Meine Meinung zu den neuen MacBook Air Modellen

Am 25. Oktober 2010

Auch wenn ich streng genommen am 20. Oktober „Urlaub“ hatte, entging mir am Abend natürlich nicht der Launch der beiden neuen Apple MacBook Air Modelle in 11.6-Zoll und 13.3-Zoll. Anfangs war ich sehr begeistert, vorallem als das 11.6-Zoll MacBook Air offiziell wurde, den solch ein kleines, handliches Subnotebook mit Intel Core 2 Duo und NVidia GeForce 320M ist natürlich ideal für unterwegs. Ich habe mir auch schon ausgemalt wie ich privat mit dem MacBook Air herumlaufen und damit arbeiten werde. Ich habe mir nun aber die technischen Daten genauer angeschaut und auch die ersten Hands On Videos der Kollegen genauer angeschaut und nun habe ich die Euphorie erst einmal beiseite geschoben und werde meine Meinung zu den beiden neuen MacBook Air Modellen kundtun.

Auch wenn ich bisher noch keines der beiden neuen MacBook Air Modelle in der Hand gehalten habe, erlaube ich mir dennoch einige Dinge anzusprechen die ich gut finde und natürlich auch Dinge die nicht so gut geworden sind. Ich glaube die Qualität der Geräte wird gut sein, dass steht schon einmal so gut wie fest. Ich war von der Verarbeitung des ersten MacBook Air begeistert und finde die neue Bauform mit den kantigeren Seiten auch viel besser. Vorallem die USB-Anschlüsse profitieren von der neuen Bauform, da nun jedes USB-Gerät angeschlossen werden kann, was vorher bedingt durch die Bauform leider nicht möglich war.

Obwohl  HDMI sicherlich weiter verbreitet und öfter benutzt wird als Displayport, wurde von Apple natürlich wieder ihr eigenes proprietäres Mini DisplayPort verwendet. Das ist natürlich auch eher ein kleines Problem, da es ja genügend Adapter auf dem Markt gibt um ein Gerät mit Mini Displayport an einen Monitor oder Fernseher ohne Displayport anzuschließen.

Obwohl Apple hier „veraltete“ Prozessortechnik einbaut, bin ich mit einem Intel Core 2 Duo recht zufrieden, ein neuer Intel Core I-Prozessor wäre mir natürlich lieber gewesen. Beim 11.6-Zoll Modell kann man zwischen einem 1,4GHz und einem 1,6GHz Prozessor wählen, beim 13.3-Zoll Modell zwischen einem 1,86GHz und einem 2,13GHz. Diese sollten für den mobilen Gebrauch absolut ausreichend sein (ich nutze unterwegs auch den Intel Core 2 Duo 1,4GHz und bin zufrieden). Mit dem 1,86GHz oder dem 2,13GHz hat man dann auch noch einige Reserven um mal ein Filmchen zu bearbeiten oder ein Spiel zu spielen (dank NVidia GeForce 320M auch kein Problem).

