Huawei FreeBuds 3 im Test

Am 27. Januar 2020 von
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Auf der IFA 2019 hatte ich die Möglichkeit eines ersten Ears-On mit den Huawei FreeBuds 3. Ich hatte sie nun mehrere Wochen täglich im Einsatz, hier mein Huawei FreeBuds 3 Testbericht.

Huawei FreeBuds 3 | Unboxing & Erster Eindruck

Der Lieferumfang ist hier recht übersichtlich, wir haben hier das Transportetui und darin enthalten die beiden FreeBuds 3 In-Ear Kopfhörer. Dazu gibt es dann auch noch ein USB-C Kabel zum Aufladen. Das Transportetui ist rund und hat einen Durchmesser von 6cm und lässt sich dadurch auch so ziemlich überall verstauen. Es passt übrigens auch wunderbar in die kleine Jeanstasche.

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Auf einer Seite ganz in weiß / schwarz gehalten (je nachdem welche Farbvariante ihr habt), auf der anderen Seite haben wir das Huawei Logo in einem mittig angebrachten Metallquadrat welches auch das Scharnier beherbergt für den Deckel. Dieser öffnet und schließt sehr angenehm, dadurch bekommt das Transportetui direkt ein höherwertiges Feeling. Im Inneren sind die beiden In-Ears verstaut, die mittels Magneten fixiert sind. Es geling mir nicht sie durch kräftiges schütteln des dem Etui zu bekommen, sie haben also einen festen Sitz.

Es ist übrigens sehr einfach die FreeBuds 3 mit dem Smartphone zu verbinden, einfach den Deckel öffnen und die Taste an der Seite für zwei Sekunden drücken und schon erscheinen die In-Ears im Bluetooth-Menü. Nachdem man die FreeBuds 3 mit dem Smartphone verbunden hat, kompatibel sind sie mit Android und iOS, reicht es wenn man beim nächsten Mal den Deckel öffnet, dann verbinden sie sich bereits mit dem Smartphone. Übrigens kann man sie auch  mit der Smartwatch Huawei Watch GT2 verbinden und so unabhängig von einem Smartphone Musik hören. Also ab ins Ohr und der Musikgenuss kann starten. Sobald man sie im Ohr hat kann man beim linken In-Ear zweimal an das Gehäuse tippen um die aktive Geräuschunterdrückung (Active Noise Cancelling / ANC) zu aktivieren. Dies wird auch durch eine Stimme im Ohr durchgegeben.

Besitzer eines Huawei Smartphones haben hier den Vorteil dass die Kopfhörer automatisch erkannt werden. Mit der dazugehörigen App AI Life (leider nur unter Android) kann man den aktuellen Akkustand der einzelnen In-Ears und des Etuis einsehen und auch Einstellungen vornehmen wie z.B. das ANC feinabstimmen oder eine zweite Funktion für das Doppeltippen auf den rechten In-Ear festlegen. Auch kann man über die App ein Firmwareupdate durchführen. iPhone-Nutzer müssen mit den Standardeinstellungen leben, da derzeit noch keine AI Life App für iOS vorhanden ist. Mit einigen Huawei Geräten (Mate 20, P30 Serie, Mate 30 Serie, Watch GT2) erreicht man auch eine sehr niedrige Latenz bei den In-Ears, wobei ich sagen muss dass ich beinahe täglich Videos mit den FreeBuds 3 und meinem iPhone X schaue und auch hier der Sound absolut synchron ist.

Huawei FreeBuds 3 | Praxiseinsatz

Wo kann man die FreeBuds 3 am besten testen? Natürlich wenn man unterwegs ist, denn so hat man auch schöne Umgebungsgeräusche die die In-Ears herausfiltern können. Genutzt habe ich sie hauptsächlich mit meinem Apple iPhone X. Nun hatte ich die FreeBuds 3 auf meiner Zugfahrt Frankfurt nach München dabei und auf meinem Flug von Frankfurt nach Los Angeles.

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Ich bin ja generell der Kandidat für herausfallende In-Ears, meine Ohren entsprechen wohl einfach nicht der Norm, da machen auch die FreeBuds 3 keine Ausnahme. Einmal eingesteckt habe ich zwar aufgrund des glatten Materials das Gefühl sie könnten herausfallen, bisher ist dies aber noch nicht passiert. Für sportliche Aktivitäten würde ich die FreeBuds 3 nicht empfehlen, zu groß ist die Gefahr dass sie herausfallen könnten und einen Sturz aus dieser Höhe ist sicherlich nicht unbedingt für die Langlebigkeit förderlich. Ausserdem gibt es ja dafür spezielle Sportkopfhörer denen auch Schweiß nichts ausmacht und die dank Gummiaufsätzen besser im Ohr Halt finden. Beim ganz normalen Spaziergang halten sie allerdings natürlich ohne Probleme.

