Portables Recordingstudio von iZotope für Musiker

Am 26. Dezember 2018 von
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Recording to go?! Das ist im Jahr 2018 zunächst kein wirkliches Novum mehr. Und dennoch kann der Audio-Technologie-Hersteller iZotope mit seinem tragbaren Aufnahmegerät Spire Studio für Aufsehen sorgen.

Dies gelingt bereits beim Design von Spire. Das Gerät erscheint als schwarzes, zylinderförmiges Gerät, das mit nur wenigen Buttons und ganz ohne Display auskommt. Auch Kabel werden für den Aufnahmeprozess nicht benötigt. Schon hier wird angedeutet: Das Handling soll einfach und intuitiv sein. Abgerundet wird das Design durch den LED-Ring, der durch wiederholtes Blinken signalisiert, dass das Gerät aktiv ist.

Spire Studio wiegt zwar stolze 660 Gramm, genau das macht es für die Nutzung unterwegs aber erst robust und sicher. Gleichzeitig bringt es eine Menge spannender Features mit: Spire kommt als 8-Spur-Aufnahmestudio daher und regelt autark die Lautstärke, passt sich also den jeweiligen Umgebungsgeräuschen an – egal, ob ich an einer stark befahrenen Straße stehe oder mit Freunden und Instrumenten in einem ruhigeren Park sitze. Spire sorgt somit selbst für die optimale Soundqualität am jeweiligen Ort. Dabei hilft ein internes, qualitativ gutes Mikrofon inklusive hochwertigen Pre-Amps. Mein Fokus liegt also ganz ortsunabhängig auf meiner spontanen Kreativität und Inspiration, statt auf Technik oder lästigem Soundcheck. Der Aufnahmeprozess lässt sich dabei mit jeweils einem Tastendruck starten und beenden – perfekt für die spontane Jam-Session unterwegs. Auf den acht Spuren kann ich gesonderte Gesangslinien, Sounds oder verschiedene Instrumente aufnehmen und im Anschluss zu einem Gesamtwerk formen.

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Ergänzt wird das Device durch die Spire-App, mit der ich im Anschluss ganz einfach alle Songs mit Effekten oder Amp-Sounds verfeinern kann. Diese Effekte werden allerdings parallel aufgenommen und lassen sich somit nicht weiter bearbeiten. Zudem bietet die App mir die Option, Taktart und Tempo sowie Lautstärke des Tracks zu verändern. Besonders die Klangqualität der Aufnahmen ist erstaunlich gut. Zum Schluss kann ich meinen fertigen Song als Projekt speichern und umgehend exportieren, versenden oder direkt in meinen Social Media-Kanälen mit Freunden oder Fans teilen. Das Konvertieren in ein MP3-Format ist allerdings nicht möglich.

Negativ fällt die sogenannte Trim-Funktion auf, die es mir nur erlaubt, am Anfang oder am Ende meiner Spur zu schneiden. Die getrimmten Teile fallen zwar raus, allerdings bleibt der Track für die Länge dieser Teile einfach stumm, so dass ich bei längeren Passagen der Stille lauschen muss. Auch lassen sich die einzelnen Spuren nach der Aufnahme leider nicht gesondert bearbeiten. Positiv daran ist jedoch: Spire nötigt mich so dazu, sauberer zu spielen oder zu singen.

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Dennoch überwiegen ganz klar die positiven Aspekte des Spire Studios: Die Aufnahmequalität ist für ein tragbares Aufnahme-Device besonders hochwertig, die mit Hilfe diverser Effekte zusätzlich aufgewertet werden kann. Das übersichtliche Menü vereinfacht spontane Aufnahmen von unterwegs enorm, die Bedienung erschließt sich binnen weniger Momente. Auch die vielseitigen Share- und Export-Wege machen Spire attraktiv und ermöglichen das rasante Veröffentlichen der eigenen Kreativität. Der Akku bietet mit einer Laufzeit von bis zu sechs Stunden ebenfalls genug Leistungsfähigkeit, um auch bei längeren Ausflügen den ein oder anderen Song in verschiedenen Versionen oder an unterschiedlichen Orten aufzunehmen. Spire ist daher der fast perfekte Begleiter für alle Hobby- und Berufsmusiker sowie Produzenten, die auch sehr spontane Songideen in hochwertiger Soundqualität aufnehmen und bereits unterwegs aufbereiten und teilen wollen.

Autor :

  • Yi-Wen

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