Das MacBook Air 11 hat es mir vorallem angetan, als ich mir die Keyfacts durchgelesen habe wäre ich ja schon fast schwach geworden. Ein 11.6-Zoll Display mit LED Hintergrundbeleuchtung und einer Auflösung von 1366 x 768 Pixeln ist einfach göttlich, nur würde ich mich mehr darüber freuen wenn es matt wäre oder Apple auf Zukunftstechnologien wie PixelQi setzen würde. Das Apple bei den neuen MacBook Air nun komplett auf Solid State Drive setzt ist natürlich auch wegweisend. Wie erste Tests belegen hat Apple hier auch angenehm schnelle SSDs eingebaut und hier nicht gespart, was natürlich lobenswert ist denn was bringt mir eine SSD wenn sie nicht schnell ist. Zwar könnten die angebotenen 64GB oder 128GB dem ein oder anderen schnell zu wenig werden, aber mir reicht das vollkommen, da ich mein Notebook sowieso nur zum Surfen, Mailen und Editieren benötige. Was mich jedoch ganz gewaltig stört ist die Tatsache das Apple an dem MacBook Air doch eine Kleinigkeit gespart hat und diese wäre mir beispielsweise sehr wichtig gewesen. Es geht um die Tastaturbeleuchtung die für mich einfach bei solch einem Produkt dazu gehört. Ich war schon etwas schockiert als ich erfahren habe das Apple hier keine Tastatur mit Beleuchtung eingebaut hat, für mich ist das leider am falschen Ende gespart. Auch der fehlende SD-Kartenleser beim 11.6-Zoll Modell ist ärgerlich. Ich hätte für beide Features auch gerne mal 100€ mehr hingeblättert. Apple wollte aber mit dem 11.6-Zoll MacBook Air bei 999$ / € starten und da musste einfach etwas daran glauben. Wenigstens hat Apple einen großen Fehler vermieden und zwar den Akku vernachlässigen, diesen Fehler machen viele Hersteller nur allzu oft. Apple hat die Hauptplatine so kompakt wie möglich gehalten und auch sonst einige Vorkehrungen getroffen den Akku so groß wie möglich zu machen, deshalb hat man beim 11.6-Zoll Modell auch eine Akkulaufzeit von 5 Stunden (die laut Apple unter Wireless Surfing gemessen wurden). Das ist schon beachtlich wenn man sich die Größe des Notebooks anschaut.

Ich dachte aber dass das 13.3-Zoll Modell, da es auch über einen SD-Kartenleser verfügt, auch über eine beleuchtete Tastatur verfügt – Pustekuchen. Leider wurde auch beim etwas teureren 13.3-Zoll MacBook Air auf eine Tastaturbeleuchtung verzichtet. Vielleicht ist es ja findigen Moddern möglich die Tastatur vom alten MacBook Air in das neue Gehäuse zu quetschen, ich sehe aber bei diesem Vorhaben eher schwarz. Die Akkulaufzeit beträgt beim 13.3-Zoll Modell 7 Stunden unter Wireless Surfing, auch ein sehr guter Wert. Der Vorteil neben der höheren Akkulaufzeit ist natürlich auch das etwas größere Display mit einer Auflösung von 1440 x 900 Pixeln, aber auch die SSD-Größe, denn hier kann man zwischen einer 128GB oder einer 256GB SSD wählen. Man ist also mit dem 13.3-Zoll Modell „besser bedient“, denn auch wenn das 11.6-Zoll Modell kleiner und etwas leichter ist, so muss man eine niedrigere Akkulaufzeit und keinen SD-Kartenleser hinnehmen.

Wo ich auch etwas meckern muss ist der fest eingebaute Arbeitsspeicher, dieser lässt sich also nicht vom Benutzer erweitern. Man muss direkt beim Kauf sicher sein das man mit dem vorhandenen Arbeitsspeicher auskommen kann. Wobei ich sagen muss das 2GB für die meisten Aufgaben ausreicht. Hier hat Apple natürlich auch wieder ein paar Millimeter einsparen können.

Obwohl das Geschrei beim Preis von 999€ für das MacBook Air 11 schon wieder groß ist, glaube ich dass Apple hier die meisten Modelle verkaufen wird, denn – ohne es in den Händen gehabt zu haben – es wird sich sicherlich einfach „gut“ anfühlen, das muss man Apple lassen!

Ob ich mir jedoch eines der neuen MacBook Air zulegen werde ist unklar. Anfangs war die Euphorie groß, diese hat nun leider etwas nachgelassen. Ich werde mir beide Modelle aber natürlich anschauen und ein wenig damit arbeiten, vielleicht können sie mich ja doch überzeugen (auch wenn ich die fehlende Tastaturbeleuchtung immer bemängeln werde).