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Ein Nachteil gegenüber den großen Wireless Over-Ear-Kopfhörern ist natürlich die vergleichsweise geringe Akkulaufzeit. Sie halten je nach Einsatz der Geräuschunterdrückung und der Lautstärke bis zu 4 Stunden, was für die Größe auch ein guter Wert ist. Danach kann man sie im Transportetui wieder aufladen und zwar bis zu 4 mal, insgesamt kann man so also auf bis zu 20 Stunden Laufzeit kommen. Aufgeladen sind sie in ca. 1 Stunde. Der Sound der kleinen In-Ears hat mich auf jeden Fall sehr überrascht. Sie bieten einen meiner Meinung nach sehr guten Bass, der bei meinen Songs einfach super rüberkommt. Insgesamt sind sie auch eher basslastig abgestimmt, was mir aber sehr zusagt.

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Für meine Bahnfahrt von Frankfurt nach München hält eine Ladung also wunderbar, denn die Fahrt dauert ca. 3 1/2 Stunden. Danach kommen die FreeBuds 3 wieder ins Transportetui und können bis zur Rückfahrt laden. Nun könnte man meinen auf einem 11 Stunden Flug  gäbe es ein Problem mit der Akkulaufzeit. Mein Szenario sah wie folgt aus: Ab in den Flieger, hingesetzt, FreeBuds 3 ins Ohr und Musik gehört für eine Stunde. Dann gab es die erste Mahlzeit und in der Zeit konnten die In-Ears laden, denn beim Essen schaue ich lieber über das Inflight-Entertainment einen Film. Danach ging es wieder weiter mit meiner Musik bis der Akku schlapp machte, also ab zum Aufladen und ich hab zu der Zeit auch direkt ein kleines Nickerchen gemacht. Dann wieder Musik, dann kurz vor dem Landen noch eine Mahlzeit mit einem Film und danach wieder bis zur Landung Musik gehört. So habe ich meinen 11 Stunden Flug auch gut mit den FreeBuds 3 durchgeführt und hatte nie das Gefühl dass mich die Akkulaufzeit großartig in meinem Musikgenuss eingeschränkt hat. Übrigens habe ich auch kurz vor der Landung das Transportetui über den USB-Port am Sitz aufgeladen damit mir in Los Angeles nicht der Saft ausgeht. Wenn ich zuhause bin lade ich das Transportetui übrigens fast ausschließlich kabellos auf, was einfach viel praktischer ist.

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Bei der Bahnfahrt und dem Flug arbeitete das ANC übrigens ganz gut und filterte störende Hintergrundgeräusche etwas heraus. Natürlich kann man hier keine absolute Stille erwarten, dies schaffen ja nicht einmal die großen Over-Ears. Für In-Ears bekommt man hier aber ein gutes ANC. Dazu muss aber natürlich gesagt werden dass es besseres ANC gibt, so finde ich das ANC der Apple AirPods Pro besser, diese sind aber auch doppelt so teuer.

Huawei FreeBuds 3 | Fazit

Ich hatte die FreeBuds 3 nun ca. 2 Monate im Dauereinsatz und nutze sie auch weiterhin sehr gerne. Ich bin mit der Soundqualität, vor allem dem für Wireless In-Ears kräftigen Bass, sehr zufrieden. Ich würde mir hier natürlich für iPhone-Nutzer eine AI Life App wünschen damit man wenigstens ein paar Funktionen ändern kann, so ist dies nur Android-Nutzern vorbehalten. Ich glaube Huawei arbeitet hier aber im Hintergrund schon an einer Lösung. Die aktive Geräuschunterdrückung arbeitet nicht immer perfekt, im Zug und im Flugzeug wurde störendes Hintergrundrauschen aber gut herausgefiltert und ich war stets zufrieden.

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Die Huawei FreeBuds 3 sind in den Farben Schwarz und Weiß im Handel verfügbar.

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Autor :

Johannes Knapp ist deutscher Techblogger der ersten Stunde und Seitenbetreiber von NewGadgets.de. Bei Fragen, schickt mir einfach eine Email an info@newgadgets.de

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