Bolt EV 2016: GM erwählt LG

Am 21. Oktober 2015

Dass man in einem Elektrofahrzeug wie dem GM Chevrolet Bolt EV diverse zusätzliche Elektronik benötigt, sollte trotz der mittlerweile ebenso mit Technik vollgestopften „normalen“ KFZ klar sein. Für die Herstellung des kommenden „Bolt EV“ hat GM sich zu einer noch engeren Zusammenarbeit mit LG Electronics entschlossen, wie im Januar bekannt wurde. In einer aktuellen Pressemitteilung lässt uns der US-Konzern wissen, wie weit die Kooperation geht.

General Motors hat mit dem Bolt ja schon länger ein reelles Modell im noch jungen Markt der Elektro-Vehikel. Auch die Zusammenarbeit mit LG aus Korea ist nicht ganz neu, wird aber stark intensiviert. Insbesondere die gesamte Antriebstechnik, die Motoren, die Akkumulatoren, das neue Wechselrichter-Modul und natürlich das Infotainment-System fallen auf der Liste der beigesteuerten Teile auf. Hinzu kommen Module zur Stromversorgung für die elektrische Heizung und diverse weitere Komponenten.

Das Haupt-Kaufargument für den „Bolt EV“ soll außerdem eine hohe Reichweite von mehr als 300 Kilometern sein, die zu diesem Preis von keinem anderen Herstellern realisiert würde. Etwa „komisch“ mag es für technisch Interessierte anmuten, dass die Gleichspannung zu Wechselspannung transformiert wird, bevor sie zu den Motoren geleitet wird, aber LG wird schon wissen, was sie tun. Immerhin haben sie 250 Millionen US-Dollar in eine entsprechende neue Fabrik investiert.

Die Fabrik, in dem der Bolt EV erstellt werden wird, lässt allerdings erst ab Ende 2016 die Bänder für das neue Modell anlaufen. Sollten die Neulinge dann nicht allzu teuer werden, bietet sich für E-Auto-Interessenten hier vielleicht eine alternative zu den teuren Teslas, dem Smart e, Renaults Twizzy oder BMWs E-Mini.

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