DJI Osmo Mobile 3 Testbericht

Am 24. August 2019 von
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Ich hatte nun eine Woche mit dem neuen DJI Osmo Mobile 3 und zeige euch in diesem Testbericht was der neue kompakte Gimbal von DJI so alles drauf hat.

DJI Osmo Mobile 3 | Video

Natürlich habe ich mir den Gimbal geschnappt und ihn ausgepackt und direkt im Praxiseinsatz mit dem Apple iPhone X und Huawei P30 Pro getestet. Hier mein ausführlicher Videotest dazu.

DJI Osmo Mobile 3 | Lieferumfang

Vom DJI Osmo Mobile 3 gibt es derzeit zwei verschiedene Varianten auf dem Markt. Einmal in der Standardvariante mit einer dünnen Transporttasche aus Stoff und dann noch das Combo-Paket für einen kleinen Aufpreis, welches ein kleines Stativ und das robustere Transportetui beinhaltet. Das Etui hat auf der Rückseite noch ein Netz angebracht, hier findet auch das Ladekabel Platz. Im Test war das Combo-Paket und im Videotest gibt es auch ein komplettes Unboxing dass euch verrät was sich alles im Lieferumfang befindet.

DJI Osmo Mobile 3 | Erster Eindruck & Verarbeitung

Den Gimbal gibt es nur in der grauen Variante wie ihr sie hier seht. Das erste Modell gab es mal in schwarz, was mir persönlich optisch einfach besser gefällt, DJI hat sich aber dazu entschieden nur noch ein graues Modell anzubieten. Von der Verarbeitung und den eingesetzten Materialien macht der Gimbal einen sehr guten ersten Eindruck. Alles fühlt sich hochwertig an und der beim Osmo Mobile 3 neu eingeführte Klappmechanismus macht den Gimbal direkt noch portabler. In Kombination mit dem mitgelieferten Transportetui findet der Gimbal so eigentlich überall im Gepäck Platz. Der Gimbal erkennt übrigens dass er zusammengeklappt ist und kann in diesem Zustand nicht eingeschaltet werden um Schäden an den Motoren zu verhindern.

Positiv ist mir aufgefallen dass DJI den Trigger für den Zeigefinger wieder eingeführt hat, dieser ist ja beim Osmo Mobile 2 entfernt worden. Durch zweimaliges Betätigen kann man das Smartphone wieder in die Ausgangsposition bewegen und bei dreimaligem Betätigen wechselt man von der Hauptkamera auf die Frontkamera (wenn man die DJI Mimo App nutzt). Ansonsten befindet sich an der Seite noch eine Zoomwippe mit der man während der Aufnahme zoomen kann (ebenfalls nur mit der DJI Mimo App). An der Front ist der Joystick für Schwenks mit dem Gimbal, ausserdem ein Recordbutton und eine Funktionstaste. Mit der Funktionstaste kann man durch doppeltes Betätigen vom Hoch- ins Querformat wechseln. Auf der rechten Seite ist ein USB-A Port der genutzt werden kann um während der Aufnahmen das Smartphone mit dem Gimbal aufzuladen. DJI gibt hier eine Akkulaufzeit von bis zu 15 Stunden an.

DJI Osmo Mobile 3 | Funktionen

Die Nutzung ist denkbar einfach. Euer Smartphone kommt in die dafür vorgesehene Halterung, muss nur kurz austariert werden, damit die Motoren nicht soviel Arbeit haben und schon könnt ihr den Gimbal einschalten und mit stabilisierten Videoaufnahmen durchstarten. All das ist in wenigen Sekunden erledigt und wenn ihr immer das gleiche Smartphone nutzt, dann wisst ihr auch nach ein paar Einsätzen die exakte Position für das Smartphone. Im Einsatz war das Apple iPhone X mit seinen 174g und das Huawei P30 Pro mit seinen 210g (mit der Schutzhülle). Da ich gefragt wurde ob schwere Smartphones dem Gimbal etwas ausmachen, habe ich das P30 Pro eine Stunde am Stück genutzt. Die Motoren sind nicht einmal warm geworden und der Akku war auch nicht sonderlich beeindruckt, er zeigte auch weiterhin seine drei Ladebalken kann.

