Testbericht: TomTom Runner GPS-Uhr

Am 12. Februar 2014 von
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Wer schon länger mit dem Gedanken spielt, sich in Zukunft mit einem Fitnesscomputer am Handgelenk durch das Gelände zu schlagen (oder auch durch die Straßen, je nachdem), der sollte sich einmal die Runner-Sportwatch von TomTom näher anschauen. Warum diese Fitnessuhr zum Laufen an sich sehr gut geeignet ist, allerdings auch ein paar Wünsche offen lässt, lest ihr in den nächsten Zeilen.

Die Verarbeitung der Uhr ist insgesamt als ordentlich zu betrachten. Der Computer samt GPS-Modul ist in einem stabilen und kompakten Kunststoffgehäuse verbaut. Wasserdichte wird bis 5ATM geboten. Ihr könnt mit der Uhr also auch ohne Probleme an regnerischen Tagen laufen gehen. Schick ist auch der Touchsensor rechts neben dem Display, der nach kurzer Berührung das Licht der Uhr aktiviert (die Uhr selbst hat kein Touchdisplay).

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Das Silikonarmband hingegen wirkt weniger wertig. Zwar fühlt sich der Kunststoff angenehm an, jedoch ist das Band insgesamt zu steif. Dadurch ist das An- und Ablegen der Runner nicht immer ganz einfach. Hinzu kommt das, wie wir finden, größte Manko der Runner, nämlich die Tatsache dass die Uhr nicht richtig fest im Armband sitzt, sondern nur sehr locker von einem Klipp gehalten wird. Während dem Tragen ist das kein Problem, aber sobald ihr das Gerät mal schnell ablegen wollt kann es passieren dass die Uhr dabei herausfällt. Passiert das auf asphaltiertem Terrain kann so sehr leicht das Glas der Uhr kaputt gehen, was uns leider auch einmal so passiert ist. Bei einer nicht gerade günstigen Trainingsuhr wäre das natürlich mehr als ärgerlich.

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Dank einer intuitiven Ein-Knopf-Steuerung kann die Runner während dem Laufen sehr leicht und unkompliziert gesteuert werden. Links drücken bringt euch in den aktuellen Uhrenstatus, hier seht ihr Akkuleistung, Speicherkapazität, GPS-Status und die Aktuelle Firmware. Durch Drücken nach unten kommt ihr in die Optionen, wo ihr Sprache, Uhrzeit und euer eigenes Profil verwalten könnt.

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Drückt ihr nach rechts kommt ihr in den Trainingsmodus. Dort könnt ihr zwischen einem Trainingslauf im Gelände, auf dem Laufband oder der Stoppuhr auswählen. Um während dem Laufen wichtige Informationen wie Herzfrequenz und Kalorienverbrauch sehen zu können, wird der mitgelieferte Brustgurt benötigt. Er sendet euren Herzschlag direkt an die Runner Uhr weiter. Ohne den Brustgurt könnt ihr euch natürlich auch die Informationen über Kalorienverbrauch anzeigen lassen, habt dann jedoch natürlich keine Pulsmessung. Ihr könnt euch einen Hauptparameter und zwei weitere Nebenparameter aussuchen, die euch die Uhr im Lauffenster anzeigen soll. Als Hauptparameter könnt ihr z.B. die verbrauchten Kalorien groß im Bild anzeigen lassen, darüber im kleinen die zurückgelegte Strecke und den Herzschlag. So habt ihr jeder Zeit eure wichtigsten Informationen im Blick. Das GPS-Modul findet bereits wenige Sekunden nach Beginn des Laufs ein Signal, selten hat es bei uns eine knappe Minute gedauert. Wollt ihr die Datenaufzeichnung unterbrechen, so geht dies mit einem einfachen druck nach rechts. Euren zurückgelegten Weg könnt ihr euch hinterher am PC auf einer Kartenübersicht anschauen.

Wir haben es auf unseren rund einstündigen Trainingsläufen nicht geschafft den Akku zu leeren. Am Ende hatten wir immer noch mehr als die Hälfte an Kapazität übrig. Ihr könnt also durchaus einen kleinen Marathon mit einer Akkuladung laufen. Mit Hilfe der kostenlosen Software MySports Connect könnt ihr nach dem Sport eure Leistungen analysieren und auswerten. Die Uhr wird per USB an den PC angeschlossen und schon kann es losgehen. Das Programm öffnet daraufhin über euren Webbrowser die Sportsconnect-Seite. Da sich das Onlineportal zur Zeit noch im der Betastatus befindet bekommt ihr hier leider bislang nur ein knappes Trainingstagebuch mit Auflistung der einzelnen Parameter eurer Aktivitäten angezeigt. Wir hoffen, dass TomTom dieses Portal in Zukunft noch weiter ausbaut. Schön dagegen ist, dass ihr eure Daten auch in weitere Portale wie My Map Run/Ride/Fittness oder Training Peaks hochladen könnt. MySports Connect benötigt ihr zwar zur detailierten Auswertung eures Trainings, eine schnelle Kurzübersicht erhaltet ihr allerdings bereits auf der Uhr selbst. Dazu im Trainingsmodus einfach den Vierwegeknopf nach oben drücken, schon könnt ihr eure Trainingsprotokolle sehen. Für zusätzliche Motivation kann euch eure Uhr verschiedene Trainingsziele vorgeben, z.B. ein bestimmtes Zeitlimit oder die Menge an Kalorien die ihr verbrennen sollt. Die Akku wird per USB am PC aufgeladen, bereits nach einer Stunde hat die Uhr wieder 100%. Nennt ihr ein Smartphone euer Eigen könnt ihr die Uhr aber auch an das USB-Netzteil eures Telefons anschließen und so an der Steckdose aufladen, was nochmal ein wenig schneller geht.

Fazit: Die TomTom Runner erfüllt für Hobbyläufer auf jeden Fall ihren Zweck. Sie kann per PC-Software auch für umfangreichere Sportanalysen verwendet werden. Die Verarbeitung ist für den Preis von 169Euro (bei Amazon, Stand: 10.02.2014) in Ordnung, das Glas ist allerdings nicht wirklich bruchfest und das Silikonband ist insgesamt zu steif.

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Autor :

  • Timm

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