Autor :

Johannes Knapp ist deutscher Techblogger der ersten Stunde und Seitenbetreiber von NewGadgets.de. Bei Fragen, schickt mir einfach eine Email an info@newgadgets.de

6 Responses to “Meine Meinung zu den neuen MacBook Air Modellen”

  1. Christian sagte am 25.10.2010 um 18:14

    Bin Ähnlicher Meinung.
    Das neue Macbook Air hat jedoch keine ssd’s sondern flashspeicher direkt auf die Platine gebaut.

    Genau wie beim RAM lässt sich wiederum keine größere Festplatte nachrüsten…

    also noch ein negativ-punkt mehr.

  2. CH64 sagte am 25.10.2010 um 18:53

    Der Mini DisplayPort ist nicht mehr proprietär. Die VESA hat die Version 1.1a in ihre Spezifikationen aufgenommen.

  3. miguel sagte am 25.10.2010 um 19:06

    Hab mir heute nachmiitag den 11.6 zoll macbook air in mainz angeschaut und war echt von den socken.tolle verarbeitung und das gewicht von nur 1060g. , ich war voll begeistert.Tolles Display,Tastatur und das fehlen von sd-card reader ist naja zuverkraften.Gude 1000 euro für ne subnotebook:-/.Man bekommt dafür zwei Ipad bzw zwei Wetab.Für reines surfen im cafe,wer mags …mir wäre es zu teuer.Aber man gönnt sich ja sonst nix.

  4. Elusian sagte am 25.10.2010 um 19:28

    Meine Meinung:

    Super verarbeitetes Gerät (da braucht man kein Wahrsager für sein). Dafür aber Alugehäuse, was ich ehrlich gesagt nich mag, mir wäre eine Lösung wie sie bei den Thinkpads angesetzt wird lieber. Auch von der Haptik fühlt sich das „wärmer“ an.
    Die Anschlüsse sind okay für die jeweiligen Formate. Gut, leider kein HDMI aber das ist Apple und von daher jetzt auch nichts anderes zu erwarten gewesen. Die Tastatur ist sicherlich top obendrein, mich stört halt nur die Anordnung und die Kombination mit dem OS. Ja, ich mag das OS nicht und von daher ein Negativpunkt für mich, wohl aber auch weil 3 für mich wichtige Programme nicht für OSX verfügbar sind und eine virtuelle Maschine auf dem Gerät … naja, eher nicht so sinnvoll.

    Zumal man auch bedenken muss, dass im 11 Zoll Segment es mit dem iPad aneckt (da brauch ich doch kein iPad mehr, zumal ja LION auch Apps jetzt abspielt). und bei den 13 Zollern greif ich zu das ebenfalls sehr flache MacBook Pro mit besserer Ausstattung und eben auch mehr Möglichkeiten. Wirklich schwerer ist es auch nicht, es sei denn man gehört zu den zartbeseideten Menschen was Gewichte angeht 😉

    Also alles irgendwie so ein bestehender Konflikt mit besseren Geräten. Für mich kam die Ernüchterung 24 Stunden später und würde immernoch auf ein X301 setzen *zu Johannes schiel* >.<

    Verlos das mal und ich gewinne dann ganz zufällig 😛

  5. Oliver sagte am 25.10.2010 um 19:36

    … naja, bei dem „günstigen Preis“ müssen künftige Apple Besitzer auch ein paar Abstiche in Kauf nehmen können!
    Was klagt ihr über den fehlenden SD Card Reader, das Air hat jetzt USB!!!
    … viel Spass beim Geldausgeben …

  6. Elusian sagte am 25.10.2010 um 19:54

    Oliver :
    … naja, bei dem “günstigen Preis” müssen künftige Apple Besitzer auch ein paar Abstiche in Kauf nehmen können!
    Was klagt ihr über den fehlenden SD Card Reader, das Air hat jetzt USB!!!
    … viel Spass beim Geldausgeben …

    Das 13 Zoll MBA verfügt ebenfalls über ein SD-Kartenleser. Lediglich das 11er Modell muss darauf verzichten.

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