Wir haben den speziell für Bassliebhaber, DJs & Musiker konzipierten Kopfhörer genauer unter die Lupe genommen und unsere Erfahrungen in diesem Testbericht festgehalten.

Lieferumfang

Im Lieferumfang der dezenten, schwarzen Verpackung findet ihr neben dem Teufel Massive 2 Verbindungskabel, einen Klinkenadapter von 3,5mm auf 6,3mm und einen Tragebeutel. Das 1,3m lange Audiokabel ist vom Querschnitt her deutlich filigraner ausgelegt und wohl eher unterwegs für mobile Geräte gedacht. Das 3m lange Kabel ist mit 4mm Querschnitt schon etwas klobiger dimensioniert und dank anschraubbarem 6,3mm Adapter bspw. fürs Studio oder das stille jammen zu Hause angedacht. Beide Kabel sind stoffummantelt und sorgen somit nicht nur für zusätzlichen Knickschutz, sondern auch für geringere Kabelgeräusche. Der ebenfalls beiliegende Tragebeutel aus Kunstleder ist relativ simpel gefertigt und schützt den Kopfhörer unterwegs zwar nicht vor Stürzen, aber vor Kratzern.

Optik & Verarbeitung

Stattliche 308 Gramm bringt er auf die Waage, der Massive. Das unterstützt nicht nur für den Produktnamen sondern sorgt auch für eine wertige Haptik. Neben dem JBL Synchros auf Platz 1 der Schwergewichte teilt sich der Massive somit Platz 2 zusammen mit dem SMS Audio SYNC, der nahezu identisch viel wiegt. In Sachen Verarbeitung gibt es in der Preisklasse des Massive nichts zu meckern. Würde ja auch schnell zu einem Image-Problem führen, wenn ein „Massive“ klapprig daher kommen würde, oder?

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Sowohl Kopfbügel als auch Klappscharniere und Haltebügel für die Ohrmuscheln sind aus Aluminium gefertigt, was für eine lange Haltbarkeit sorgt. Auch optisch kann man den Massive als durchaus gelungen bezeichnen, wobei sich der komplett in Kunstleder eingehüllte Kopfbügel zumindest teilweise etwas gewöhnungsbedürftig in das sonst so massive Gesamtbild integriert. Auch ein Firmenlogo sucht man an der üblichen Position in Bügelmitte vergeblich. Dafür findet sich dieses umso auffälliger am äußeren Part des 2-stufigen Ohrmuschel-Gehäuses wieder. Zusammen mit dem Produktnamen und den angefrästem Rand ergibt sich an dieser Stelle sogar ein kleines, optisches Highlight. Auch die großen, ovalen Ohrmuscheln tragen mit ihrem leicht industriellen Design und dem schicken Grauton positiv zur Gesamtoptik bei.

Handhabung

Dank 180° drehbarer Ohrmuscheln und einem weiteren Gelenk oberhalb der Alu-Halterungen lässt sich der Kopfhörer schön kompakt zusammenklappen und im beiliegenden Tragebeutel problemlos und unkompliziert verstauen.

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Der Klinkenkabeleingang an der linken Kopfhörerseite verfügt über einen Bajonettverschluss. Die 3-poligen, vergoldeten Klinkenstecker können also nur in 2 bestimmten Positionen in die Buchse eingesteckt und mit einem weiteren Dreh im Uhrzeigersinn reißfest verbunden werden. Angenehm große Seitenkennzeichnungen an den Innenseiten der Kopfbügel-Endstücke sorgen zudem für eine schnelle und gute Orientierungen, wie der Massive aufzusetzen ist. Eines der größten Mankos, vor allem in der Bedienung und unterwegs, ist die in beiden Kabeln fehlende In-Line Fernbedienung zur Steuerung der Musik & Co. Sämtliche Standardbefehle wie Play/Pause/Lauter/Leiser sowie Telefonfunktionen und Sprachsteuerungen fallen somit weg und müssen direkt am Wiedergabegerät durchgeführt werden. Vielleicht ein weiteres Indiz dafür, dass der Massive eher als Studiokopfhörer konzipiert wurde.

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Tragekomfort

Der Kopfhörer liegt mit einem angenehmen, nicht zu laschen Anpressdruck am Kopf an. Die Ohrpolster aus Kunstleder sind gut ausgepolstert und sorgen in Verbindung mit dem ausreichend gepolsterten Kopfbügel (ebenfalls aus Kunstleder) für einen angenehmen Tragekomfort. Der Kopfbügel ist zu beiden Seiten hin um 4cm gerastert ausziehbar und dürfte somit selbst den größten Melonenschädel problemlos unterbringen. Die geschlossene Bauweise sorgt für eine gute Abschirmung gegen Außengeräusche. Leider wird einem diese bereits bei den aktuellen, recht warmen Temperaturen zum Verhängnis, da die Ohrpolster nicht atmungsaktiv sind. Bei kühlerem Wetter oder klimatisierten Räumen ist dies dann nicht mehr so tragisch. Das Tragen um den Hals gestaltet sich aufgrund der großzügig dimensionierten Ohrmuscheln als etwas unangenehm, weswegen die Massive Kopfhörer wohl eher etwas für den Musikgenuss zu Hause sind.