Empfohlen wird die DJI Mimo App zu nutzen. Diese muss nur kurz mit dem Osmo Mobile 3 verbunden werden, was ganz einfach und schnell geht, und schon kann man loslegen und weitere Funktionen nutzen. So kann man durch dreimaliges Betätigen des Triggers zwischen der Hauptkamera und der Frontkamera wechseln, das geht nur wenn man die App nutzt. Auch die Zoomwippe bekommt nun ihre Funktion. Die App ermöglicht es euch auch auf die Einstellungen zuzugreifen und so z.B. den Sportmodus zu aktivieren. Hier reagiert der Gimbal noch schneller auf Bewegungen und somit ist der Modus für actionreiche Szenen ideal. Wer einfach nur ruhige Aufnahmen machen möchte, sollte lieber auf den Sportmodus verzichten, sonst wird es zu hektisch bei den Aufnahmen.

Interessant finde ich die Objektverfolgung. In der Vorschau muss man nur ein Kästchen um das gewünschte Objekt oder die Person setzen und schon erkennt und folgt der Gimbal der gewünschten Auswahl, egal wo ihr euch hinbewegt. Ansonsten gibt es noch ein paar weitere Funktionen wie den Zeitraffer und den Hyperlapse. Hier wird am Ende die lange Aufnahme in ein kurzes Video umgewandelt, was einen coolen Effekt generiert. Beim Zeitraffer stationär auf dem Stativ und beim Hyperlapse in der Bewegung, siehe mein Videotest.

Der Storymode ist eine witzige Funktion mit der man schnell und einfach recht eindrucksvolle Videoclips zaubern kann. Es werden mehrere verschiedene Effekte angeboten die man sich in der Vorschau anschauen kann um ein Gefühl zu bekommen wie der Clip aussieht. Die Aufnahme erledigt der Gimbal in Zusammenarbeit mit der App und am Ende bekommt man einen 10-sekündiges Video mit coolen Übergangseffekten und Musik untermalt den man auf Instagram oder Facebook teilen kann. Wie das aussehen kann seht ihr in meinem Videotest.

DJI Osmo Mobile 3 | Fazit

Mit der dritten Generation des Osmo Mobile hat DJI den Gimbal nun deutlich kompakter entwickelt. Wenn man ihn mit den Vorgängern oder den Mitbewerbern vergleicht, punktet der Osmo Mobile 3 nun einfach dank seiner Mobilität. Auch die neuen Funktionen bringen den Anwendern einige Vorteile, vor allem der Sportmodus der es erlaubt actiongeladene Szenen mit rasanten Schwenks zu erstellen. Der Akku hat im Test sehr lange durchgehalten und war auch nach einigen Stunden der Nutzung immer noch nicht leer. Ich kann mir also gut vorstellen dass er einen Drehtag locker durchhält. Besonders beeindruckt hat mich der Preis, denn zumindest bei Smartphones ist man es in der letzten Zeit gewohnt gewesen dass neue Modelle teurer sind als der Vorgänger. DJI geht hier einen anderen Weg und bietet den Osmo Mobile 3 sogar noch günstiger an als seinen Vorgänger, obwohl hier mehr Funktionen bereitstehen. Das muss auf jeden Fall positiv angemerkt werden, denn den Kunden freut es. Von der Verarbeitungsqualität gibt es nichts zu bemängeln, hier kann DJI ja auch schon auf einige Jahre Erfahrung zurückgreifen und hat sich in Sachen Qualität auch bereits einen Namen gemacht. Für den DJI Osmo Mobile 3 kann ich deshalb eine klare Kaufempfehlung aussprechen.

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Autor :

Johannes Knapp ist deutscher Techblogger der ersten Stunde und Seitenbetreiber von NewGadgets.de. Bei Fragen, schickt mir einfach eine Email an info@newgadgets.de

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