Klangqualität

Prinzipiell hält der Massive das, was er verspricht und produziert mit seinem 50mm großen Neodym-Treiber und den Alu-Kupfer Schwingspulen ein sauberes und großzügiges Bassfundament. Wo wir schon kurz in Richtung Technik abdriften: Die Treiber geben die Musik in einem Frequenzbereich von 10-22.000Hz, einer Nennimpedanz von 32Ohm und mit einem maximalen Schalldruck von 98dB wieder. Auch die Mitten sind ansprechend gewählt und lassen unabhängig von der Musikrichtung die einzelnen Bestandteile der Musikstücke gut differenzieren. Die Höhen hingegen kann man leider nicht sonderlich loben. Natürlich sind diese vorhanden, jedoch fehlte hier von Anfang an irgendwie immer wieder mal der letzte Feinschliff an Brillanz. Und das in allen möglichen Musikrichtungen, auf verschiedenen Geräten und unter Zusteuerung verschiedenster Equalizer. Die als seidig angepriesenen Höhen entpuppten sich somit leider viel zu früh eher als baumwoll-flauschig und etwas stumpfer als man es gern hätte.

Fazit

Der Massive, das Bassmonster unter den Kopfhörern der Firma Teufel, sieht nicht nur so gut aus wie er heißt, sondern macht auch seinem Namen alle Ehre. Der Produktname spricht nicht nur für eine stabile und gute Verarbeitung, sondern auch für einen ordentlich bassstarken Klang, der für ein Gerät in der Preisklasse unter 100€ durchaus gelungen ist und sich vor Konkurrenzprodukten wie bspw. den Beats nicht verstecken braucht. Auch der Tragekomfort konnte zumindest in aufgesetztem Zustand überzeugen. Leider haben die Jungs von Teufel die Höhen etwas mäßig abgestimmt, denen es doch öfters hörbar an Brillanz fehlt und die somit das sonst so stimmige Klangbild leicht negativ abwerten. Trotz überschaubaren Anschaffungskosten wäre hier sicherlich noch etwas mehr Feintuning drin gewesen.

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Des Weiteren ist der Massive keinesfalls für unterwegs konzipiert worden und kann bestenfalls als Studiokopfhörer und Kopfhörer für zu Hause durchgehen. Nicht nur, dass die fehlende In-Line Fernbedienung im Audiokabel den Bedienkomfort massiv nach unten drückt, die Ohrmuscheln sind trotz ovaler Formgebung so was von klobig geraten, dass er einem um den Hals getragen, etwas den Bewegungsfreiraum raubt. Mit einem Kaufpreis von 99€ bietet der Massive zwar ein gelungenes Gesamtpaket, die etwas verbesserungswürdigen Höhen verleihen dem Ganzen jedoch einen etwas faden Beigeschmack. Vor dem Kauf also besser erst mal probehören, bei Teufel hat man hierzu ja die Möglichkeit, denn es gibt 8 Wochen Rückgaberecht. Auch gibt es den Teufel Flagship Store in Berlin wenn ihr mal in der Nähe sein solltet, dieser ist auf jeden Fall empfehleswert um die ganzen Systeme mal in Aktion zu erleben.

Positiv

+Bajonettverschluss am Klinkenkabeleingang
+Bassbetontes Klangbild
+Robuste Klinkenkabel
+Gute Verarbeitung
+Fairer Kaufpreis

Negativ

-Für unterwegs eher ungeeignet
-Höhenbrillanz nicht die Beste
-Keine In-Line Fernbedienung

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3 Kommentare zu “Teufel Massive Kopfhörer Testbericht”

  1. Nick sagte am 21.11.2015 um 18:54

    “und sich vor Konkurrenzprodukten wie bspw. den Beats nicht verstecken braucht”

    Schon ziemlich peinlich diesen überteuerten Mainstream Müll “Beats” mit Teufel zu vergleichen. Teufel ist ja wohl in jeglicher Hinsicht einfach besser. Ich bin kein Teufel-Fanboy und auch kein Musik Experte, aber ich weiß das Beats im vergleich zu meinen Teufel Produkten ein schlechter Witz ist. Vor allem der Preis und die Qualität.

    • Johannes sagte am 24.11.2015 um 15:56

      Danke für deine Kritik! Diese ändert aber nichts daran dass die Kopfhörer von Beats ein Konkurrenzprodukt der Teufel Kopfhörer sind.

  2. Matthias sagte am 21.12.2015 um 15:02

    Ich habe den Kopfhörer für meinen Vater gekauft, Ausstattung, Verarbeitung, Treagekomfort, Massivität und der Bass sind beeindruckend für das Geld. Zum Glück wieder Typisch Teufel, nach dem Verkauf 2010 waren viele Produkte wirklich billigerer Verarbeitung.
    Ich selber habe seit 13 Jahren den
    AKG-501, der genau das Gegenteil im Klang ist, glasklare Auflösung der Mitten und Höhen, dem nicht druckvollen Bass kann mit Equilizer etwas abgeholfen werden, was mir vollkommen ausreicht obwohl ich auch Bassfan bin. Genau hier sehe ich die einzige Schwäche des Teufel Massive, die Höhen und teils die Mitten klingen nicht gut aufgelöst und oberflächlich. Mein Vater soll mal Probehören und entscheiden ob ja oder nein, was bei Teufel ja zum Glück sehr gut geht.
    Aber ich denke für die 100€, bzw. 89€ jetzt zu Weihnachten bei Teufel kann man sehr zufrieden sein.

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